Altenkunstadt
Gemeinderat

Kosten der Altenkunstadter Grundschulsanierung im Auge behalten

Die Aufstellung eines monatlichen Soll/Ist-Vergleiches bei der Generalsanierung der Grundschule soll helfen.
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Die Grundschule wird saniert. Mitarbeiter der Firma Dechant bauen eine Heizzentrale für die Hackschnitzelheizung. Derzeit werden die Wände eingeschalt, bewehrt und einbetoniert.  Foto: Stephan Stöckel
Die Grundschule wird saniert. Mitarbeiter der Firma Dechant bauen eine Heizzentrale für die Hackschnitzelheizung. Derzeit werden die Wände eingeschalt, bewehrt und einbetoniert. Foto: Stephan Stöckel

Die Bauarbeiten für die Generalsanierung der Grundschule sind in vollem Gange. Derzeit ist das Weismainer Bauunternehmen Dechant damit beschäftigt, die Heizzentrale für die Hackschnitzelheizung zu bauen, die Ende März nächsten Jahres fertiggestellt sein soll. Der Gemeinderat beschäftigte sich in seiner Jahresabschlusssitzung am Dienstagabend mit der finanziellen Seite der Sanierungsmaßnahme.

Einstimmig beschloss das Gremium auf Antrag der Jungen Wähler Union (JWU) in seiner Jahresschlusssitzung die Aufstellung eines monatlichen Soll/Ist-Vergleiches zur Generalsanierung der Grundschule Altenkunstadt. Die in den verschiedenen Gewerken angefallenen Kosten werden den veranschlagten Kosten gegenübergestellt. Das soll zu Kostentransparenz führen. Mit dem einstimmigen Votum für eine solche Aufstellung ging ein langgehegter Wunsch der Wählervereinigung in Erfüllung.

Jugendparlament kommt

Grünes Licht gab es für die Einrichtung eines interkommunalen Jugendparlamentes der Nachbarkommunen Alten- und Burgkunstadt sowie Weismain. Ein entsprechendes Konzept hatten die drei Jugendbeauftragten Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne/Altenkunstadt), Janine Brunecker (Gemeinschaft Unabhängiger Bürger/Weismain) und Marco Hennemann (CSU/Burgkunstadt) ausgearbeitet. Die Mitglieder des Jugendparlaments sollen in der Woche vor der Kommunalwahl am 15. März gewählt werden. Ludwig Winkler von den Freien Bürger der Ortsteile (FBO) fragte sich, ob die Wahlvorbereitungen angesichts der engen Zeitschiene überhaupt zu schultern seien. Dittrich erwiderte, dass man den Zeitpunkt mit Bedacht gewählt habe. "Im zweijährigen Turnus soll das Gremium seinen Standort wechseln. Außerdem sitzt jeweils ein Jugendsprecher im Gemeinde- bzw. Stadtrat der drei Kommunen. Da bietet sich eine sechsjährige Legislaturperiode geradezu an", lautete ihre Begründung. Zudem sei es auch eine Wertschätzung gegenüber den Kindern und Jugendlichen, fast zeitgleich mit den Erwachsenen wählen zu dürfen.

Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) informierte darüber, dass die Geschäftsstellenleiter der drei Kommunen wegen des Jugendparlaments bereits in Kontakt stünden. Zudem erfolge eine Prüfung mit der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Landratsamt.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat erstmalig einen Doppelhaushalt für die Jahre 2018 und 2019 verabschiedet. Jetzt legte Kämmerer Stefan Deuerling die Jahresrechnung 2018 vor. "Es gibt keine großen Abweichungen zum Haushaltsplan", erklärte der Experte im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Zahlenwerk schließt in Einnahmen und Ausgaben mit einer Gesamtsumme von rund 16,9 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 11,39 und auf den Vermögenshaushalt 5,49 Millionen Euro. Bei der Gewerbesteuer kam es nach Auskunft des Referenten zu einem leichten Plus von 1,9 auf 2,1 Millionen Euro. Den Schuldenstand bezifferte er auf 1,1, die Rücklagen auf 1,3 Millionen Euro.

Deuerling warf auch einen Blick auf den Haushalt 2019. Er werde dominiert von Maßnahmen aus den Vorjahren, wie der Generalsanierung der Grundschule, der Erneuerung der Wasser- und Kanalleitung in der Weismainer Straße, der Abwasserbeseitigung in den Ortsteilen Spiesberg, Zeublitz und Pfaffendorf sowie dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK).

Finanzschwäche attestiert

Der Erhalt von Schlüsselzuweisungen zeige, so Deuerling dass die Gemeinde Altenkunstadt finanzschwach sei. "Nur durch den Abbau von Schulden und die dadurch einhergehende Verminderung der Zins- und Tilgungsbelastung konnte die Gemeinde Altenkunstadt trotz ihrer im Verhältnis geringen Einnahmen eine solide Haushaltspolitik betreiben", hob der Redner hervor. Thorsten J. Schmidtke von den Jungen Bürgern (JB), der persönlich nicht anwesend war, legt aus privaten Gründen sein Gemeinderatsmandat nieder. Listennachfolger ist Alexander Jung.

Bürgermeister Robert Hümmer zog in seinem Jahresrückblick eine positive Bilanz. Man habe viele Maßnahmen, angefangen von der Generalsanierung der Grundschule über die Gestaltung der neuen Mitte bis hin zum Mühlrad für die Neue Mühle, dessen Ausschreibung gerade laufe, auf den Weg gebracht. Seinen Stellvertretern Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) und Almut Schuhmann (SPD) dankte er für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Ein Häuptling ist nur so gut wie seine Indianer", lobte Deuerling die Arbeit der Rathausangestellten. Dem Bürgermeister riet er, die Fraktionen noch stärker einzubinden und mitzunehmen.

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