Lichtenfels
Tag der offenen Tür

Ein Platz für Kinder mitten in der Stadt

Die Kindertagesstätte Körbla lud zu einem Tag der offenen Tür ein.
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Hier fühlen sich Kinder wohl.  Foto: Gerda Völk
Hier fühlen sich Kinder wohl. Foto: Gerda Völk
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Was lange währt wird endlich wahr: Unter diesem Motto könnte man die Entstehungsgeschichte der Kindertagesstätte Körbla sehen. Bei der Eröffnung am Samstag waren Stehplätze Mangelware und Sitzplätze rar. Dicht gedrängt standen die Besucher in der Turnhalle der Einrichtung. "Wir wollen heute feiern, dass wir Kinder haben", sagte eine überaus glückliche und zufriedene Pfarrerin Anne Salzbrenner. Die neue Kindertagesstätte Körbla unterstütze Kinder auf ihrem Weg ins Leben und trage dazu bei, dass auch die Freude an den Kindern nicht zu kurz komme. Dass alle drei Bürgermeister anwesend waren, "das ehrt uns am meisten", sagte Salzbrenner.

"Gutes Miteinander in der Stadt"

Auch Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) sprach von einen "wahnsinnig tollen Moment". Die lange Reise begann im Juli 2013 in der evangelischen Kindertagesstätte Vogelnest, als Hügerich ein Praktikum absolvierte. "Ich hatte so viel tolle Momente erlebt." Damals entstand die Idee zu einem Treffpunkt mitten in der Stadt, wo Kinder aufwachsen und Familien sich treffen können. Mit dem ehemaligen Ärztehaus mitten in der Stadt wurde ein geeignetes Objekt für das Vorhaben gefunden, welches vom Stadtrat Anfang 2017 einstimmig auf dem Weg gebracht wurde. "Da zeigte sich das gute Miteinander im Stadtrat", sagte Hügerich. Er wünschte den Kindern eine wundervolle Zeit in der Einrichtung.

Herausforderungen beim Umbau

Bernd Gierlich von Architekturbüro Strukturdesign ging auf die Herausforderungen des Umbaus ein. Als die Stadt Mitte 2016 auf das Architekturbüro zu ging, wurde das Vorhaben zügig umgesetzt, die Hauptarbeiten konnten beginnen. Ursprünglich sollte die Einrichtung im September 2018 eröffnet werden. "Das öffentliche Bauen hat viele Hindernisse", erklärte Gierlich. Er dankte den Handwerkern, die mit Herzblut, vielen Überstunden und mancher Samstagsarbeit das Vorhaben realisiert haben.

"Kinderlachen ist Zukunftsmusik", erklärte Korbstadtkönigin Alicia I. In ihren Grußworten ging sie auf den Namen der Kindertagesstätte "Körbla" ein und erinnerte daran, dass schon der kleine Moses in einem Körbchen auf dem Nil trieb um ihn vor der Verfolgung durch den Pharao zu schützen.

Die Tochter der heimischen Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner (CSU) wollte nicht, dass ihre Mutter eine allzu lange Rede hielt und deckte das Mikrofon kurzerhand mit ihrer Hand ab. Eine Geste, die bei den Gästen mit einem Schmunzeln ankam. Auch Emmi Zeulner lobte die Einrichtung, in der auch ihre Tochter geht.

Körbchen als schützendes Element

Auch Dekanin Stefanie Ott-Frühwald nahm Bezug auf das schützende Element eines Körbchens. Zu früh geborene Kinder, hatte man früher warm eingepackt und in ein Körbchen in die Nähe des Ofens gestellt, wo sie wachsen und gedeihen konnten. Sie wünschte der Einrichtung, die sie als "Backofen der Liebe Gottes" bezeichnete , alles Gute. Martin Pietz von der Gesamtverwaltungsstelle Michelau des Evangelisch-Lutherischen Dekanat Michelau würdigte Salzbrenner als eine Pfarrerin, die Kinder christliche Werte erleben lässt.

Alexandra Stangl vom Elternbeirat würdigte den Umstand, dass trotz baulicher Verzögerungen eine Übergangsmöglichkeit geschaffen wurde. Den ursprünglich sollte der Betrieb der Einrichtung schon im September 2018 starten. Als sie im Februar 2019 eingezogen sind, hätten sich alle gleich wohl gefühlt.

Der Lichtenfelser Stadtrat darf sich in einer seiner nächsten Sitzungen auf eine besondere Überraschung freuen. Die Kinder werden den Räten einen Kuchen backen, als Zeichen ihrer Wertschätzung und Dankbarkeit. Pfarrerin Anne Salzbrenner dankte allen, die zur Realisierung des Projekts beigetragen haben, besonders Ulrich Sünkel als Leiter des Hochbauamtes der Stadt Lichtenfels und dessen Nachfolger Christian Vogel, ihrem Team und ihrer Mitarbeiterin und Gesamtleiterin Christine Babucke.

Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Gäste in den Räumen umschauen. Auf drei Etagen ist ein Haus für Kinder von Null bis zehn Jahren entstanden, um die sich zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern - und das mitten in der Stadt. Darüber hinaus wartete beim Tag der offenen Tür auf die Besucher eine Reihe von Aktionen, darunter auch eine Flechtaktion am Zaun der Einrichtung.

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