Rothmannsthal
Garten

Kleine Paradiese auf dem Jura

In Eichig und Rothmannsthal gibt es am am Sonntag, 24. Juni, offene Gartentüren und Führungen durch das Felsenlabyrinth.
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Naturnahe Paradiese: Die Gärten auf dem Jura zeichnen sich durch viele Besonderheiten aus. Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer
Naturnahe Paradiese: Die Gärten auf dem Jura zeichnen sich durch viele Besonderheiten aus. Landratsamt Lichtenfels/Heidi Bauer
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"Der "Tag der offenen Gartentür" ist bei vielen Gartenfreunden beliebt. Die Leute besuchen die Dörfer und nutzen die Gelegenheit, die Gärten zu inspizieren. Das ist eine prima Gelegenheit, den Ort zu präsentieren", findet Landrat Christian Meißner, der auch Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege ist. Anfang dieser Woche stattete er Rothmannsthal im Vorgriff auf den "Tag der offenen Gartentür" am Sonntag, 24. Juni, eine Stippvisite ab.

Die Veranstaltung bietet alljährlich eine ideale Möglichkeit, zu sehen, wie andere ihren Garten gestalten und pflegen. Dabei kann man sich viele Tipps und Anregungen holen. Wie der Leiter der Umweltstation des Landkreises Lichtenfels in Weismain und Kreisfachberater für Gartenbau, Michael Stromer, informierte, öffnen 2018 dazu gleich in zwei Dörfer, nämlich in Eichig und Rothmannsthal, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr ihre Gärten. Er hat gemeinsam mit den beiden örtlichen Gartenbauvereinen den Tag organisatorisch vorbereitet.

Stromer betont, dass die Gärten auf dem Jura besonders wegen ihrer Vielseitigkeit einen Besuch wert seien. Mit dem "Tag der offenen Gartentür" wolle der Kreisverband zeigen, in welch kleine Paradiese sich Gärten mit ein wenig Liebe und Leidenschaft verwandeln lassen. "Obwohl heuer in den Gärten alles früher dran ist und beispielsweise die Rosen vielerorts schon am Verblühen sind, ist es doch jeder Garten wert, entdeckt und näher betrachtet zu werden", findet Stromer.

Respekt und Dank zollte Landrat Christian Meißner den teilnehmenden Familien für ihre Mühen. Als Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege sei es für ihn immer wieder schön, zu beobachten, wie sich die Geschichte eines Ortes und die Vorlieben der Eigentümer gerade in den Gärten ablesen lassen. Gärten prägen ganz wesentlich das Gesicht der Dörfer und damit der gesamten Region. Das zeige sich auch bei den Gärten in Rothmannsthal und Eichig.

Alle teilnehmenden Gärten sind am Sonntag mit einer Fahne gekennzeichnet und am Eingang zu jedem Anwesen wird ein kurzer Text über den jeweiligen Garten informieren. Darüber hinaus liegen Ortspläne aus, in denen die Gärten verzeichnet sind.


Bus-Shuttle

Eichig und Rothmannsthal liegen nur einen Kilometer auseinander und können gut zu Fuß "erlaufen" werden. Darüber hinaus bietet der Kreisverband zwischen 11 und 16 Uhr einen Bus-Shuttle an, sodass die Besucherinnen und Besucher ihre Autos einfach stehen lassen können. Die Fahrt kostet 50 Cent.


Bewirtung am Dorfplatz Eichig

Die beiden Gartenbauvereine der Ortschaften laden am Dorfplatz von Eichig zu Speisen und Getränken ein und freuen sich darauf, ihre Gäste mit selbstgemachten Kuchen verwöhnen zu können.
Toiletten stehen im alten Schulhaus in Rothmannsthal und im Feuerwehrhaus in Eichig zur Verfügung. Bei einem Rundgang kann auch ein Blick in die beiden Kirchen und in die besonders tiefen Dorfbrunnen geworfen werden.


Führung im Felsengarten

Für viele unbekannt dürfte der Eichiger Felsengarten sein, auch Märchenwald oder Felsenlabyrinth genannt. Bei einem Tag der offenen Gartentür darf dieser besondere Garten natürlich nicht fehlen. Um 14 Uhr wird der frühere Kreisfachberater Josef Schröder eine Führung durch den Felsengarten anbieten, bei der man auch Wissenswertes über die Entstehung der bizarren Felsformationen erfährt. Treffpunkt hierzu ist der Brunnen in Eichig.
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