Michelau
Gaudiwurm

Fred Feuerstein macht's in Michelau allen vor

Beim 36. Gaudiwurm durch Michelau war auch Muskelkraft statt Motorleistung gefragt.
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Das Fahrzeug von Fred Feuerstein und seinem Kumpel Barney Geröllheimer stand Pate für diese Idee.  Fotos: Gerda Völk
Das Fahrzeug von Fred Feuerstein und seinem Kumpel Barney Geröllheimer stand Pate für diese Idee. Fotos: Gerda Völk
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Susanne, Jemy und Jeremy sind gestern extra zum Faschingsumzug nach Michelau gekommen. " Viele Kostümierte machen den Zug richtig schön bunt", erklärte der zehnjährige Jeremy. Ein anderer Grund, sind die vielen Süßigkeiten, die von den Wagen in die Menge geworfen und von den Fußgruppen verteilt werden. "Die Süßigkeiten hatten mindestens drei bis vier Monate", schätzte Jemy.

Es war heuer schon der 36. Gaudiwurm, der an der Johann-Puppert Schule seine Aufstellung nahm und durch die Straßen der Korbmachergemeinde zog. Die Themen waren vielseitig. Vielleicht wird es bald keinen Fasching mehr geben, wie der Wagen des Kaninchenzuchtvereins unkte. "Die Bürokratie macht uns bald den Fasching hie!", verkündete ihr Wagen.

Angesichts der Auflagen dürfte der Einfall einer "Fußgruppe" vielleicht die Lösung sein. Das Fahrzeug von Fred Feuerstein und seinem Kumpel Barney Geröllheimer kommt schließlich völlig ohne Motor aus und wird allein durch Muskelkraft fortbewegt. "Der neue Dienstwagen, garantiert ohne Dieselskandal", verkündete der Gemeindewagen. Statt mit Kraftstoff wurde auch dieses Fahrzeug, ein Bobby-Car, mit Muskelkraft bewegt. In diesem Jahr beherrschten fast ausschließlich lokale Themen den Gaudiwurm, wie beispielsweise die Hochwasserfreilegung. "Und wenn die Welt auch untergeht, Michelaa noch lang im Trockenen steht", lautete die frohe Botschaft. Auf einen anderen Motivwagen wurden die "Ritter vom Maindamm" gesichtet. Ein ganz anderes Thema war auf dem Wagen des Rewe-Einkaufmarktes zu lesen. "Frauenpower an die Macht" wünschten sich die Damen in grellen Lettern. Ihre Männer hätten sie fest im Griff, deshalb steht ihre "Ober-Tussi" heut im Anzug auf dem Wagen. Ein Wagen, von dem die Süßigkeiten gleich kiloweise in die Menge flogen. In den Zug reihten sich auch die Handballzwerge des Turnvereins Michelau, die Johann-Puppert-Schule und weitere Fußgruppen ein. "Die Theatergruppe Schwürbitz ist bunt" verkündeten ihre Mitglieder. Viele Teilnehmer sind schon seit Jahren dabei und begeistern immer wieder aufs Neue durch fantasievollen Einfälle und Kostüme. Zwar störte kaum ein Regentropfen den Gaudiwurm, aber eine Reihe von weißgekleideten Damen war dennoch bestens beschirmt.

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