Lichtenfels

Hummel - ein dritter Kandidat aus Bamberg

Emmi Zeulner (25) möchte in den Deutschen Bundestag. Der Wahlkreis erstreckt sich über die Landkreise Kulmbach, Lichtenfels und Bamberg. Nachdem Kulmbach bereits mit Jörg Kunstmann (39) einen Gegenkandidaten aufgestellt hat, zieht jetzt Bamberg mit Alexander Hummel aus Pettstadt nach.
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Zwei, die schon ein Mandat haben, nehmen Alexander Hummel in die Mitte: Thomas Silberhorn, MdB und CSU-Kreisvorsitzender, und Heinrich Rudrof, MdL und stellvertretender Kreisvorsitzender. Foto: R. Rinklef
Zwei, die schon ein Mandat haben, nehmen Alexander Hummel in die Mitte: Thomas Silberhorn, MdB und CSU-Kreisvorsitzender, und Heinrich Rudrof, MdL und stellvertretender Kreisvorsitzender. Foto: R. Rinklef
Für manche etwas überraschend hat am Mittwochabend der CSU-Kreisverband Bamberg-Land einen Bewerber erkoren. Es ist Alexander Hummel aus Pettstadt. Der 35 Jahre alte Informatiker arbeitet bei der Virtuellen Hochschule Bayern in Bamberg und ist seit 2007 Beisitzer im Kreisvorstand seiner Partei sowie Ortsvorsitzender in Pettstadt und Fraktionsvorsitzender des CSU im dortigen Gemeinderat. Dass Pettstadt "fünf oder sechs Kilometer außerhalb der Wahlkreisgrenze" liegt, sieht Hummel nicht als Problem. Er habe den gesamten Raum Lichtenfels, Kulmbach, Bamberg im Auge und wolle "einen Beitrag dazu leisten, dass dieser ein attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten bleibt".

"Die Entscheidung, dass wir einen eigenen Bewerber aufstellen, fiel gestern Abend", sagte der CSU-Kreisvorsitzende MdB Thomas Silberhorn am Donnerstag. Es habe ein "klares Votum" für Hummel gegeben.
Silberhorn geht davon aus, dass der Bamberger Bewerber nun auch gute Chancen hat, nominiert zu werden. Denn bei der Versammlung, die darüber am 24. Januar im Lichtenfelser Stadtschloss entscheidet, stellt der Kreisverband Bamberg 55 stimmberechtigte Delegierte, 53 kommen aus Kulmbach und 52 aus Lichtenfels.
Der Lichtenfelser Kreisvorsitzende Christian Meißner ist optimistisch: "Es wird zweifelslos ein enges Rennen, doch ich bin überzeugt davon, dass es richtig ist, in der heutigen Zeit eine junge Frau wie Emmi Zeulner zu nominieren." Die CSU fordere mehr Verantwortung für Frauen. "Hier kann sie zeigen, ob sie dazu auch steht", sagt Meißner.

Auch die Kandidatin Emmi Zeulner begrüßt den Wettbewerb: "Natürlich kann jeder Kreisverband einen eigenen Kandidaten aufstellen." Sie setzt auf eine faire Auseinandersetzung, schließlich "müssen wir danach - egal in welcher Konstellation - wieder miteinander arbeiten".

Spannender kann eine Kandidatenwahl kaum sein. Wenige Stimmen aus den Nachbarkreisen können entscheiden, welche beiden Kandidaten in die Stichwahl kommen. Jeder kann es schaffen, jeder kann scheitern. "Es wird eine geheime Wahl sein - die Delegierten sind frei", sagt Zeulner.

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