Burgkunstadt
Amtseinführung

"Kuschter Madla" die Nummer 1 am Gymnasium

Die Bilderbuchkarriere der Lydia Münch: von der Schülerin des Burgkunstadter Gymnasiums zu seiner Leiterin.
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Aus der Bayern-Hymne "Stern des Südens" machte der Lehrerchor ein "Kuschter Madla". Damit ließen die Pädagogen ihre neue Chefin (vorne, Dritte von links) hochleben.  Fotos: Stephan Stöckel
Aus der Bayern-Hymne "Stern des Südens" machte der Lehrerchor ein "Kuschter Madla". Damit ließen die Pädagogen ihre neue Chefin (vorne, Dritte von links) hochleben. Fotos: Stephan Stöckel
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Ihr Herz schlägt für Badminton, den FC Bayern sowie die Fächer Sport und Mathematik. Ihr pädagogischer Heimatverein ist das Gymnasium Burgkunstadt, deren Geschicke sie seit Beginn des Schuljahres als neue Spielführerin leitet.

"Die Münch Lydia, Chef Gymbuku, sie wird niemals untergehen, weil wir in guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen", versprach ein vielstimmiger Lehrerchor seiner neuen Chefin zur gestrigen Amtseinführung. Ergriffen vom Gemeinschaftsgefühl reihte sich die Schulleiterin armeschwenkend in die pädagogische Singgemeinschaft mit ein, die der 58-jährigen Bayern-Anhängerin ein ganz originelles Geschenk gemacht hatte: Aus der Bayern-Hymne "Stern des Südens" wurde ein Lobgesang auf die neue Amtsträgerin, das "Kuschter Madla", so der Name des Liedes.

Es war eine heitere Festveranstaltung, bei der sich das sportliche Vokabular wie ein roter Faden durch die Reden zog und die Oberstudiendirektorin mit allerhand Vorschusslorbeeren bedacht wurde. Das Wort vom Triple oder dem Hattrick machte immer wieder die Runde. Eva Vollmuth, Mitarbeiterin in der Schulleitung, Elternbeiratsvorsitzender Mathias Heppner und Studiendirektorin Bettina Langhojer nahmen es in den Mund. "Als Mitarbeiterin in der Schulleitung fing es an. Dann wurdest du Stellvertreterin und jetzt bist du Schulleiterin." Von der Schülerin des Gymnasiums Burgkunstadt zur Schulleiterin desselbigen - so könnte man den Lebensweg der verdienten Pädagogin überschreiben.

Sie gehörte 1974, dem Gründungsjahr der Schule, zum ersten Schülerjahrgang.Die frischgebackene Rektorin verriet, dass sie einem ihrer Vorgänger, ihren beruflichen Werdegang zu verdanken, habe: "Harald Kobelt hat mich mit klaren Worten darin bestärkt, Sport und Mathematik in Bayreuth zu studieren." Bereits als kleines Mädchen habe sie mit ihrer jüngeren Schwester Doris Schule gespielt. Bereits in der fünften Klasse, sei ihr klar gewesen, dass sie einmal ihre Lieblingsfächer Sport und Mathematik studieren werde. Mit einem Augenzwinkern erklärte sie, dass die in ihrem Leben nicht weit gekommen sei: "Ich wurde in Burgkunstadt in der Kirchleiner Straße geboren und arbeite jetzt in der Kirchleiner Straße 18."

Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken, Harald Vorleuter, würdigte ihre ausgeprägte pädagogische Befähigung, ihren Ideenreichtum und ihren nie versiegenden Elan. "Prägen Sie das Gymnasium Burgkunstadt und führen Sie es in eine gute Zukunft", sagte er. Eva Vollmuth und die drei Schülersprecher Thomas Keberlein, Benjamin Naderi-Asrami und David Rinker überraschten Münch jeweils mit Trikots.

Sie ist nach Walther Zimmermann, Harald Kobelt, Werner Fischer und Thomas Maier die erste Frau an der Spitze der Burgkunstadter Bildungseinrichtung.

Die Klassensprecher hatten der frischgebackenen Schulleiterin jede Menge Wünsche für ihre Amtszeit mitgebracht. Die einen wünschten eine schöne Amtszeit und erfolgreiche Jahre für sie und ihren FC Bayern, die anderen artige Kinder und dass sie nicht so viele Verweise ausstellen müsse. Stellvertretender Landrat Helmut Fischer und Vorsitzender Konrad Herold vom Förderverein wünschten Münch viel Erfolg als neue Rektorin am Gymnasium Burgkunstadt.

Ab Februar nächsten Jahres wird ein weibliches Triumvirat die Schule leiten, wie Münch bekanntgab: "Oberstufenkoordinatorin Ingelore Dück, wird meine Stellvertreterin. Dritte im Bunde bleibt Oberstudienrätin Eva Vollmuth als Mitarbeiterin der Schulleitung." Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Schulbigband unter der Leitung von Musiklehrer Matthias Reuß und von Pascal Krybus aus der elften Jahrgangstufe am Marimbaphon.

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