Bad Staffelstein
Unterstützung

Forcierte Förderung für Faustballer

Der neu gegründete "Förderverein Faustball im TSV Staffelstein" soll Sponsoren und Werbepartner ansprechen. Um zu hochklassigen Auswärtsspielen zu fahren, brauchen die Faustballer zum Beispiel einen neuen Kleinbus.
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Der Vorstand des Fördervereins (von links): Stephan Leicht (Kassier), Johannes Leicht (Beisitzer), Jürgen Donath (Zweiter Vorsitzender), Nadine Potzel (Vorsitzende) und Alexander Kestel (Beisitzer).Matthias Einwag
Der Vorstand des Fördervereins (von links): Stephan Leicht (Kassier), Johannes Leicht (Beisitzer), Jürgen Donath (Zweiter Vorsitzender), Nadine Potzel (Vorsitzende) und Alexander Kestel (Beisitzer).Matthias Einwag
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Die 1. Damenmannschaft der TSV-Faustballer ist jüngst in die 1. Bundesliga aufgestiegen, die Männer spielen ebenso wie die 2. Damenmannschaft in der Bayernliga. Die Folge: zahlreiche Auswärtsspiele an weit auseinanderliegenden Orten.

Bernd Donath, Leiter der TSV-Faustballabteilung: "Es kann sein, dass ich eine Mannschaft an einem Tag in den Schwarzwald schicken muss, die andere nach Schwaben und die dritte an die deutsch-österreichische Grenze nach Burghausen - und das ist nur ein Sonntag, die Fahrten für die Jugend sind da noch gar nicht eingerechnet." Bei Meisterschaften, sagt er, sind in der Regel sieben Faustballerinnen oder Faustballer sowie deren Betreuer zu den jeweiligen Austragungsorten zu bringen. "Wir haben Wochenenden dabei, an denen wir mehr als 1000 Kilometer fahren." Das gehe ins Geld. Sowohl der Sprit müsse bezahlt werden als auch die Übernachtungen. "Allein für die Übernachtungen sind schnell einige Hundert Euro fällig."

Entscheidenden Schritt getan

Um der Faustballabteilung finanziell mehr Spielraum zu verschaffen, wurde kürzlich ein Förderverein gegründet. "Die Idee, so etwas zu machen, gibt es schon seit einigen Jahren, doch bisher fehlte noch der letzte, entscheidende Schritt", sagt Bernd Donath. Deshalb habe man sich erkundigt, welche Erfahrungen andere mit solchen Fördervereinen machten. "Wir haben erfahren, dass ein solcher Verein schnell finanzielle Förderungen bringen kann, weil wir selbst Sponsoren ansprechen können, denen wir Spendenquittungen ausstellen dürfen - und weil wir mit Gegenleistungen, etwa mit Werbebannern bei Heimspielen, Werbepartner in sozialen Medien mit einbringen können."

Der TSV unterstütze seine Faustballabteilung sehr gut, fährt Bernd Donath fort. "Wir bekommen unseren jährlichen Etat, doch der reicht aufgrund der sportlichen Erfolge nicht mehr aus." Beabsichtigt sei zum Beispiel, einen neuen Kleinbus zu kaufen, denn der alte sei in die Jahre gekommen: "Der Bus muss finanziert werden." Sinn des Fördervereins sei es, Firmen als Mitglieder zu gewinnen, um die "horrenden Fahrtkosten" zu decken. Auf 30 000 Kilometer schätzt Bernd Donath die Gesamtstrecke, die Faustballspielerinnen und -spieler jedes Jahr zu Auswärtsspielen zurücklegen. "Ich kann von den Spielern nicht verlangen, dass sie auch noch Fahrtgeld bezahlen."

Zur Vorsitzenden des Fördervereins wurde die 21-jährige Spielerin und Trainerin Nadine Potzel gewählt, zu ihrem Stellvertreter Jürgen Donath. Stephan Leicht (Kassier) sowie Alexander Kestel und Johannes Leicht (beide Beisitzer) ergänzen das Vorstandsteam. Wer dem Förderverein beitreten möchte, der kann sich per Mail an die Vorsitzende wenden (nadine.potzel@web.de).

Große sportliche Erfolge

1963 wurde die TSV-Faustballabteilung gegründet. Derzeit gehören ihr ca. 60 Aktive (20 Erwachsene sowie 40 Kinder und Jugendliche) an. Zudem hat die Abteilung rund 40 passive Mitglieder. "Wir erleben gerade die erfolgreichsten Jahre seit der Gründung", unterstreicht Abteilungsleiter Bernd Donath. Neben der soeben in die Bundesliga aufgestiegenen Damenmannschaft hat die Abteilung mit der 17-jährigen Jule Donath sogar eine Europameisterin (mit der U18-Nationalmannschaft) in ihren Reihen.

Zweimal wöchentlich trainieren die Faustballer - im Sommer auf dem Platz an der TSV-Halle, im Winter in der Adam-Riese-Halle. Ob Kind oder Erwachsener: Jeder kann diesen Sport ausüben. "Unser ältester Aktiver ist 56, die Jüngsten im Training sind sieben Jahre alt", sagt Bernd Donath. Und was braucht jemand, der Faustball spielen möchte? "Teamgeist, Spaß im Umgang mit dem Ball und Freude am Training in der Gruppe - und man sollte auch mal über sich selbst lachen können."

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