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Altenkunstadt
Kommunalwahlen

Junge Bürger wollen ins Altenkunstadter Rathaus

Die politische Landschaft in Altenkunstadt wird bunter. Die "Jungen Bürger" verstehen sich als Sammelbecken und Sprachrohr für die jüngere Generation in Altenkunstadt. Sie stehen kurz vor der Gründung.
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Als Sprachrohr der jüngeren Generationen verstehen sich (von links) Max Böhling, Thorsten J. Schmidtke, Viktor Balzer und Christian Schnapp. Gemeinsam wollen sie die "Jungen Bürger" aus der Taufe heben, die mit einer eigenen List bei der Gemeinderatswahl 2014 antreten wollen.  Foto: Stephan Stöckel
Als Sprachrohr der jüngeren Generationen verstehen sich (von links) Max Böhling, Thorsten J. Schmidtke, Viktor Balzer und Christian Schnapp. Gemeinsam wollen sie die "Jungen Bürger" aus der Taufe heben, die mit einer eigenen List bei der Gemeinderatswahl 2014 antreten wollen. Foto: Stephan Stöckel
Mitglieder der Jungen Union (JU) wollen die Wählergruppierung Junge Bürger (JB) ins Leben rufen und mit einer eigenen Liste bei der Gemeinderatswahl am 16. März antreten. Ihr Motto: "christlich-konservativ- jung."
"Derzeit gibt es im Gemeinderat nur ein Mitglied unter 45 Jahren. Daher bin ich davon überzeugt, dass eine neue Wählergruppierung, welche das Altersspektrum von 18 bis 45 Jahren abdeckt, eine große Bereicherung für unsere Gemeinde wäre", ist Thorsten J. Schmidtke überzeugt. Der 33-jährige JU-Vorsitzende in Altenkunstadt ist die treibende Kraft hinter der neuen politischen Bewegung. Er führt noch einen weiteren Grund ins Feld: Jede neue Wählervereinigung ist für ihn auch ein weiterer Grundpfosten unserer Demokratie, der die Meinungsvielfalt beleben würde.

Apropos neu: Die JB gibt es bereits im Kreistag, in den Städten Lichtenfels und Bad Staffelstein sowie in der Marktgemeinde
Ebensfeld. Für Schmidtke sind sie eine wichtige politische Gruppierung im Landkreis: "In den genannten Kommunalparlamenten stellen die Jungen Bürger bislang zwölf Räte, mit Georg Vonbrunn einen Stellvertreter des Landrats und in Bad Staffelstein mit Sabine Scheer die Dritte Bürgermeisterin."
Als Splittergruppe des konservativen Lagers sieht der Altenkunstadter, der von Beruf Polizeibeamter ist, die Wählervereinigung nicht. Ganz im Gegenteil "Wir wollen den Wählern eine Liste mit überwiegend jungen Kandidaten anbieten." Zudem merkt er an, dass die JU als untergeordnete Arbeitsgemeinschaft der CSU von Rechts wegen nicht unter eigenem Namen kandidieren dürfe.

Zwei mit CSU-Parteibuch

Spannung verspricht im kommenden Jahr die Bürgermeisterwahl in Altenkunstadt: Mit Robert Hümmer und Georg Vonbrunn treten gleich zwei Kandidaten an, die über ein CSU-Parteibuch verfügen. Wie werden sich die Jungen Bürger verhalten: Werden Sie eine Wahlempfehlung aussprechen oder sich neutral verhalten? Schmidtke hält sich in dieser Frage noch bedeckt - und das mit gutem Grund: Die JB in Altenkunstadt befinde sich derzeit noch in ihrer Gründungsphase. Eine klare Positionierung könne frühestens im Herbst dieses Jahres erfolgen.
Da die JB noch nicht im Altenkunstadter Gemeinderat vertreten ist, benötigt sie für eine Teilnahme bei der Kommunalwahl 120 Unterstützerunterschriften. Schmidtke hat keine Bedenken, diese Hürde zu meistern: "Ich habe bislang von allen Seiten nur positive Resonanz erhalten. Ich bin guter Dinge, dass 120 Bürger im Rathaus ihre Unterschrift abgeben werden."

Parteien werden gewählt wegen ihrer Personen und Programme. Dazu kann Schmidtke derzeit wenig sagen. Der Fahrplan für die weitere Vorgehensweise steht allerdings schon: Nach der Gründung eines eingetragenen Vereins werde sich das Vorstandsteam über die Ziele der anvisierten Wählergruppe Gedanken machen. Auf die Gründungsversammlung, die in den nächsten Wochen über die Bühne gehen soll, folge dann Ende Herbst die Aufstellung einer Liste für die Gemeinderatswahl. Gibt es nicht doch ein Ziel, dass sich die JB bereits jetzt auf ihre Fahnen geschrieben haben? Schmidtke muss nicht lange überlegen: "Der Jugendbeauftragte wäre sicherlich ein erstrebenswertes Amt für die JB, die sich als Stimme der jüngeren Generationen versteht."
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