Kloster Banz
Lieder auf Banz

Klangvolles Meeting mit den Medienvertretern

Man darf sich freuen auf die "Lieder auf Banz" 2018: In einer Pressekonferenz gaben Veranstalter und Mitwirkende einen vielversprechenden Ausblick.
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Einen Vorgeschmack auf die "Lieder auf Banz" im Sommer 2018 gab es bei der Pressekonferenz. Die Sänger von Viva Voce legten sich dabei schon ins Zeug.  Foto: Birgit Kunig
Einen Vorgeschmack auf die "Lieder auf Banz" im Sommer 2018 gab es bei der Pressekonferenz. Die Sänger von Viva Voce legten sich dabei schon ins Zeug. Foto: Birgit Kunig
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Die gut gelaunten Burschen von Viva Voce eröffneten das Pressegespräch im Vorfeld der nächsten "Lieder auf Banz" mit klangvoller, charmanter Untermalung. "Wohlauf die Luft geht frisch und rein" und den neuen-alten Fraeggie in aufgepeppter Version schmetterte das Ensemble frisch fröhlich frei dahin. Der Refrain"Lieber Gott, wir wollen Dir danken, dass wir zuhause sind in Franken" war eine gute Überleitung zum eigentlichen Thema, nämlich den Wohlfühlcharakter des Events auf der Klosterwiese fortzuführen.

Mit launigen Worten lobte Michael Möslein, Leiter der Hanns-Seidl-Stifung, die professionelle und kollegiale Zusammenarbeit mit dem neuen Veranstalterduo, dem Ehepaar Heyder vom Bamberger Veranstaltungsservice. Sowie den künstlerischen Leiter Thomas Schimm, der ein ehemaliges Viva-Voce-Mitglied ist, und es sichtlich genoss, seine Jungs singen zu hören. Dass es sich um einen Glücksgriff handelt, mit dem man weiterhin Erfolgsgeschichte schreiben will, konnte Möslein gar nicht oft genug betonen. Genauso wie die Aussage, als politische Stiftung sei die Organisation eines Openairs eigentlich eine Zusatzaufgabe - man sei schließlich keine Künstleragentur. Dennoch angenehm und wichtig sei die Nachwuchs- und Kulturförderung, hier die Förderung junger Liedermacher im Rahmen des Nachwuchsförderpreises. "Die Hanns-Seidl-Stiftung ist gerne bereit, sich bei den "Liedern auf Banz" ebenso aktiv zu beteiligen, wie das bei den Songs 30 Jahre der Fall war - nur eben mit viel mehr Freude."
Mit 5000 Euro Preisgeld pro Gewinner(-gruppe) werde am Modell 2017 festgehalten, auch daran, dass es nur noch drei Preisträger geben solle. Es sei noch alles offen, die Frist laufe noch bis Januar 2017 .Man habe wahnsinnig viele Bewerber. "Und es dürfen nur deutschsprachige Liedermacher sein" erklärte er zur Frage von Anna Bornschlegel vom Bamberger Veranstaltungsservice, nach welchen Kriterien man mittlerweile auswähle. Leider habe man letztes Jahr schon einer brillant singenden 16-Jährigen absagen müssen, weil sie nur englische Texte singt.
Als harmonisch habe sich der Plan erwiesen, die Neuen, sprich die Gewinner, im gleichen Programm wie die alten Hasen zu präsentieren.
Man hoffe und gehe davon aus, dass der Bayrische Rundfunk wie bisher die Abende aufzeichnen und in einer Sendung ausstrahlen werde. "Der Weg für einen Liedermacher ist steinig genug." Eine Berichterstattung in dieser Form könne einen Künstler extrem pushen, was von Thomas Schimm aus eigener Erfahrung bekräftigen konnte.
Staffelsteins Bürgermeister Kohmann war 2017 eigenen Worten zufolge "extrem angespannt, dass ' Lieder auf Banz' genauso erfolgreich werden würden wie die Songs". Zum Glück sei dies der Fall gewesen. "Die fröhliche, friedliche, freundliche Stimmung" dank der neuen Organisation sei beeindruckend gewesen. Und ihm sei ein Stein von Herzen gefallen, ob des "wunderbaren Miteinanders" der Gäste und der Veranstalter mit der Stadt Bad Staffelstein.
"Ja, wir wurden ins kalte Wasser geschmissen", so Gaby Heyder seitens des Veranstalters. Innerhalb von vier Wochen habe man das neue Konzept aus dem Boden gestampft. Man versuche, die Konzeption des Openairs positiv weiterzuentwickeln. Alles wäre ohnehin nicht möglich gewesen ohne die offene, herzliche Atmosphäre zwischen dem Veranstalter und der Stadt sowie den Behörden, Feuerwehr, Ordnungsamt und Polizei. "Den Bauhof muss ich über den grünen Klee loben" , zeigte sie sich angetan von dessen Unterstützung. Bei anderen Städten und Veranstaltungsorten sei dies nicht selbstverständlich; vielerorts würden Steine in den Weg gelegt. Auch von der Kommunikation mit dem Publikum, den Künstlern und deren Miteinander und Kollegialität zeigte sie sich begeistert. Beeindruckend sei zum einen die Dankbarkeit der Künstler gewesen, aber auch, wie viele sich für heuer bereits wieder beworben hätten. Dies zeige den enormen Stellenwert der "Lieder auf Banz" in der Liedermacherszene.
Was kommt? Was bleibt? Für das Publikum solle es noch komfortabler bezüglich Einlass und Sitzplätzen werden. Das neue Konzept mit Zugang beim Klettergarten habe sich aber bewährt, "um lange Schlangen wie in der hohlen Gasse zu vermeiden". Auch Rollstuhlfahrern bzw. Schwerbehinderten solle der Eingang erleichtert und das Platzangebot der Klosterwiese noch erweitert werden. Daran werde unentwegt gefeilt. Auch für Zuschauer ohne Behindertenausweis, aber mit kurzfristigen, körperlichen Einschränkungen, solle es Erleichterungen geben.

