Lichtenfels
Bauausschuss

Lichtenfels soll Standort für Förderstätte für Behinderte werden

Der vierte Punkt auf der Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses sieht auf den ersten Blick nicht spektakulär aus: "Bauvoranfrage Caritas-Verband für die Erzdiözese Bamberg, Neubau einer Förderstätte an der Wittelsbacher Straße". Dahinter steckt aber ein riesiges Projekt.
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Auf dem Gelände des HPZ könnte angebaut werden. Foto: Alfred Thieret/Archiv
Auf dem Gelände des HPZ könnte angebaut werden. Foto: Alfred Thieret/Archiv
Wie Klaus Krieger, Öffentlichkeitsreferent des Caritas-Verbandes Bamberg, erklärte, steckt hinter dem Begriff Förderstätte eine Tagesstätte für Menschen mit Behinderung, die nicht in Behindertenwerkstätten arbeiten können. "Leute, die als 'nicht werkstattfähig anerkannt' sind, kommen in eine solche Einrichtung, um eine Alltagsstruktur zu bekommen", sagt Krieger. Es sei für diese Menschen wichtig, einen zweiten Lebensbereich zu haben, indem sie etwas Anderes sehen, als das Zuhause.´

Das Grundstück, auf dem die Tagesstätte gebaut werden soll, ist vielen Lichtenfelsern bekannt, handelt es sich doch um eine Wiese neben dem bereits bestehenden Heilpädagogischen Zentrum mit dem Wohnheim St. Elisabeth. "Wir würden mit der Tagesstätte eine Baulücke auf dem eigenen Grundstück schließen", sagt Krieger. Allerdings betont er auch, dass es vorerst eine Bauvoranfrage ist.

Das bedeutet, dass nun ein Entwurf vorgelegt werden wird. Wenn dieser dann vom Bauausschuss gebilligt wird, beantragt die Caritas bei der Regierung von Oberfranken einen Zuschuss für das Bauprojekt.

Diesen Zuschuss könne man nur beantragen, wenn der Bauausschuss für die Voranfrage grünes Licht gegeben hat, sagt Krieger. Ob wirklich gebaut wird, hänge natürlich von der Genehmigung und der Höhe des Zuschusses von der Regierung von Oberfranken ab.

Bewegungsabläufe antrainieren

Wenn die Tagesstätte einmal gebaut ist, können die Bewohner des HPZ, die nicht in der Behindertenwerkstätte arbeiten können, ihre Tage dort verbringen. Weitere Plätze werden Behinderten zur Verfügung stehen, die bei ihrer Familie wohnen.

In der Tagesstätte sollen Menschen mit unterschiedlich schweren Behinderungen betreut werden. Mit Physio- und Ergotherapie werden dann Bewegungsabläufe erlernt oder geübt. "Teilweise können dort Fähigkeiten antrainiert werden, mit denen der Einstieg in ein Arbeitsleben in der Werkstätte ermöglicht wird", sagt Krieger. Für andere wird es hauptsächlich darum gehen, Fähigkeiten nicht zu verlernen.

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