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Integrierte Leitstelle Coburg verwendet Modulares Warnsystem MoWaS

Die Integrierte Leitstelle Coburg arbeitet von nun an mit dem Modularen Warnsystem MoWaS. Bürger werden damit über Katastrophen schnell informiert.
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Zum Startschuss wurde eine Testmeldung verschickt. Auf dem Smartphone sieht eine Meldung so aus.Stefanie Gleixner
Zum Startschuss wurde eine Testmeldung verschickt. Auf dem Smartphone sieht eine Meldung so aus.Stefanie Gleixner
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In einer Sommernacht kommt es zu einem Brand. Die Feuerwehrleute sind mit schwerem Atemschutz bis in die Morgenstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Übers Radio werden die Anwohner gebeten, die Fenster geschlossen zu halten.

Wenn ich am Morgen aufstehe, öffne ich meistens zuerst das Fenster, denn ich höre gern in der Früh die Vögel singen, und frische Luft macht mich am Morgen sofort munter. Das Radio habe ich zu dieser Zeit jedoch noch nicht eingeschaltet - von der Warnung bekomme ich nichts mit.

Zu so einer Situation kann es nun mehr nicht mehr so leicht kommen. Die Integrierte Leitstelle Coburg (ILS) verwendet ab sofort das Modulare Warnsystem MoWaS. "Mit diesem System können wir die Bürgerinnen und Bürger bei Katastrophen oder großen Schadensfällen schnell und einfach informieren", sagt Peter Kunzelmann, Leiter der ILS Coburg.

Die Informationen sind über die kostenlose Handy-Warn-App NINA abrufbar. Der Startschuss erfolgte bei der Versammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Coburg im Landratsamt Lichtenfels.

"Jeder in der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels kann ab sofort über sein Smartphone eine Benachrichtigung erhalten, wenn es zu einer größeren Schadensmeldung kommt", sagt Peter Kunzelmann.

Dafür kann jeder die NINA-App aufs Smartphone herunterladen. Weil MoWaS ein bundesweites System ist, kann man innerhalb der App seinen Wohnort auswählen, um die Meldungen nur dafür zu erhalten.

Und der Einsatzbereich ist vielfältig. Nicht nur bei dem anfangs genannten Szenario würde eine Meldung auf dem Smartphone erscheinen. "Beim Stromausfall in Berlin vergangene Woche wurden die Bürger über MoWaS und NINA darüber informiert. Und auch beim Schneechaos in Süddeutschland im Januar gingen die Meldungen für den Schulausfall über dieses System", sagt Peter Kunzelmann. Ebenso können Hochwasserwarnungen vermeldet werden.

Städte, Landkreise, Länder sowie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe schicken ihre Meldung an die jeweils auslösende Stelle - also für unsere Region an die Integrierte Leitstelle Coburg. Diese überträgt die Meldung mit allen Informationen ins Modulare Warnsystem.

Von dort gelangt sie dann zu den Medienhäusern und Informationsdienstleistern, aber auch ins Radio und über die App auf das Smartphone. So können gleichzeitig alle unterschiedlichen Alarmierungs- und Warnmöglichkeiten beliefert werden.

In der Meldung befindet sich dann eine Darstellung der Gefährdung sowie der Gefährdungsbereich und eine Handlungsempfehlung für die betroffenen Bürger. Auch eine Anlaufstelle, an die sich jeder wenden kann, wird in der Meldung genannt.

Unterschieden wird bei den Warnstufen: Es gibt eine Amtliche Gefahrendurchsage (Warnstufe 1), eine amtliche Gefahrenmitteilung (Warnstufe 2) und eine Gefahreninformation (Warnstufe 3).

"Das Besondere an MoWaS ist, dass sowohl die oberen, als auch die mittleren und unteren Katastrophenschutzbehörden auf einer Plattform vereint sind und so auch miteinander kommunizieren und arbeiten können", sagt Peter Kunzelmann.

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