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Lichtenfels
Corona-Krise

Klinikum Lichtenfels baut Zahl der Intensivbetten aus

Der Ernstfall wird kommen - wie Regiomed in Lichtenfels sich darauf vorbereitet.
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Das Team der Notaufnahme kümmert sich in zusätzlich eingerichteten Bereichen um neu ankommende Notfallpatienten - hier im Regiomed-Klinikum Lichtenfels. Foto: Regiomed
Das Team der Notaufnahme kümmert sich in zusätzlich eingerichteten Bereichen um neu ankommende Notfallpatienten - hier im Regiomed-Klinikum Lichtenfels. Foto: Regiomed

Klare Absprachen, kurze Abstimmungswege und ganz viel Engagement bei allen Mitarbeitern - so bereiten sich die Regiomed-Einrichtungen laut einer Pressemitteilung aktuell auf den Ernstfall vor. "Wir müssen uns jetzt darauf einstellen, dass wir in sehr kurzer Zeit sehr viele Corona-Patienten betreuen werden - viele davon werden intensivmedizinische Versorgung benötigen und sogar beatmet werden müssen", erklärt Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke.

Entscheidend sei es daher, die Intensivkapazitäten so schnell wie möglich zu erweitern und - mit viel Augenmaß - zu prüfen, ob planbare Eingriffe, wie z.B. das Einsetzen künstlicher Hüft- oder Kniegelenke, verschoben werden könnten.

Weitere Beatmungsgeräte

"Wenn wir jetzt durch solche Maßnahmen Intensivbetten freihalten, stehen sie im Ernstfall für Erkrankte mit Covid-19 und für andere Notfallpatienten zur Verfügung", erklärt der Ärztliche Direktor des Klinikums Coburg, Prof. Stefan Piltz. Geplant sei außerdem eine Umwidmung von Betten aus dem Intermediate Care-Bereich (IMC) zu Intensivplätzen. Dazu bemühe man sich gerade, trotz bereits bestehender Lieferengpässe weitere Beatmungsgeräte anzuschaffen. Auch vorhandene Narkosegeräte könne man teilweise dafür nutzen.

"Ganz wichtig ist jetzt auch der Blick über den eigenen Tellerrand", erklärt Piltz. Die Zusammenarbeit im Verbund sei in dieser Situation eine große Chance. "Werden an einem Standort die Betten knapp, können Patienten in einer der anderen Verbundkliniken behandelt werden." Auch Ärzte und Pflegepersonal könnten zwischen den Einrichtungen wechseln, um mögliche Engpässe aufzufangen. Auch mit den Gesundheitsämtern der Landkreise Coburg, Hildburghausen, Lichtenfels und Sonneberg stimme man sich eng ab. "Wenn es richtig eng werden sollte, haben uns auch Reha-Klinken in der Region bereits Unterstützung mit Personal oder freien Betten in Aussicht gestellt." Im absoluten Notfall sei es auch möglich, innerhalb von zwei Tagen im Altbau des Klinikums Lichtenfels bettenführende Bereiche einzurichten. Die Vorkehrungen hierfür würden derzeit getroffen.

Um Personal und Patienten so gut wie möglich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, bekommen alle ankommenden Notfallpatienten nun bereits in den Eingangsbereichen der Regiomed-Kliniken eine erste Einschätzung mithilfe einer sogenannten Corona-Triage. Dabei werden sie u. a. befragt, welche Symptome sie haben, ob sie Kontakt zu einem Infizierten hatten oder sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Auf diese Weise können Corona-Verdachtsfälle bereits vor Betreten der Klinik erkannt und einer gesonderten Behandlung zugeführt werden.

"Der Zusammenhalt, den wir gerade spüren - in der Region und im Verbund - ist uns eine große Stütze", betont Schmidtke. Besonders ermutige ihn aber das Engagement der Beschäftigten. "Ich bin beeindruckt, wie sie Seite an Seite parat stehen, um auch in der Corona-Krise für unsere Patienten da zu sein. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken."red