Bad Staffelstein
Technik

Grundlagen der Unfallrettung wurden vermittelt

Die Feuerwehren sehen sich bei Verkehrsunfällen zunehmen mit robusten Fahrzeugen konfrontiert, die es zu knacken gilt. Kreisbrandmeister Jochen Bauer bildete deshalb in Bad Staffelstein 18 Feuerwehrleute an Schere, Spreizer und Rettungszylinder aus.
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Kreisbrandmeister Jochen Bauer (links) zeigte den Feuerwehrleuten in Theorie und Praxis, wie verunglückten Autofahrern zu helfen. Foto: p
Kreisbrandmeister Jochen Bauer (links) zeigte den Feuerwehrleuten in Theorie und Praxis, wie verunglückten Autofahrern zu helfen. Foto: p
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Die modernen Autos werden immer robuster konstruiert. Versteifte Fahrgastzellen und Aufprallschutz retten Leben und bewahren vor Verletzungen. Zunächst. Zunehmend problematisch wird es für Unfallretter, wenn sie nach einem Crash die Insassen einer Mittel- oder Oberklassenlimousine bergen müssen. Die widerstandsfähigen Karossen trotzen oftmals dem herkömmlichen Bergungsgerät, so dass viele Feuerwehren bereits mit stärkeren Rettungsspreizern nachgerüstet werden mussten.

Das Bedienen dieser Geräte muss aber erlernt, der Einsatz sollte vorher geübt werden. Aus diesem Grund instruierte Kreisbrandmeister Jochen Bauer vor wenigen Tagen Feuerwehrleute in Bad Staffelstein, wie mit dem modernsten technischen Gerät umgegangen werden sollte. Einen achtstündigen Kurs "Verletzten orientierte technische Hilfeleistung bei Unfällen mit Pkw" absolvierten die Angehörigen der Staffelsteiner Feuerwehr.
Jochen Bauer brachte den 18 Feuerwehrleuten in Theorie und Praxis nahe, worauf es ankommt, wenn ein Mensch in einem verunglückten Auto eingeklemmt ist.

Zunächst ging es um das Erlernen der Grundlagen der technischen Hilfeleistung. Jochen Bauer ging dann darauf ein, wie sich die sicherheitstechnische Weiterentwicklung der Fahrzeugtechnik auf die Rettung verunglückter Insassen auswirkt. Die Kursteilnehmer bekamen den Umgang hydraulischen Rettungsgeräten wie Schere, Spreizer oder Rettungszylinder erklärt; außerdem wurden sie mit technischen Hilfsmitteln vertraut gemacht. Rettungstechniken standen ebenso auf dem Stundenplan wie die Zusammenarbeit der Feuerwehr mit anderen Organisationen, etwa mit dem Rettungsdienst und dem Notarzt.

Ausbildungsziel war es, durch fundiertes Wissen und entsprechende Technik einem Verunglückten eine möglichst schnelle und schonende Rettung ermöglichen. Die Einsatzvorbereitung, die Organisation und der Einsatzablauf waren ebenso Lerninhalte wie das Absichern der Einsatzstelle, die Verletztenbetreuung und -versorgung und der Brandschutz.

Vor allem im praktischen Teil des Lehrgangs bekamen die Feuerwehrleute Hinweise zur Fahrzeugstabilisierung über die Primär- und Rettungsöffnung, zum Batterie- sowie zum Glasmanagement, über das Airbagscanning und zur Rettung der Personen. Jochen Bauer erläuterte den Einsatzkräften ferner Details der neuesten Fahrzeugtechnik und gab Hinweise zu Sicherheitssystemen. Er ging auf Unfallmechanismen unter medizinischen Gesichtspunkten ebenso ein wie auf Einsatzgeräte.

Im praktischen Teil konnten die Feuerwehrleute das anwenden, was sie zuvor im Schulungsraum gelernt hatten. Sie wendeten an zwei Autos Rettungstechniken anhand verschiedener Einsatzbeispiele an, zum Beispiel wenn ein Auto aufgeschnitten werden muss.
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