Lichtenfels
Stolpersteine

Lichtenfels gedenkt der Opfer

Jetzt gehört auch Lichtenfels zu den vielen Städten in Deutschland, wo im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus Stolpersteine verlegt wurden.
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Bürgermeister Andreas Hügerich legte am Wohnhaus der Familie Oppenheimer in der Inneren Bamberger Straße Rosen nieder. Dort wurden am 9. November die ersten Stolpersteine in Lichtenfels zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt.Popp
Bürgermeister Andreas Hügerich legte am Wohnhaus der Familie Oppenheimer in der Inneren Bamberger Straße Rosen nieder. Dort wurden am 9. November die ersten Stolpersteine in Lichtenfels zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt.Popp
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Viele Menschen waren gekommen, um dabei zu sein, als in ihrer Stadt die ersten Stolpersteine im Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus verlegt wurden. Dies geschah an vier Stellen durch den Künstler Gunter Demnig selbst. Das Besondere und Berührende: Es nahmen Nachfahren jener jüdischen Mitbürger teil, die damals hatten fliehen können. Sie hatten den weiten Weg aus den Vereinigten Staaten auf sich genommen. Gemeinsam beschwor man, dass es sich nie mehr wiederholen dürfe, was vor 80 Jahren geschehen ist, dass Menschen, die Schutz bedürfen, zu Opfern werden.

Für Freitagabend, 18 Uhr, wurde zu einem ökumenischen Gebet für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit auf den Lichtenfelser Marktplatz eingeladen. Die Teilnehmer zeigen, dass Ausländerfeindlichkeit heute in dieser Stadt keinen Platz hat. Anschließend gibt es in der ehemaligen Synagoge warme Getränke. In der Nacht zum Samstag, 0.45 Uhr, erinnert eine Mahnwache zum Gedenken an die Ereignisse der Pogromnacht in Lichtenfels vor der ehemaligen Synagoge.



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