Strössendorf
Ordination

Gleich zwei Pfarrstellen neu besetzt

Pfarrerin Bettina Beck übernimmt die Pfarrstelle Strössendorf/Altenkunstadt, Pfarrer Gundolf Beck wurde auf die dritte Pfarrstelle in Michelau eingesetzt.
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Viele Mitchristen, Kirchenvertreter und Ehrengäste begleiteten das neue Pfarrerehepaar Bettina und Gundolf Beck vor und nach ihrer Ordination in der Johanneskirche von Michelau; im Vordergrund Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Dekanin Stefanie Ott-Frühwald (Vierte und Sechste von links). Foto: Dieter Radziej
Viele Mitchristen, Kirchenvertreter und Ehrengäste begleiteten das neue Pfarrerehepaar Bettina und Gundolf Beck vor und nach ihrer Ordination in der Johanneskirche von Michelau; im Vordergrund Regionalbischöfin Dorothea Greiner und Dekanin Stefanie Ott-Frühwald (Vierte und Sechste von links). Foto: Dieter Radziej

Bei einem festlichen Gottesdienst in der Johanneskirche von Michelau wurde das Theologenehepaar Bettina und Gundolf Beck am Sonntag durch die Regionalbischöfin Dorothea Greiner feierlich ordiniert. Während Pfarrerin Beck auf die Pfarrstelle Strössendorf/Altenkunstadt eingesetzt wurde, übernimmt Pfarrer Beck fortan die dritte Pfarrstelle in Michelau.

Ein Notfall, der für einen verspäteten Beginn des festlichen Gottesdienstes gesorgt hatte, trübte die Freude über diesen Tag nicht, als das gesamte Pfarrkapitel mit dem neuen Theologenehepaar und die Festgäste in die evangelische Johanneskirche einzogen und mit einem machtvoll gesungenen Gotteslob empfangen wurden.

Herzliche Worte der Begrüßung stellte dabei Dekanin Stefanie Ott-Frühwald an den Anfang. Ihr war die Freude ebenfalls anzumerken, dass die Vakanz der Pfarrstellen in Strössendorf/Altenkunstadt und Michelau jetzt vorbei ist.

Regionalbischöfin Greiner griff in ihrer Predigt zur Ordination des Ehepaares Beck einen Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium mit der Geschichte der Heilung von zehn Aussätzigen heraus. Jesus habe sich allen zugewandt, die ihm um Hilfe gebeten hatten, und nur einer sei am Ende umgekehrt und habe Gott dafür gedankt, der dabei die Worte "Dein Glaube hat dir geholfen" gesprochen habe.

Jesus hätte bei alledem ein zweifaches Ziel in den Augen gehabt: Einmal habe er Menschen körperlich heilen und andererseits dazu beitragen wollen, dass sie eine Glaubenshaltung finden. Denn wenn ein Mensch dazu findet, sagte Regionalbischöfin Greiner, sei ihm wirklich geholfen.

Heute falle es allen leicht, Gott für viel Bedeutsames zu danken. Die künftige Pfarrersfamilie Bettina und Gundolf Beck, aber auch die Michelauer und Strössendorfer/Altenkunstadter Mitchristen, ebenso wie das gesamte Pfarrkapitel und die katholischen Schwestern und Brüder empfänden diese Dankbarkeit.

Eine glücklich Fügung

Die Mienen in den Kirchenbänken hellten sich auf, als Dorothea Greiner ihrer Freude darüber Ausdruck verlieh, dass es vielleicht eine glücklich Fügung in der Personalabteilung der Landeskirche von München war, dass für ein Ehepaar "zwei Pfarrstellen in einer sinnvoller Entfernung" gebraucht wurden und sie Michelau und Strössendorf/Altenkunstadt vorschlagen konnte. Regionalbischöfin Greiner wörtlich: "Auch dies hat sich gut gefügt, und Gott hat es werden lassen. Wir halten heute als Gemeinden, als Kirche und als Personen inne."

In Jesu Nachfolge

Dabei sei die Ordination selbst ein Grund zur Dankbarkeit, denn Christus rufe Bettina und Gundolf Beck in das Leben seiner Nachfolge, gab Dorothea Greiner allen Mitchristen zu verstehen. Er sende sie gleichsam in den Dienst der öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung, aus dem sich seine Kirche aufbaue.

Allen Gläubigen gab Regionalbischöfin Dorothea Greiner die Worte: "Ihr braucht die Seelsorger, und sie brauchen euch" mit auf den Weg.

Die Glocken der Johanniskirche von Michelau verkündeten es weithin, als Regionalbischöfin Dorothea Greiner das Theologenehepaar Bettina und Gundolf Beck ordinierte, währenddessen gute Freunde, Pfarrer wie auch Vertreter aus beiden Kirchengemeinden ihnen die Hand auf ihr Haupt auflegten.

Erstmals durften anschließend auch Bettina und Gundolf Beck selbst das Abendmahl mit spenden, bevor mit dem kirchlichen Segen der Festgottesdienst zu Ende ging. Zu dessen Ausgestaltung hatten auch der Posaunenchor Strössendorf/Altenkunstadt unter der Leitung von Pfarrer Rudolf Ranzenberger, Kirchenmusikdirektor Klaus Bormann mit einprägsamem Orgelspiel und der Chor Cantica Nova der evangelischen Kirchengemeinde Michelau beigetragen.

Gespräch mit neuen Seelsorgern

Nach dem Auszug gab es anschließend einen Empfang für Bettina und Gundolf Beck in der Umgebung des Pfarrhauses von Michelau, wobei das neue Pfarrerehepaar auch namens der politischen Gemeinden Michelau und Altenkunstadt durch die Bürgermeister Helmut Fischer und Robert Hümmer herzlich begrüßt wurde. Viele suchten dabei bereits das Gespräch mit ihren neuen Seelsorgern, und allen war auch etwas die Freude und Erleichterung anzumerken, dass die Vakanz der Pfarrstellen in Michelau und Strössendorf/Altenkunstadt nun vorbei ist.

Erste Gottesdienste

Die ersten Gottesdienste mit Pfarrerin Bettina Beck finden am Sonntag, 29. September, ab 9 Uhr in Strössendorf und ab 10 Uhr in Altenkunstadt statt, während Pfarrer Gundolf Beck sein seelsorgerisches Wirken mit Gottesdiensten am Sonntag, 29. September, um 8.45 Uhr in Schwürbitz und um 10 Uhr in Neuensorg sowie am Sonntag, 6. Oktober, um 8.45 Uhr in Trieb und um 10 Uhr in Michelau beginnen wird.

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