Bad Staffelstein
Tradition

Harald Greich ist neuer Staffelsteiner Bierkönig

Zum zehnten Mal wurde in Bad Staffelstein an Maria Himmelfahrt das Brauereifest gefeiert. Alle zehn Brauereien aus dem Stadtgebiet beteiligten sich daran. Bei der Wahl des neuen Bierkönigs musste die Stichwahl entscheiden.
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Harald Greich wurde am Mittwoch als neuer Staffelsteiner Bierkönig inthronisiert. Die Amtskette aus Bierfilzla hängte ihm die Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler um. Andreas Poth (links) präsentierte die Urkunde, als Moderator wirkte Walter Mackert (rechts).Matthias Einwag
Harald Greich wurde am Mittwoch als neuer Staffelsteiner Bierkönig inthronisiert. Die Amtskette aus Bierfilzla hängte ihm die Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler um. Andreas Poth (links) präsentierte die Urkunde, als Moderator wirkte Walter Mackert (rechts).Matthias Einwag
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Die Bierbrauer und ihre zahlreichen Gäste huldigten an Maria Himmelfahrt Gambrinus, dem Gott der Braukunst. Als Biermetropole am Obermain hat die Kurstadt eine Vormachtstellung: Sage und schreibe zehn Brauereien im Stadtgebiet verwöhnten Bewohner und Gäste mit ihren Spezialitäten.
Von 10 bis 22 Uhr erfreute Blasmusik der heimischen Kapellen, und mit regionalen Schmankerln wurde ein fröhliches Fest auf dem Marktplatz gefeiert. Ein ganzer Tag Genuss und Gemütlichkeit, der die Möglichkeit bot, die Bandbreite und Geschmacksvielfalt der Bad Staffelsteiner Biere kennenzulernen. Selbstverständlich gab es als passende "Unterlage" auch kulinarische Köstlichkeiten von der deftigen Brotzeit bis zum feinen Bierbrauer-Gulasch.

Am späten Vormittag rief Moderator Walter Mackert die Ehrengäste und Brauer zum Bieranstich. Unter ihnen Politprominenz, Bürgermeister aus dem Landkreis, Stadträte, die Thermenkönigin Katharina I. und die Bayerische Bierprinzessin Jana. Walter Mackerts Dank galt dem Organisator, Andreas Poth vom Best Western Kurhotel, der das Fest vor einem Jahrzehnt ins Leben gerufen hatte. Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) erneuerte die alte Bierweisheit: "Freibier schmeckt doch am besten!" Walter Mackert zitierte eine andere Weisheit: "Bier ist unter den Getränken das nützlichste, unter den Nahrungsmitteln das schmackhafteste, unter den Arzneimitteln das angenehmste."


Musik und Unterhaltung

Und dann floss der Gerstensaft in Strömen. Zunächst durften sich die Gäste an 200 Litern Freibier laben. Gemütlich saß man dann zusammen und ließ sich von der Musik unterhalten. In diesem Jahr spielten die Musikvereinigung Ebensfeld, die Klampfengruppe der Kultur- und Freizeitfreunde Bad Staffelstein und der Musikverein Uetzing-Serkendorf.

Eine gute Idee hatte Thomas aus Ebensfeld: "Das Fest sollte zum nationalen Feiertag werden." Eine Gruppe aus Meuselbach-Oberweißbach in Thüringen war mit dem Radl da. Jürgen, der mit dem langen Bart, war begeistert: "Das Bier schmeckt köstlich", war sein Urteil - und seine Freunde im Umkreis waren einhellig seiner Meinung.

Stellvertretender Landrat Bürgermeister Helmut Fischer (CSU) fand es bewundernswert, dass zehn Brauereien, die im Wettbewerb stehen, gemeinsam auftreten und für ihre Produkte werden. Die Lichtenfelser Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner (CSU) war glücklich: "Ich habe mich über die Einladung riesig gefreut und habe meinen Chauffeur mitgebracht", lachte sie und deutete auf ihren Mann Hans-Georg. Erstaunt war sie über die zahlreichen Besucher: "Um 10 Uhr - und die meisten Tische sind besetzt!"
Der Stublanger Brauer Thomas Hennemann assistierte dem CSU-Landtagsabgeordneten Ludwig Freiherr von Lerchenfeld beim Bieranstich seines Löwenbräu-Lagerbiers. "Bei den Politikern muss man oft nachhelfen", war Thomas Hennemanns launige Bemerkung zu diesem Ritual.

Brauer Andreas Trunk aus Vierzehnheiligen war von Anfang an beim Bierbrauerfest dabei. "Beim ersten Mal waren wir nur fünf", erinnert er sich. Brauer Thomas Reblitz aus Nedensdorf war mit der ganzen Familie im Einsatz. Eine Augenweide waren die drei Mädchen der Brauerei Hetzel aus Frauendorf. Kulinarisch verwöhnten sie mit Rauchbier, Pils, Vollbier und dem süffigen Ur-Bier.


Kopf-an-Kopf-Rennen

Am frühen Abend wurde der neue Bierkönig gewählt - ein Ereignis, das nur alle zwei Jahre stattfindet. Acht Kandidatinnen und Kandidaten kosteten die Biere. Ein Sieger kristallisierte sich zunächst nicht heraus, denn die beiden Besten hatten jeweils nur drei Biere erkannt. Es kam zur Stichwahl. Auf die Frage von Moderator Walter Mackert, wann das Bayerische Reinheitsgebot erlassen wurde (1516) antwortete Harald Greich aus Uetzing als Erster. Er wird somit als Nachfolger von Peter Reichert aus Stublang zwei Jahre die Amtskette mit den zehn Bierfilzla tragen.



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