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Halloween

Halloween im Kreis Lichtenfels

Seit mehreren Jahren ist Halloween auch im Kreis Lichtenfels verbreitet. Ist Halloween immer noch im Trend? Und was hat es mit dem Kürbis auf sich?
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An Halloween verkleiden sich viele Kinder als Geister, Gespenster oder Hexen. Foto: Arne Dedert/dpa
An Halloween verkleiden sich viele Kinder als Geister, Gespenster oder Hexen. Foto: Arne Dedert/dpa

Trick or treat oder Süßes oder Saures. Am Mittwoch ist es wieder soweit. Verkleidete Kinder und Jugendliche ziehen durch die Straßen, um Süßigkeiten zu bekommen. Dazu sind viele Häuser dekoriert - vor den meisten steht ein ausgehöhlter Kürbis - wieso eigentlich?

Halloween ist die Nacht der Kürbisse. Vor vielen Häusern stehen sie mit geschnitzten Fratzen. Im Inneren leuchtet eine Kerze. Dieser Brauch geht auf eine irische Sage um Jack Oldfield zurück. Nach seinem Tod landete dieser in der stockdunklen und kalten Zwischenwelt. Aus Mitleid schenkte ihm der Teufel glühende Kohle. Diese steckte Jack in eine ausgehöhlte Rübe und nutzte sie als Laterne. Damit zieht er jedes Jahr an Allerheiligen durch die Dunkelheit.

Die Rübe wurde von irischen Einwanderern in Amerika zum Kürbis, weil es in Amerika keine Rüben gab. Seitdem wurden Kürbisse in der Nacht vor Allerheiligen vor die Häuser gestellt, um böse Geister fernzuhalten. Und das geschieht auch heute noch.

Der Kürbis ist in Deutschland vor allem ein Einmachgemüse, sagt der Kreisfachberater des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege Lichtenfels, Michael Stromer. Schon immer wurden Kürbisse süß-sauer eingelegt oder als Suppe püriert. Das sind die beliebtesten Speiseformen des Kürbis, sagt Stromer.

Kürbis ist Trendgemüse

Doch er erkennt, dass wegen Halloween der Kürbis eine neue Bedeutung erhält. Er wird häufiger angebaut und "einige Gärtner verkaufen den Kürbis". Der Kürbis ist "zum Trendgemüse geworden", sagt Stromer. In Supermärkten finde man nun sogar ausgefallene Kürbisse, wie den Spaghetti-Kürbis.

"Sowas hat es bis vor fünf Jahren noch nicht gegeben", erklärt Stromer. Der Kürbis wird in dieser Zeit zum Trendgemüse.

Auch in den Kindergärten ist dieses Gemüse präsent. Und es kann mit Halloween verknüpft werden. "Wenn wir Kürbissuppe gemacht haben, dann haben wir die Kürbisse auch geschnitzt", sagt die Leiterin des Bad Staffelsteiner Kindergartens St. Anna, Sabine Kotschenreuther. Kürbis und Halloween gehören also zusammen.

Ein Fest für Kinder

Kotschenreuther betont allerdings: "Wir feiern aber kein Halloween. Wir sind ein katholischer Kindergarten." Die Erzieherinnen gehen aber natürlich auf diesen Trend mit ein, "wenn die Kinder uns davon erzählen", sagt Kotschenreuther.

Dann erzählen die Kinder, wie ihr Haus geschmückt wird und wie sie von Tür zu Tür ziehen, um Süßigkeiten zu bekommen. Das Sammeln von Süßigkeiten ist - wie der Kürbis - nicht aus der Luft gegriffen.

Die verkleideten Kinder sollen böse Dämonen darstellen, die auf der Jagd nach Seelen sind. Die Dämonen werden mit Süßigkeiten bezahlt, um besänftigt und ferngehalten zu werden.

Allerdings meint Kotschenreuther, dass dieser Trend schon wieder nachlasse. Immer weniger Kinder würden von Halloween erzählen, sagt die Erzieherin.

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