Lichtenfels

Mehrfamilienhaus in Oberfranken an Silvester in Flammen: Raketen als Brandursache?

Kurz nach dem Jahreswechsel musste die Feuerwehr zu zwei Einsätzen ausrücken. Einen Großeinsatz der Feuerwehr löste kurz nach Mitternacht des Neujahrstages der Brand eines Dachstuhls in einem Mehrfamilienhaus in Lichtenfels aus. In Burgkunstadt zerstörte ein Feuer eine Garage.
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Ein Mehrfamilienhaus stand in der Silvesternacht in Lichtenfels in Flammen. Foto: Frank Spitzenpfeil
Ein Mehrfamilienhaus stand in der Silvesternacht in Lichtenfels in Flammen. Foto: Frank Spitzenpfeil
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Das neue Jahr war genau 21 Minuten alt, als die Feuerwehr im Landkreis Lichtenfels zu ihrem ersten Einsatz ausrücken musste. Ein Dachstuhl des Hauses Müßigerstraße 5 in Lichtenfels war in Brand geraten. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte, dass sich das Feuer auf Nachbaranwesen ausbreiten konnte. Ihnen bleib nicht viel Zeit dafür: "Als wir vor Ort ankamen, stand der Dachstuhl schon im Vollbrand", sagt Kreisbrandrat Timm Vogler.

Brand in der Silvesternacht in Lichtenfels: Feuer frisst sich von oben nach unten

Das Feuer fraß sich von oben nach unten durch das Dach. Es scheint seinen Anfang im Bereich zweier Dachgauben genommen zu haben. Die Polizei vermutet, dass Feuerwerkskörper das Feuer ausgelöst haben könnten.

Personen wurden nicht verletzt, zum Zeitpunkt des Brandausbruches war niemand in dem Mehrfamilienwohnhaus gewesen. Das Gebäude war erst vor kurzem generalsaniert worden, es befinden sich drei Wohnungen darin, eine im Erdgeschoss, eine im ersten Stock und eine unter dem Dach. Insgesamt fünf Personen waren in dem Haus gemeldet. Die Bewohner wurden in einem Hotel in Lichtenfels untergebracht, ein Notfallseelsorger kümmerte sich um sie.

Über 100 Rettungskräfte waren im Einsatz, eine zweite Drehleiter rückte aus Ebersdorf an. "Zunächst hatten wir versucht, den Brand mit einem Innenangriff zu bekämpfen. Doch im Haus waren Fehlböden und wir wollten unsere Leute nicht in Gefahr bringen", sagt Vogler. Es bestand die Gefahr, dass sich die Böden durch das Löschwasser vollsaugen und einbrechen könnten. Deshalb musste man das Feuer mit großen Mengen Wasser von oben bekämpfen. Das führte zu erheblichen Schäden im Haus. Es ist unbewohnbar geworden.

Ob und wie das Haus zu retten ist, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Aktuell herrschen konstant Minustemperaturen, Leitungen könnten auffrieren. "Ein Feuerwehrmann hat in den Morgenstunden noch das Heizungssystem entleert." Der Schaden bewegt sich bei mehreren Hunderttausend Euro. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Burgkunstadt: Rakete explodiert in Garage - Ermittlungen gegen 18-Jährigen

Gegen 3.15 Uhr wurde der nächste Brand in Burgkunstadt gemeldet. Eine offene Garage mit einem angeschlossenen Abstellraum in der Professor-Arneth-Straße hatte Feuer gefangen. Ein 18-Jähriger hatte eine Rakete gezündet, die in der Garage explodierte. Die rund 40 Feuerwehrleute hatten die Lage schnell unter Kontrolle. Um den Flammen Sauerstoff zu entziehen und sie zu ersticken, flutete man den Abstellraum mit Schaum. Der Schaden bewegt sich bei 40 000 Euro, eine Person verletzte sich bei Löschversuchen. Gegen den jungen Mann laufen Ermittlungen.

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