Lichtenfels
Flechtkultur

Lichtenfelser beim Weltfestival der Flechter

Lichtenfels war zum ersten Mal offizieller Partner des Weltfestivals Flechtweide und der Flechtkultur in Nowy Tomysl. Eine Delegation reiste nach Polen.
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Erstmals präsentierte sich die Deutsche Korbstadt Lichtenfels als offizieller Partner des Weltfestivals der Flechtweide und der Flechtkultur im polnischen Nowy Tomysl. Zur Eröffnung reiste eine offizielle Delegation der Stadt mit Bürgermeister Andreas Hügerich (Mitte) an der Spitze sowie Korbstadtkönigin Alicia I., Kulturreferent Arnt-Uwe Schille, Stadträten, dem Geschäftsführer des ZEF Manfred Rauh (l.), dem Leiter der Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung, Hans-Jürgen Lichy, und Schüler...
Erstmals präsentierte sich die Deutsche Korbstadt Lichtenfels als offizieller Partner des Weltfestivals der Flechtweide und der Flechtkultur im polnischen Nowy Tomysl. Zur Eröffnung reiste eine offizielle Delegation der Stadt mit Bürgermeister Andreas Hügerich (Mitte) an der Spitze sowie Korbstadtkönigin Alicia I., Kulturreferent Arnt-Uwe Schille, Stadträten, dem Geschäftsführer des ZEF Manfred Rauh (l.), dem Leiter der Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung, Hans-Jürgen Lichy, und Schülern in das europäische Nachbarland.Alicia Vetter
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Geflochtene Skulpturen, geflochtene Autos, geflochtene Alltagsgegenstände von Flaschenhaltern bis hin zur Obstschale, geflochtene Kleidungsstücke, Vorhänge, Lampen, Uhren - kurzum die ganze Welt der Flechterei aus 75 Ländern und allen Kontinenten: Das 4. Weltfestival der Flechtweide und der Flechtkultur im Schatten des "größten Korbs der Welt" in der polnischen Kreisstadt Nowy Tomsyl bot eine faszinierende Weltreise durch alle Facetten dieses alten Handwerks. Die Deutsche Korbstadt war erstmals offizieller Partner und mit einer Delegation vor Ort, an der Spitze Bürgermeister Andreas Hügerich und Korbstadtkönigin Alicia I. Mit dabei waren auch die Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung unter der Federführung von Schulleiter Hans-Jürgen Lichy, der Verein Flechtwerk sowie das Zentrum Europäischer Flechtkultur (ZEF), vertreten durch Manfred Rauh.

Festival-Intendant Andrzej Pawlak betonte, die Veranstaltung sei inzwischen zu einer Marke in der Flechterszene herangewachsen. Das Festival findet nur alle vier Jahre statt und stand unter der Schirmherrschaft des polnischen Staatspräsidenten. Dessen Stellvertreter hob bei der Eröffnung hervor, dass man stolz und dankbar sei, dass die Flechtkultur so viele Blicke auf sich ziehe. Von Festival zu Festival sei die Zahl der Besucher stetig gestiegen.

Der Vize-Marschall warf die Frage auf, was Polen zu bieten habe und welche Bedeutung der Flechterei zukomme, ob sie ein Handwerk, ein Geschäft oder Kunst sei. Seine Schlussfolgerung: Flechten ist eine Form des künstlerischen Ausdrucks jedes einzelnen Flechters, und diese Individualität und Kreativität ist entscheidend.

Bürgermeister Andreas Hügerich unterstrich beim Festakt die Bedeutung der deutsch-polnischen Verbindungen: "In den vergangenen Jahren konnten wir die Organisatoren des Festivals in Nowy Tomysl bei unserem Korbmarkt begrüßen. Seitdem hat sich eine tolle Partnerschaft entwickelt."

Die Lichtenfelser Fachschule gab - ebenso wie die Fachschulen aus Frankreich und Polen - Einblick in die Wege in Aus- und Weiterbildung und bot dazu Flechtvorführungen. Die mitgebrachten Exponate zogen breite Aufmerksamkeit auf sich.

Mehr als erfolgreich waren die deutschen Teilnehmer, die bei der internationalen Vorentscheidung am Korbmarkt 2018 ausgewählt worden waren, beim zweitägigen Flechtwettbewerb. Man konnte den Flechtern zusehen und interessante Flechttechniken und -materialien anderer Kontinente kennenlernen. Sie gewannen in drei von fünf Kategorien. Auch der Grand Prix, der erste Preis über allen Kategorien, ging an die deutsche Flechterin Berit Ida. Sie ist in Lichtenfels durch ihre faszinierenden Flechtkostüme bekannt.

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