Lichtenfels
Explosivstoffmasse

Gewerbeaufsichtsamt beseitigt in Lichtenfels ein "erhebliches Gefährdungspotenzial"

Das Gewerbeaufsichtsamt Coburg hat am Mittwoch in Lichtenfels ein nichtgenehmigtes Lager mit Silvester-Feuerwerkskörpern aufgelöst.
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Mehr als 100 Paletten mit Feuerwerkskörpern fand das Gewerbeaufsichtsamt Coburg in einem nicht genehmigten Lager in Lichtenfels.Marco Hennemann/Gewerbeaufsichtsamt Coburg
Mehr als 100 Paletten mit Feuerwerkskörpern fand das Gewerbeaufsichtsamt Coburg in einem nicht genehmigten Lager in Lichtenfels.Marco Hennemann/Gewerbeaufsichtsamt Coburg
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Beamte des Gewerbeaufsichtsamtes Coburg, das der Regierung von Oberfranken angegliedert ist, fanden in einem nicht genehmigten Lager in Lichtenfels insgesamt mehr als 100 Paletten mit Feuerwerkskörpern. Diese Feuerwerkskörper hatten, wie die Pressestelle der Regierung von Oberfranken mitteilte, eine Masse von weit über 30 Tonnen und eine Netto-Explosivstoffmasse von ungefähr sieben Tonnen. Sie waren dort für Kommissioniertätigkeiten und für den Weitertransport an Einzelhandelsfilialen eingelagert. Teilweise wurden die Feuerwerkskörper zusammen mit brennbaren Flüssigkeiten aufbewahrt, was verboten und äußerst gefährlich ist, teilweise lagerten sie auch lose, ohne die schützende Umverpackung. In einem Bereich, in dem Feuerwerkskörper gelagert wurden, wurden weder ein Feuerlöscher noch sonstige Löscheinrichtungen vorgehalten, wie die Regierung weiter informierte.

Das Lager habe sich in unmittelbarer Nähe der Autobahn A 73 befunden. Da weder der Brandschutz gewährleistet noch der Abstand zur nahe gelegenen Autobahn eingehalten worden sei, habe erhebliches Gefährdungspotenzial bestanden. Deswegen ordnete das Gewerbeaufsichtsamt den unverzüglichen Abtransport der gefährlichen Gegenstände in ein sicheres Lager an.

Hinweis aus der Bevölkerung

Die Beamten waren durch einen anonymen Hinweis aus der Bevölkerung auf das von außen nicht erkennbare Lager mit dem gefährlichen Inhalt aufmerksam geworden. Dem Betreiber des Lagers droht nun eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.red

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