Vierzehnheiligen
Aktion

Mehr Respekt vor Truckern: Ein deutliches Zeichen für Achtung von Lkw-Fahrern in Vierzehnheiligen

Die "Arbeitsgemeinschaft Kirche für Fernfahrer" setzte sich in Vierzehnheiligen für mehr Wertschätzung der Lkw-Fahrer ein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Zeichen für die Würde von Truckern: Franziskanerpater Heribert segnete auf dem Basilikavorplatz den Auflieger, auf dessen Plane die Botschaft "Hier fährt der Mensch! Seine Würde ist uns heilig!" angebracht ist. Foto: Gerd Klemenz
Ein Zeichen für die Würde von Truckern: Franziskanerpater Heribert segnete auf dem Basilikavorplatz den Auflieger, auf dessen Plane die Botschaft "Hier fährt der Mensch! Seine Würde ist uns heilig!" angebracht ist. Foto: Gerd Klemenz
+1 Bild

Da staunten die Besucher der Basilika am Samstagnachmittag nicht schlecht, was da im Konvoi den "heiligen Berg" hochfuhr: Acht etwa um die 540 PS starke Sattelzugmaschinen, eine sogar mit einem Auflieger, auf dessen Plane die Botschaft "Hier fährt ein Mensch! Seine Würde ist uns heilig!" stand, parkten auf dem Vorplatz ein. Grund hierfür war eine Aktion der "Arbeitsgemeinschaft Kirche für Fernfahrer", die bereits vor einem Jahr in die Wege geleitet wurde.

"Der Inhaber der Staffelsteiner Firma CS-Trans, Christian Schad, hat mir die Möglichkeit unterbreitet, einen seiner Sattelauflieger für unsere Sache auf die Straße zu bringen", erzählte Pastoralreferent und Fernfahrerseelsorger Norbert Jungkunz. Anfang August war es soweit, der Auflieger mit der gestifteten Plane stand in Grundfeld auf dem Firmengelände. Am Samstagnachmittag wurden die Fahrer und die Fahrzeuge, die den neuen Sattelauflieger mit der Werbung für die Fernfahrerseelsorge ziehen, durch Franziskanerpater Heribert Arens gesegnet.

Trucker: Gegen Ausbeutung auf der Straße

"Hier fährt ein Mensch! Seine Würde ist uns heilig" sei eine ganz wichtige Botschaft. "Die Arbeit, die hinter dem Lenkrad geleistet wird, ist für die Wirtschaft absolut notwendig und eigentlich unbezahlbar. Der wachsende Konkurrenzdruck mit unfairen Mitteln macht es Speditionen schwer, in diesem Wettbewerb zu bestehen. Sie müssen sich dem Kundenwunsch anpassen, wenn sie gute und faire Löhne bezahlen wollen", betonte Norbert Jungkunz. "Die Fahrer brauchen gute Arbeitsbedingungen und eine vernünftige Verkehrspolitik, die Sozialdumping und Ausbeutung auf der Straße verhindert. Es sind Menschen, die den Auftrag der Beförderung aufnehmen, und als solche haben sie Wertschätzung verdient. Dies wollen wir ausdrücken, und Ihr helft uns, diese Botschaft auf die Straße zu bringen", sagte der Fernfahrerseelsorger zu den "Brummi"-Fahrern.

Lkw-Fahrer: Botschaft zum Nachdenken

Nach einem Gebet segnete Pater Heribert den Auflieger, die Sattelzugmaschinen und das Personal mit Weihwasser. Mit einem Schlag auf den Prägestock konnten sich alle aus einem Rolling ein Medaillon mit einem Abbild des heiligen Christophorus erstellen. Der Auflieger und seine Botschaft werden nun auf den Weg geschickt, in der Hoffnung, dass diese Botschaft gelesen wird und Menschen zum Nachdenken über die besondere Situation der Fahrer und Speditionen bringt

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren