Bad Staffelstein
Landwirtschaft

Ernte fällt deutlich geringer aus

Auch der Mais hat in diesem Jahr unter der langen und immer noch andauernden Trockenheit gelitten.
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Gelb und von der Sonne verbrannt: Auf diesem Feld bei Unterleiterbach stehen noch Maispflanzen. Der größte Teil der Flächen wurde jedoch schon abgeerntet. Fotos: Tobias Kindermann
Gelb und von der Sonne verbrannt: Auf diesem Feld bei Unterleiterbach stehen noch Maispflanzen. Der größte Teil der Flächen wurde jedoch schon abgeerntet. Fotos: Tobias Kindermann
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Die große Trockenheit in diesem Sommer hat nicht nur dazu geführt, dass das Getreide deutlich früher geerntet wurde - rund einen Monat. Auch die Maisfelder sind fast leer, dabei zog sich die Ernte hier sonst teilweise bis in den November hin.

Wie an den Sonnenblumen konnte man auch am Mais erkennen, wie hart der Sommer für die Pflanzen war. Gelb und vertrocknet reckten sich die Blätter in die Höhe, der fehlende Regen sorgte dafür, dass die Pflanzen schlechter wuchsen. Doch obwohl der Mais deutlich mitgenommener aussah als die Getreidefelder: Er litt im Vergleich etwas weniger unter den außergewöhnlichen Wetterbedingungen in diesem Jahr.

Lothar Teuchgräber aus Unterzettlitz hat seine 3,5 Hektar schon abgeerntet. "Auch beim Mais gab es Verluste, aber sie fallen etwas geringer aus als bei Getreide", sagt er. Hier lägen sie im Schnitt bei rund 50 Prozent, beim Mais bei einem Drittel. Silomais habe heuer einen Ertrag von etwa 28 Tonnen pro Hektar erbracht, sonst wären es im Schnitt 45 Tonnen gewesen. Beim Körnermais wären es etwa sieben statt zehn Tonnen pro Hektar. "Mais ist eine sichere Pflanze, sie braucht nicht viel Wasser, nur einen feuchten Fuß und einen lockeren Boden."

Deshalb geht Teuchgräber davon aus, dass die Bauern in der Region verstärkt Mais anbauen könnten, sollten Trockenperioden wie in diesem Jahr öfter auftreten. "Wenn man in südliche Länder schaut sieht man, dass dort viel Mais auf den Feldern steht."

Es sei zudem eine vielfältige Pflanze. Sie werde für Biogas-Anlagen benötigt, man könne sie an Tiere verfüttern - und auch der Mensch esse Mais ja gerne.

Die Trockenheit setzt sich fort - und das hat auch schon Folgen für das kommende Jahr. "Jetzt wird ja die Grundlage für die nächste Ernte gelegt", sagt BBV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Rebelein. Seit Mitte August läuft die Aussaat für Raps. "Viele Bauern haben nur einen Bruchteil der bisherigen Fläche dafür genommen. Man versenkt sonst nur Geld im Feld." Sie hofften trotzdem auf Regen, der nicht kam. "Die Rapsblüte folgt immer auf die Obstbaumblüte", sagt Teuchgräber. Die Bienen werden es also im nächsten Jahr schwerer haben, Futter zu finden. Auch bei der Wintergerste, die jetzt zur Aussaat ansteht, sieht es ähnlich aus. Die Trockenheit sorgt dafür, dass die Pflanzen nicht keimen können, so dass sich schon jetzt Ernteausfälle abzeichnen.



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