Ebensfeld
Fasching

Gefeiert auf Teufel komm raus

Der EKG-Ball hatte auch heuer wieder viele Stimmungshöhepunkte zu bieten - zum Beispiel das Männerballett als Kelly Family.
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Himmlische Wesen und Gestalten der Unterwelt vergaßen beim EKG-Faschingsball  alle Diskrepanzen. Foto: Mario Deller
Himmlische Wesen und Gestalten der Unterwelt vergaßen beim EKG-Faschingsball alle Diskrepanzen. Foto: Mario Deller
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Geflügelte Harfenchöre waren gen Erde geflattert, Aloisius kam auch gleich mit, und im schwefellastigen Untergeschoss gab es ebenso Betriebsurlaub. "Himmel und Hölle", so das Motto, waren versammelt beim Faschingsball der Ebensfelder Karnevalsgesellschaft (EKG). Zahlreiche Faschingsnarren ließen sich das fröhliche Treiben in der Pater-Lunkenbein-Turnhalle nicht entgehen. Die EKG hatte Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und sorgte mit einem gelungenen Mix aus eigenen Einlagen, Gastauftritten und viel fröhlicher Musik für Frohsinn.

Als die Band Mainfieber light bei dieser närrischen Kultveranstaltung am Obermain Lieder von Andreas Gabalier, der Sportfreunde Stiller und - an diesem Abend obligatorisch - Wolfgang Petry ("Hölle, Hölle, Hölle") erklingen ließ, tanzten Teufelsgestalten und himmlische Weisen gemeinsam.
Abrocken auf dem zum Tanzparkett umfunktionierten Hallensportboden, dann wieder bei Speis und Trank stärken oder eine gemütliche Schunkelrunde einlegen - die zahlreichen Gäste konnten den Alltag hinter sich lassen.

Die Tanzgruppe Expression des FC Trieb sowie die Baunacher Prinzengarde erhielten für ihre sehenswerten Auftritte verdienten Beifall. Vollgas am Mikro gab auch Carolin Bäz-Dölle. Die 28-jährige Power-Frau aus Lauscha, die in Kutzenberg als Krankenschwester tätig ist, kennt man mittlerweile aus Funk und Fernsehen. Mit gelungenen gesanglichen Darbietungen wie Helene Fischers "Ich will immer wieder dieses Fieber spürn" zog sie das Publikum in ihren Bann. Als sie abschließend als Zugabe mit rauchiger Stimmvariation "Let's have a party" präsentierte, war die Halle vollends aus dem Häuschen.

Zwischendurch verlieh "Oberteufel" Horst Amon als EKG-Präsident Faschingsorden an Karl Kropp und Beate Lamm in Anerkennung ihrer Verdienste. Dann legte Mainfieber wieder nach. Müdigkeit? Keine Spur! Als die Band schließlich Crew-Mitglieder für das "Bobfahrerlied" suchte, bildete sich schnell mehr nur eine Mannschaft auf dem Bühnenboden. Auch Bürgermeister Bernhard Storath ließ sich nicht lumpen und legte sich zusammen mit seinen "Teamkollegen" in die Kurven.

Nach diesem sportlich-närrischem Vergnügen wurden die Lautsprecher nach unten gedrosselt. Die Zeiger der Hallenuhr zeigten kurz nach Elf, die Spannung stieg. Sieben stramme Männer stapften zur Bühne, entledigten sich ihrer düsteren Kutten. Spot an, Musik - und dann rockte das EKG-Männerballett als Kelly Family die Bühne. Was für eine Show! Gellendes Gelächter und euphorisch-rhythmisches Klatschen begleitete die lustige Einlage. Aber auch bei der Zugabe der Männer als sexy Teufel in Shorts blieb kein Auge trocken.

Bis weit nach Mitternacht wurde in der Pater-Lunkenbein-Halle gefeiert, gesungen, getanzt. Was bleibt, ist die Erinnerung an himmlisch-schöne Stunden im Zeichen der fünften Jahreszeit.
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