Als Zugpferde darf man sich laut dem künstlerischem Leiter 2018 freuen auf Reinhard Fendrich, der zum ersten Mal dabei sein wird, Konstantin Wecker und Bodo Wartke, den viele noch als Moderator und Conférencier auf der Klosterwiese kennen. Pippo Pollina ist mit seinen zarten Balladen den Banzianern ebenso bekannt wie Anna Deppenbusch. Ihre Geschichten geformt aus Wahrheiten, Phantasie und Ironie sind voller Brüche, die sie mit einem Augenzwinkern widergibt. Wenn Andreas Kümmert kommt, werde sich auch das jugendlichere Publikum angesprochen fühlen. Mit grandioser Blues/Rock/Soul-Stimme möchte der einstige "Voice of Germany"- Gewinner zeigen, dass er sich als Ausnahme-Live-Künstler etabliert hat. Michael Fitz ist zwar ein alter Hase in der Liedermacherszene, aber auf Banz war er noch nie. Bei seinem Auftritt werde er mitten aus Leben erzählen, hieß es in der Pressekonferenz.

Die Bewerbungen für den Nachwuchsförderpreis sind an die Hanns-Seidel-Stiftung, Institut für Begabtenförderung, zu Händen von Professor Hans-Peter Niedermeier, Postfach 190846, 80608 München, zu richten; Tel. (089) 1258-272, E-Mail: weiss-r@hss.de

Karten gibt es an allen angeschlossenen Vorverkaufsstellen sowie unter www.kartenkiosk-bamberg.de, www.eventim.de, www.adticket.de. Außerdem in Bad Staffelstein beim Kur- und Tourismusservice sowie unter Tel. (0951) 23837.
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