Bad Staffelstein
Wetter

Gräulich begann das neue Jahr

Das neue Jahr dämmerte in tristem Grau herauf. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zog es am Neujahrstag nur wenige Spaziergänger hinaus in die Novembertristesse des Januars.
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Kloster Banz im zähen Hochnebel des Neujahrstags Fotos: Matthias Einwag
Kloster Banz im zähen Hochnebel des Neujahrstags Fotos: Matthias Einwag
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Null Grad weist die Digitalanzeige im Kurpark am Mittag des Neujahrstags aus. Grauer Hochnebel schwebt über dem Maintal, hüllt Kloster Banz und den Staffelberg in Tristesse. Zum Spazierengehen ist dieses Wetter eigentlich ideal. Eigentlich. Die meisten Menschen bleiben aber doch lieber zu Hause. Ausschlafen, den freien Tag genießen.

Im Staffelsteiner Kurpark sind deshalb nur wenige Spaziergänger unterwegs. Nichts Halbes und nichts Ganzes, das Wetter an diesem ersten Tag des neuen Jahres. Ob das als Omen für die kommenden zwölf Monate gedeutet werden kann? Hoffentlich nicht, denn sonst wird's ein gräuliches Jahr.

Verblüffend wenig Abfall

Normal für den Neujahrstag sind die Überbleibsel der Silvesternacht, also Papierfetzen, Raketenreste und leergetrunkene Sektflaschen.
Täuscht der Eindruck oder haben die Menschen am Obermain heuer weniger geböllert, weniger Abfall hinterlassen? Die Straßen und Parkplätze im Stadtgebiet sind am Neujahrstag verblüffend sauber. Allein am Staffelberg-Center, wo eine größere Party stattfand, zeugen zerfetzte Böller und krepierte Kracher von einer heiteren Feier.

Auch auf dem Staffelberg begrüßten etliche Menschen das neue Jahr. Zurückgelassen haben die ausgelassen Feiernden - alle Jahre wieder - eine Menge Abfall. Klausenwirt Gottfried Schmitt und sein Team sowie einige Stammgäste machten sich am Neujahrsmorgen zu einer Rama-dama-Aktion auf und beseitigten die gröbsten Verunreinigungen.

Zum Baden ins Thermen-Meer

Die Obermain-Therme verzeichnete einen ganz normalen Tag mit durchschnittlichen Besucherzahlen. Doch das liegt im langjährigen Trend, während an den Tagen zwischen den Jahren immer überdurchschnittlich viele Badegäste gezählt werden.

Für die Gastronomie war Silvester der Hauptkampftag. An Neujahr hatten nicht alle Gasthäuser geöffnet. Reinhold Reb litz, der seinen Brauerei-Gasthof in Nedensdorf an Neujahr erst nachmittags öffnet, spricht von einem guten Besuch, weil doch viele Familien von Weihnachten bis Dreikönig im Urlaub sind und Zeit haben.
Und einen Lichtblick gab es am Nachmittag des Neujahrstags auch noch: Die Sonne schaffte es, einige Strahlen durch die dicke Nebelsuppe zu senden. Ein Silberstreif am Horizont. Vielleicht wird 2014 ja doch besser als es eingangs vermuten ließ.
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