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Altenkunstadt
Seelennahrung

In Altenkunstadt gibt's ein bisschen Hoffnung zum Mitnehmen

Pfarrerin Bettina Beck druckte meditative Texte aus und hängte sie über Wäscheleinen an frequentierten Orten aus.
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"Seelennahrung in schweren Zeiten" möchte Pfarrerin Bettina Beck mit ihrer Aktion "Hoffnung zum Mitnehmen" den Menschen servieren. Die mit Gebeten, Segensworten, Bibelsprüchen, Bildern und Informationen bestückten Leinen wurden an der Altenkunstadter Kienmühlbrücke (Bild) und am Friedhof in Strössendorf aufgehängt.  Foto: Bernd Kleinert
"Seelennahrung in schweren Zeiten" möchte Pfarrerin Bettina Beck mit ihrer Aktion "Hoffnung zum Mitnehmen" den Menschen servieren. Die mit Gebeten, Segensworten, Bibelsprüchen, Bildern und Informationen bestückten Leinen wurden an der Altenkunstadter Kienmühlbrücke (Bild) und am Friedhof in Strössendorf aufgehängt. Foto: Bernd Kleinert

"Wir müssen in der Krise neue Wege beschreiten", meint Pfarrerin Bettina Beck und lässt ihren Worten auch gleich Taten folgen. "Hoffnung zum Mitnehmen" nennt sich eine Aktion, die die junge Seelsorgerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde am Wochenende startete, wobei das "Mitnehmen" durchaus wörtlich zu verstehen ist.

Meditative Texte

Unterstützt von Pfarramtssekretärin Sabine Krausche suchte Beck Gebete, Segensworte, Bibelsprüche und Bildmotive aus, die Menschen Hoffnung spenden können. Die meditativen Texte und Darstellungen wurden ausgedruckt, mit Wäscheklammern auf zwei langen Leinen aneinandergereiht und in den Hauptorten der Kirchengemeinde an stark frequentierten Stellen aufgehängt: in Altenkunstadt an der Kienmühlbrücke und in Strössendorf am Friedhof.

"Jeder, der dort vorbeikommt, kann einen Text oder ein Bild, das ihn besonders anspricht, mitnehmen", erläutert die Geistliche. Auch mit Informationen über verschiedene Aktionen in Corona-Zeiten können sich Passanten hier versorgen. So werden Kinder eingeladen, einen Regenbogen als farbenfrohes Zeichen für die Liebe Gottes zu den Menschen zu malen oder zu basteln und ihn dann gut sichtbar an ein Fenster oder eine Tür zu hängen. Andere Kinder könnten dann beim Spaziergang zählen, wie viele Regenbögen sie gesehen haben, und wissen, dass auch hier Mädchen und Jungs zu Hause bleiben müssen.

Die "meditative Kette" lädt die Bürger ein, in den beiden Gotteshäusern der Kirchengemeinde Kerzen anzuzünden für Menschen, die ihnen nahestehen und um die sie sich sorgen.

Die Sankt-Katharina-Kirche in Strössendorf und die Altenkunstadter Kreuzbergkirche sind dafür täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Mit Aktion möchte Pfarrerin Bettina Beck "Seelennahrung in schweren Zeiten" servieren: "Sich damit zu versorgen, ist wie einkaufen." Auf der Homepage der Kirchengemeinde www.stroessendorf-evangelisch.de und www.altenkunstadt-evangelisch.de sowie auf ihrer Facebook-Seite gibt es bereits Angebote für Erwachsene und Kinder. Doch nicht alle Menschen sind digital vernetzt. Mit ihrem "Hoffnung zum Mitnehmen"-Projekt möchte die Pfarrerin deshalb all denen entgegenkommen, die nicht über das Internet zu erreichen sind. Sicherheit hatte bei der Vorbereitung der Aktion für die Geistliche oberste Priorität. So wurde sowohl beim Anfertigen der Text- und Bildblätter wie auch beim Aufhängen an der Leine mit Handschuhen gearbeitet.