Kümmersreuth
Projekt

Im März gibt es Neues zum Steinbruch

Der ursprünglich geplante Termin für die Informationsveranstaltung in Kümmersreuth ist verstreichen, er sollte am Wochenende sein. Er wird nachgeholt.
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Blick von Osten auf Kümmersreuth: An dieser Seite, noch etwas rechts vom Schild, würde der neue Steinbruch entstehen.Tobias Kindermann
Blick von Osten auf Kümmersreuth: An dieser Seite, noch etwas rechts vom Schild, würde der neue Steinbruch entstehen.Tobias Kindermann
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Es wird noch etwas dauern, bis die Kümmersreuther Bürger erfahren, was Hans Neupert am östlichen Ortsrand genau vorhat. Zum Jahreswechsel war bekannt geworden, dass die Steinwerke Kaider, deren Chef Neupert ist, sich mit dem Gedanken tragen, hier einen neuen Steinbruch zu beantragen. Neupert hatte Vertreter der Ortsgemeinschaft in einer ersten Zusammenkunft am 30. Dezember informiert. Direkt nach dem Jahreswechsel, am 2. Januar, hatte sich daraufhin eine Bürgerinitiative gegründet, die das verhindern will. Man wollte damals so schnell wie möglich aktiv werden, wählte einen Vorstand, benannte eine Sprecherin und gab sich einen Namen: Kürbiss. Das steht
für Kü(mmersreuth), r(ebelliert),bi (Bürgerinitiative) und ss (Steinbruchstopp). Zunächst war ein Treffen für Samstag, 3. Februar, vorgesehen. Neupert bat dann, den Termin zu verlegen, weil das von ihm beauftragte Planungsbüro mit der Ausarbeitung der Pläne noch nicht fertig sei, sagt Silyia Messerer, die Sprecherin der Bürgerinitiative. Nun trifft man sich am Samsag, 10. März, um 10 Uhr im Feuerwehrhaus.
Doch welchen Status hat das Projekt im Augenblick? Vereinfacht gesagt: Es gibt konkrete Überlegungen der Firma, aber es laufen keine behördlichen Prüfungen. Dass man in Kümmersreuth schon jetzt gegen solche Pläne vorgeht, ist nachvollziehbar: Die Steinwerke Kaider betreiben bereits einen Steinbruch, der sich von westlicher Seite aus an den Ort angenähert hat. Biegt man in der Rechtskurve vor dem Ort auf den Rastplatz ab, kann man einem Weg folgen, der nahe an der Abbruchkante liegt.
Neupert wollte sich Richtung Nordern erweitern, kommt hier aber in Konflikte mit dem Wasserschutzgebiet Schwabthaler Quellen. Von dort aus bezieht die Stadt Lichtenfels Wasser.
Der neue Steinbruch auf der anderen Seite von Kümmersreuth könnte sozusagen eine Art Ersatz für diese Fläche sein. Warum Neupert erweitern will, ist auch klar: Ist ein Steinbruch erschöpft, braucht man neue Flächen, es geht also auch darum, für die Zukunft vorzusorgen.
Michael Sohns, dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative, ist aufgefallen, dass vielen Leuten, mit denen er gesprochen hat, nicht klar ist, dass es sich um einen neuen Steinbruch handeln würde. Die Bürgerinitiative arbeitet an einem Positionspapier. "Doch wir wollen darin natürlich auch ganz konkret Stellung zu den Plänen nehmen, deshalb werden wir es erst nach der Veranstaltung fertig ausarbeiten", sagt Silvia Messerer. Auch in der Stadt sieht man das ähnlich. "In so einer Situation ist natürlich immer die Frage wie man vorgeht", sagt Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU). Er hält den Weg, zunächst die Bürger im Ort zu informieren, für richtig. Danach soll der Stadtrat folgen. Kohmann weist auch noch auf einen weiteren wichtigen Punkt hin: "Wir sind als Stadt weder Entscheider noch Genehmigungsbehörde für so ein Vorhaben." Aber man werde an dem dafür nötigen Verfahren beteiligt, wie alle anderen Betroffenen auch. Auch er möchte erst einmal sehen, was Neupert konkret vorhat.

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