Lichtenfels
Architektenwettbewerb

Lichtenfels: Ideen für Marktplatz 10 gefragt

Jetzt sind Architekten gefragt, wie man das Gebäude Marktplatz 10 umgestalten und an das Stadtschloss anbinden könnte. Prämierung ist im Oktober.
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Für das Gebäude Marktplatz 10 (links) wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Er beinhaltet die Anbindung an das dahinter liegende Stadtschloss (dessen Dach oben im Bild zu sehen ist). Foto: Popp
Für das Gebäude Marktplatz 10 (links) wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Er beinhaltet die Anbindung an das dahinter liegende Stadtschloss (dessen Dach oben im Bild zu sehen ist). Foto: Popp

Für den Umbau des Gebäudes Marktplatz 10 hat die Stadt einen Architektenwettbewerb ausgelobt. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat die Bedingungen hierzu im Detail verabschiedet. Insgesamt werden Preisgelder von 44 000 Euro bereitgestellt. Für den besten Entwurf sind 20 000 Euro vorgesehen, für Platz zwei 10 000 und für Platz drei 6000 Euro. Das Preisgericht wird am 10. Oktober tagen, anschließend werden die Ideen der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie bei solchen Verfahren üblich, muss nicht automatisch der Siegerentwurf verwirklicht werden. Die Platzierung im Wettbewerb ist ein wichtiges, aber nicht das einzige Kriterium. Letztlich entscheidet der Stadtrat. Steffen Hofmann, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Tourismus und Kultur, betonte, dass die rund 80 Anregungen, die Lichtenfelser Anfang Mai am "Tag der Städtebauförderung" hierzu abgegeben haben, an die teilnehmenden Architekten weitergeben werde. "Bürgerbeteiligung ist uns sehr wichtig."

In dem Haus befindet sich bereits die Tourist-Information. Hinzu kommen sollen Stadtbücherei und weitere Flächen für die Verwaltung. Bereits im Herbst hatte der Stadtrat für eine "Hybridlösung" votiert und damit festgelegt, dass der vordere Gebäudeteil am Marktplatz erhalten, der neuzeitliche Anbau im hinteren Bereich des Grundstücks aber abgerissen wird. Erwartet werden Pläne für Sanierung und Anbau sowie Schaffung einer Anbindung an das dahinter befindliche Stadtschloss.

Erwartungen für den "Hinterhof"

Helmar Zipp (SPD) konnte sich als einziger nicht für die Wettbewerbsidee begeistern. Wegen eines Gebäudes in einem Hinterhof sei ein solcher Aufwand nicht zu rechtfertigen, fand er und stimmte dagegen. Bernhard Christoph (Grüne) konterte, es sei ja gerade die Chance dieses Wettbewerbs, die Hinterhofsituation zu beseitigen. "Wenn die Architekten das gut hinkriegen, machen wir da ein neues Tor in der Stadt auf", betonte er.

Die Stadt beschränkt den Wettbewerb auf 20 Teilnehmer. Neun davon sind bereits gesetzt. Es handelt sich um vier Büros aus der Stadt und dem Landkreis sowie weitere aus Bayern zwischen München, Nürnberg und Würzburg. Elf zusätzliche Teilnehmer können dabei sein - melden sich mehr, wird ausgelost. Dem Preisgericht gehören vier Experten an, außerdem der Stadtbaumeister, die Büchereileiterin und der Leiter des Tourismus-Amtes. Beratend werden die drei Bürgermeister, Vertreter der Stadtratsfraktionen, der Regierung von Oberfranken sowie der Bayerngrund-GmbH (städtebauliche Beratung) fungieren.

Jeder Beitrag sollte natürlich eine Kostennennung beinhalten. Womit mit man da rechnen müsse, wollte ein Stadtrat wissen. Die Spanne könnte groß sein: "Zwischen zwei und sechs Millionen Euro ist alles drin", schätzte Stadtbaumeister Pülz.

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