Bad Staffelstein
Projekt

Ein Mittelpunkt für das Apfeldorf

In Romansthal schreitet der Umbau der Alten Schule voran. Die Sanierung des Gebäudes ist der erste Schritt, dem Ort ein neues Aussehen zu geben.
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Die Arbeiten an der ehemaligen Schule in Romansthal gehen voran. Viele Bausünden der Vergangenheit wurden dabei beseitigt.
Die Arbeiten an der ehemaligen Schule in Romansthal gehen voran. Viele Bausünden der Vergangenheit wurden dabei beseitigt.
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Das Schild steht schon am Ortseingang: Am 14. Oktober ist wieder Apfelmarkt in dem kleinen Ort mit seinen rund 110 Einwohnern am Fuße des Staffelbergs. Die Gäste werden ein eingerüstetes Haus in der Ortsmitte sehen, das von Grund auf saniert wird. Es handelt sich um die ehemalige Schule, in der bis 1964 noch unterrichtet wurde. Danach diente sie im ersten Stock als Versammlungsraum. Das Erdgeschoss wurde um 1975 herum an die Uni Düsseldorf vermietet, die es bei geologischen Ausflügen als Übernachtungslager nutzte.

Die Sanierung ist der erste Schritt, dem Ort ein neues Gesicht zu geben. Auch das gegenüberliegende Gemeindehaus wird voraussichtlich ab dem kommenden Jahr restauriert, dazu das Umfeld um die beiden Gebäude neu gestaltet.

Romansthal wird danach viel mehr zeigen können, was das Dorf prägt. Das sind die lange Tradition im Obstanbau und die Nähe zum Staffelberg . Denn mit dem Raumkonzept nach dem Umbau der alten Schule soll all dem Rechnung getragen werden. Ein Platz zum Anbieten selbstgemachter Obsterzeugnisse wird es geben, einen Obstkelterraum, ein Zimmer, in dem Geschichtliches vom Staffelberg zu sehen sein wird (Arbeitstitel: Keltenraum) und natürlich weiterhin einen Versammlungsraum im ersten Stock.

Start im September 2015

Die Initiative dazu ging von den Romanthalern selber aus. Auf einer Dorfversammlung im September 2015 kam das Thema "Sanierung alte Schule" auf. "Das Gebäude war schon lange in einem schlechten Zustand", sagt Ortsbeauftragter Ulrich Schmitt. Bei einer weiteren internen Versammlung einen Monat später wurde ein Projektteam aus elf Leuten gebildet, das begann Ideen zu sammeln und zu prüfen.

Am Ende stand ein Projektplan, eine erfolgreiche Beantragung von europäischen Fördermitteln (knapp 600 000 Euro kommen aus dem Eler-Programm hinzu) - und ein Haufen Arbeit für die Romansthaler, denn das Vorhaben mit einem Millionenvolumen wäre für die Stadt sonst kaum umsetzbar gewesen.

"Rund 20 Mal haben wir uns seitdem getroffen", sagt Steffen Zapf, Mitglied der Projektgruppe. Seit März legt man auch Hand an. So wurde ein Anbau abgebrochen, das Haus entkernt und die Vorbereitungen getroffen, einen neuen Boden einzubauen. "Wir haben Mauern herausgerissen oder den Putz abgetragen", sagt Christian Donath, ebenfalls Mitglied des Projektteams.

Noch viel Arbeit vor sich

"Inzwischen haben wir 750 Arbeitsstunden für Planung und 634 für Bauarbeiten zugesteuert", rechnet Mario Kober, Leiter der Projektgruppe, aus. Und dabei steht noch viel Arbeit an. Ein Teil der Aufgaben wird, wie etwa die Sanierung des Mauerwerks und der Putz, von Fachfirmen übernommen.

Bisher lasse der Elan unter den Dorfbewohnern nicht nach zu helfen: "Wir sind zwischen fünf und 20 Personen je nach Arbeitseinsatz gewesen", sagt Zapf. Schließlich fühlt man sich ja einer Tradition verpflichtet. "Wir waren die ersten, die im Landkreis einen Apfelmarkt abgehalten haben", sagt er.



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