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Burgkunstadt
Bildung

Landkreis Lichtenfels will Bildungsregion werden

Der Landkreis Lichtenfels hat sich nun auch offiziell um das Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" beworben.
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Landrat Christian Meißner überreichte offiziell die Bewerbungsunterlagen an den Sprecher der Schulaufsicht, Klemens Brosig. Mit im Bild die Koordinatorin am Landratsamt, Maria Hahn.  Foto: Dieter Radziej
Landrat Christian Meißner überreichte offiziell die Bewerbungsunterlagen an den Sprecher der Schulaufsicht, Klemens Brosig. Mit im Bild die Koordinatorin am Landratsamt, Maria Hahn. Foto: Dieter Radziej
Der Landkreis Lichtenfels hat auf dem Weg zum Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" ein wichtiges Etappenziel erreicht. Das wurde beim 2. Dialogforum im Gymnasium Burgkunstadt deutlich, bei dem die Beteiligten der sechs Arbeitskreise ihre Ergebnisse vorstellten.


Ein ständiger Dialog


Landrat Christian Meißner dankte eingangs der Koordinatorin am Landratsamt, Maria Hahn. Diese arbeite schon seit 2015 sehr konstruktiv und engagiert daran, in einem ständigen Dialog Lücken in der Bildungsarbeit zu erkennen und zu schließen. Ein wichtiges Anliegen sei auch, "die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schulen zu verbessern, damit qualifizierte junge Leute in der Region eine Chance haben", verdeutlichte der Landrat. Er ermutigte die Beteiligte, am Ball zu bleiben.

Bernhard Butz vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst freute sich, dass sich im Landkreis Lichtenfels gleich sechs Arbeitskreise formierten und über das Grundkonzept hinaus sogar eigene Akzente setzten. "Vernetzen heißt auch, voneinander zu lernen", sagte Butz.
Mit dem 2. Dialogforum lege der Landkreis gleichsam das Fundament für die Bewerbung als Bildungsregion.

Dem großen Engagement zollte auch Regierungsvizepräsident Thomas Engel seine Anerkennung. Er ermutigte alle, weiterhin den Dialog zu führen und zur Optimierung der Bildung in der Region beizutragen.


Eine Aufgabe für alle


"Es muss ein gemeinsames Anliegen bleiben, der heranwachsenden Genration die besten Bildungs- und Teilhabechancen zu eröffnen, was übrigens eine Aufgabe für alle ist", so Engel. Wie schon ein bedeutsamer amerikanische Wirtschaftsmanager erkannt habe, liege der Schlüssel für eine erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung vor allem in den Klassenzimmern.

Dann wurde es spannend. Die jeweiligen Leiter stellten detailliert die sechs Säulen auf dem Weg zur Bildungsregion im Landkreis Lichtenfels ein.

Der Schulleiter des gastgebenden Gymnasiums, Thomas Meier, stellte das von seinem Team ausgewählte Thema "Übergänge organisieren und begleiten" vor. Er nannte einige Stichworte: Lesetage, Netzwerke, Medienscouts, Dialog mit weiterführenden Schulen sowie der Berufs- und Studienwelt, Kontakt mit Arbeitgebern und Bildungsträgern.

Roland Vogel vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft berichtete den Zuhörern von Bildungsangeboten und -trägern. Erfreulich sei, dass die Lichtenfelser Wirtschaft eine steigenden Bedard an qualifizierten Schulabgängern habe.


Um Talente kämpfen


Den Worten von Klaus Lahmer von der Agentur für Arbeit war zu entnehmen, "dass kein Talent verloren gehen darf und deshalb auch den jungen Menschen in besonderen Lebenslagen geholfen werden muss". Daher habe sein Arbeitskreis die Beratungs- und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderung als besonderen Schwerpunkt gesehen.

Stefan Hahn ging auf die Stärkung und Entwicklung der Bürgergesellschaft ein, wobei es vor allem auch um die Sicherung des ehrenamtlichen Engagements ging. Die Frage sei, welche Möglichkeiten für die Jugend geschaffen werden könnten, um an der Zukunftsgestaltung mitzuwirken.

Bürgermeister Andreas Hügerich stellte mit den "Herausforderungen des demografischen Wandels" die Ergebnisse seiner Gruppe vor, und nannte dabei nur einige Begriffe wie Ehrenamt, Familie, Flüchtlinge, Schule und Digitalisierung. Der Schlüssel zum Erfolg liege dabei in der Bildung. Alle seien aufgefordert, diesen Wandel mit passgenauen Bildungsangeboten, die auch auf die Familien zugeschnitten sind, zu begleiten. Der Landkreis Lichtenfels müsse gleichsam als Wohlfühlstandort empfunden werden, hierzu könnten Wirtschaft und Kommunen gleichermaßen beitragen.

Wie Mittelschulen weiterentwickelt und gestärkt werden können, zeigte der Leiter des Staatlichen Schulamts Lichtenfels, Norbert Hauck, auf. Wichtig sei, die Sprachförderung für Schüler mit Migrationshintergrund zu verbessern. Auch müssten Anstrengungen unternommen werden, die Anforderungen der digitalisierten Welt zu meistern.


"Sehr gut aufgestellt"


Nach diesen umfassenden Informationen aus der Arbeit der Arbeitskreise gab Landrat Christian Meißner bekannt, dass der Jugendhilfeausschuss dem Konzept zugestimmt habe. Er überreichte offiziell die Bewerbungsunterlagen an den Sprecher der Konferenz der Schulaufsicht, Klemens Brosig.

Brosig betonte, dass der Landkreis Lichtenfels zwar zu den kleineren in Bayern zähle, aber sehr gut aufgestellt sei: "Jeder sollte erkennen, dass die Jugend unsere Zukunft sichert."
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