Isling
Gaudi

Isling wurde ein Wochenende lang zum Beachsoccer-Mekka

Fetzige Klänge und ungewohnte Dialekte: Der Beachsoccer-Cup in Isling lockte wieder zahlreiche Besucher an.
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Äußerlich furchteinflößend, tatsächlich aber herzensgut: die Spieler des Kronacher Beachsoccer-Teams "KC Alkos"Mario Deller
Äußerlich furchteinflößend, tatsächlich aber herzensgut: die Spieler des Kronacher Beachsoccer-Teams "KC Alkos"Mario Deller
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Einen Kraftakt meisterten die Organisatoren des Beachsoccer-Turniers in Isling. Doch der Aufwand hatte sich gelohnt, zahlreiche Besucher genossen die ausgelassene Stimmung.

300 Helfer im Einsatz

Beim Beachsoccer-Cup zeigte sich wieder einmal, was in einem kleinen Örtchen mit gerade einmal 390 Einwohnern möglich ist, wenn viele Hände anpacken. Aufbau, Ausschank, Steuerung des Parkplatzsuchverkehrs, Sanitätsdienst - da kamschon einiges zusammen. Frank Denscheilmann, Vorsitzender der ausrichtenden SpVgg Isling sprach von mehr als 300 Helfern und 5000 Arbeitsstunden.

Das wussten sicher auch die zahlreichen Besucher zu schätzen, die es auch heuer von nah und fern nach Isling zog, um bei dem Fest mit Kultcharakter dabei zu sein. Beachsoccer-Cup Isling ist für etliche einfach ein Muss.

40 Männer- und 16 Frauenteams hatten nur ein Ziel: den Pokal des Islinger Beachsoccer-Königs" in die Höhe stemmen zu können (hierzu folgt ein gesonderter Bericht in der Mittwochausgabe). Da an dem außergewöhnlichen Turnier selbst Teams aus Hannover, München oder Oldenburg teilnahmen, waren beim Turnier und im Camping-Dorf nahe des Sportgeländes die verschiedensten Dialekte zu hören.

Programm auch für Kinder

Gerade an den Nachmittagen konnte man in Isling von einem echten Familienfest sprechen. Das Wetter war zwar nicht immer das Allerbeste - so ging es den Besuchern am späteren Sonntag "nass nei" - , doch davon ließ man sich die unbeschwerte Stimmung nicht nehmen. Die Gäste ließen sich Steaks schmecken, schauten den sportlichen "Sandwürmern" beim Kicken zu, feuerte sein Team an und vergaß fast den schnöden Alltag. Mit einer Kinderschmink-Aktion und einem Einlagespiel der D-Junioren zwischen der JFG Leuchsental und der JFG Rodach-Main bezog man auch den Nachwuchs in das Rahmenprogramm mit ein. Dass sich das Team aus Rodach durchsetzte, sollte als zweitrangig betrachtet werden.

Und selbstverständlich ging für die erwachsenen Besucher jeweils am späten Abend die Post ab - mit stimmungsvoller Musik im Festzelt. Den Auftakt bildeten am Freitag die DJs "Projekt Twin", am Samstag heizte "Barbed Wire" ein, und zünftig-urig zu ging es am Sonntagabend mit den "Stoapfälzer Spitzbuam" beim schon traditionellen "Bayerischen Abend". So mancher junge Bursche kam stilecht mit Lederhose, fesche Mädels mit Dirndl.

Stimmung im Zelt

Dank der Leidenschaft der Vollblut-Musiker erreichte das Stimmungsbarometer ein ums andere Mal den Siedepunkt, die Tischgarnituren im Festzelt bestanden den bisweilen enormen Belastungstest.

Und wohin geht's 2020 an Pfingsten? Auf diese Frage hörte man wieder die sechs Buchstaben, deren seit der Geburtsstunde dieses Mammutevents anno 2005 exponentiell gestiegene magnetische Wirkung bis nach Oldenburg reicht: ISLING.

Doch das Spektakel verlief nicht nur friedlich. Gleich zweimal musste die Polizei zum Beachsoccer-Cup in Isling ausrücken. Am Samstag gegen 14.30 Uhr sollte ein 26- Jähriger aus dem Landkreis Lichtenfels aufgrund seines aggressiven Verhaltens vom Festgelände verwiesen werden. Da er den Aufforderungen nicht nachkam, wurde die Polizei um Hilfe gebeten.

2,48 Promille am Nachmittag

Weil der erheblich alkoholisierte Besucher auch dem Platzverweis der Polizeibeamten mehrfach nicht nachkam, sollte er gefesselt werden. Hierbei schlug er nach einem der eingesetzten Beamten und wehrte sich vehement.

Nur mithilfe zweier weiterer Polizisten, die sich privat auf der Veranstaltung aufhielten, konnte der 26- Jährige gebändigt werden. Im weiteren Verlauf beleidigte und bedrohte er die Beamten. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,48 Promille. Der Aggressor musste in der Gewahrsamszelle seinen Rausch ausschlafen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung und Hausfriedensbruch.

Eine Watsch'n hier, eine Watsch'n da

Kurz nach Mitternacht wurde die Polizei erneut zum Beachsoccer-Turnier nach Isling gerufen. Dort waren ein paar junge Leute aneinander geraten. Zuerst schubste ein junger Mann eine 25-Jährige zu Boden, dann verpasste der Freund der jungen Frau dem Angreifer eine Ohrfeige. Daraufhin versetzte ein weiterer unbekannter jungen Mann dem Freund eine Watsch'n.

Beim Eintreffen der Streife waren sich die Betrunkenen aber schon wieder einig und hatten sich versöhnt.

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