Lichtenfels
Ferienprogramm

Kleine Detektive ermitteln im Stadtmuseum

"Tatort Museum" lautete das Motto des Ferienprogramms der Museen im Landkreis. Im Lichtenfelser Stadtmuseum ermittelten die kleinen Detektive erfolgreich im Fall der verschwundenen Korbstadtköniginnenkrone.
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Die Überraschung ist groß, als die Krone der Korbstadtkönigin endlich gefunden ist.Fotos: Gerda Völk
Die Überraschung ist groß, als die Krone der Korbstadtkönigin endlich gefunden ist.Fotos: Gerda Völk
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Im Stadtmuseum treibt offenbar ein unbekannter Dieb sein Unwesen. Aus den Toiletten sind Seife und Papierhandtücher verschwunden, aus der Teeküche Löffel und Spülschwamm und Christian Greiner, der seit Mai bei der Stadt als Volontär beschäftigt ist, vermisst Bleistift, Kugelschreiber und Taschenrechner. Was aber Stadtarchivarin Christine Wittenbauer völlig aus der Fassung bringt, ist das jetzt auch noch die Krone der Korbstadtkönigin vermisst wird. Warum das ausgerechnet jetzt so schlimm ist, das kann die kleine Lisa beantworten. "Weil bald der Korbmarkt ist", erklärt sie.

Dennoch hat Christine Wittenbauer Glück im Unglück. Im Stadtmuseum sind zufällig gerade 18 kleine Detektive im Alter zwischen sieben und zehn Jahren anwesend, die sich auf die Suche nach der verschwundenen Krone begeben können. Und wie es ausschaut haben einige von ihnen bereits bei ähnlichen Veranstaltungen im Ferienprogramm der Museen des Landkreises, das heuer unter dem Motto Tatort Museum steht, Erfahrungen gesammelt.

Aufnahmeprüfung für Detektive

Auch im Stadtmuseum müssen die Kinder zunächst ihr kriminalistisches Wissen unter Beweis stellen, eine Art Aufnahmeprüfung als Meisterdetektiv. Dass Sherlock Holmes ein überaus begabter Detektiv ist und nicht Justin Bieber wissen alle. Auch dass ein Dieb, um unerkannt zu bleiben eher eine Clownsmaske tragen würde, als ein Bügeleisen ist eigentlich logisch.

Nach dem Quiz geht es am Tatort auf Spurensuche. An der Vitrine finden sich Fingerabdrücke, am Boden Fußabdrücke. Ein Größenvergleich ergibt, dass diese durchaus auch von Christine Wittenbauer, ihrer Mitarbeiterin Maria Barnickel oder von Volontär Christian Greiner stammen könnte. Aber der Dieb wurde von der Putzfrau gesehen. Und diese beschreibt ihn als einen Mann um die 60 Jahre mit langen blonden Haaren, einer Narbe auf der rechten Wange, dicht zusammenstehenden buschigen Augenbraunen, einem schiefen Mund und einer Zahnlücke in der Mitte. Außerdem trug der Verdächtige ausgefranste, zerrissene Jeans. Nach dieser Beschreibung fertigen die Nachwuchsdetektive ein Phantombild an.

Als Spur dienen auch die Fingerabdrücke an der Vitrine. Um die Anwesenden als Täter auszuschließen wird von jedem Kind ein Fingerabdruck genommen. Auch die Vertreterin der heimischen Presse kann sich dem nicht entziehen. Ein Vergleich am Tatort ergibt, es ist "fast" der gleiche Fingerabdruck. "Aber nur fast der gleiche", stellt Sebastian fest. Damit scheidet die Pressevertreterin schon mal aus. Doch wem gehören die Fußspuren?

Auf jeden Fall keinem Tier, wie ein Vergleich ergibt. Und ein Neandertaler war es auch nicht. "Der lebt schon seit langen nicht mehr", klärt Wittenbauer auf. Der entscheidende Hinweis nach dem Verbleib der Krone ergibt sich erst nach der Entschlüsselung einer Geheimschrift. Korbinian lautet das Lösungswort. "Doch wo im Museum befindet sich der Korbinian?", will Wittenbauer wissen. Des Rätsels Lösung lässt nicht lange auf sich warten. Und tatsächlich: Im Korb von Korbinian befindet sich die gesuchte Krone und als Finderlohn noch eine süße Belohnung für jeden Nachwuchsdetektiv.

"Das Motto "Tatort Museum" des Ferienprogramms der Museen wurde sehr gut angenommen", freut sich Stadtarchivarin Christine Wittenbauer. Davon können auch die teilnehmenden Kinder berichten.
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