Lichtenfels
Erlebnis

Kinder aus dem Landkreis Lichtenfels entwickelten am wackeligen Turm ein Wir-Gefühl

Bei der Ferienaktion des Landkreises Lichtenfels zählte Teamwork. Mutige kletterten bis zu acht Meter hoch.
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Nur gemeinsam als "Menschenkette" konnten die Kinder diesen Parcoursteil meistern. Foto: Mario Deller
Nur gemeinsam als "Menschenkette" konnten die Kinder diesen Parcoursteil meistern. Foto: Mario Deller

Adrenalinstöße in acht Metern Höhe, eine Menge Spaß und vor allem eine wichtige Botschaft, die in Zeiten der um sich greifenden Ichbezogenheit eine besondere Bedeutung hat: Viele Eindrücke nahmen die 15 Jungen und Mädchen aus dem Landkreis mit, die im Rahmen des Ferienprogramms der Kommunalen Jugendarbeit kurzweilige Stunden auf der Anlage des Don-Bosco-Jugendwerks in Bamberg verbrachten.

Nach gemeinsamer Zugreise ab Lichtenfels mit den beiden Begleiterinnen der Kommunalen Jugendarbeit und einem anschließenden Fußmarsch durch die Domstadt fiel der Blick der teilnehmenden Kinder freilich gleich auf den imposanten Hochseilbereich des Geländes des Don-Bosco-Werkes. Für die mutigeren Naturen unter den Jungen und Mädchen hatte Bernd Engelbrecht, der zusammen mit Fabian Rieger - beide erfahrene Trainer in Bereichen rund ums Klettern und Hochseil - die Ferienaktion leitete, eine gute Nachricht: "Da dürft ihr später auch hinauf, aber alles nach der Reihe."

Quasi als "Warmup" stellten sich die Schüler auf aneinandergereihte Getränkekisten, um sodann die Position zu wechseln, alphabetisch nach Vornamen und ohne dabei den Boden zu berühren. Das gleiche Spiel wurde in anderer Variante wiederholt, nun nach Anzahl der Nasen in den Familien der Kinder, wozu freilich nicht nur Eltern oder Geschwister, sondern auch Hund, Katze oder Meerschweinchen oder im Falle eines Mädchens 30 Hühner zählten. Spätestens jetzt, wo die Kinder erzählten, wie lebhaft es bei ihnen in Haus und Hof zugeht, war das Eis gebrochen und es entwickelt sich ein Teamgeist.

Gegenseitig geholfen

Und gerade auf den kam es bei den Herausforderungen, die auf die in zwei Gruppen aufgeteilten Kinder nun warteten, in erster Linie an. Bei einem Parcoursteil bestand die Aufgabe darin, auf Baumstämmen laufend eine Strecke zu überwinden, ohne dass auch nur einer in der Gruppe absteigen musste. Weil es auf dem Weg aber teilweise über mehrere Meter hinweg keine Festhaltemöglichkeiten gibt, war dies nur zu schaffen, indem sich die Kinder gegenseitig halfen und mit ihren Händen eine "Kette" bildeten.

Anschließend wurden den Kindern Sicherheitsgurte und Helme angelegt, denn nun ging es hoch hinaus bei dem Vorhaben, einen möglichst hohen Turm aus Getränkekästen zu stapeln und sich obendrauf zu stellen. Alleine wäre hier spätestens nach drei, vier Kästen Schluss. Aber indem die anderen Kinder beziehungsweise die beiden Betreuerinnen Hannah und Marie dann die nächsten Kiste hochreichten, schaffte mancher Klettermax sogar einen Turm aus neun oder gar zehn Kisten.

Stolze Kinder

Wenn dieser - durch die Sicherungsseile drohte den kleinen Kletterern ja keine Gefahr - irgendwie mit einem lauten Poltern umfiel, wurde dies mit Gelächter und Applaus kommentiert. Auch im Hochseilbereich konnte dank des Seilsicherungssystems nichts passieren. So manches Kind berichtete später stolz den Eltern, dass es sogar die Acht-Meter-Marke geschafft hatte.

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