Eichig
Ortsgespräch

Eichiger sorgen sich ums "doppeltes Lindchen"

Bei der "Bürgerversammlung zu Fuß" in Eichig wurde von zahlreichen Teilnehmern lebhaft diskutiert.
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Größere Hinweisschilder sollen zum Felsenlabyrinth führen. Fotos: Gerd Klemenz
Größere Hinweisschilder sollen zum Felsenlabyrinth führen. Fotos: Gerd Klemenz
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Dem Lichtenfelser Bürgermeister Andreas Hügerich ist es immer wieder wichtig, sich mit seinem Team bei Bürgergesprächen vor Ort über die Sorgen und Anliegen der Bevölkerung zu informieren. Am späten Montagnachmittag trafen sich dazu etwa 40 Versammlungsteilnehmer, darunter auch interessierte Stadträte und Mitglieder der Stadtverwaltung zu einem Ortstermin und zogen vom Feuerwehrhaus durch den Juraort.

Erster Halt war am Kinderspielplatz, dort befindet sich eine Linde unter der Linde. "Die kleine droht zu verkümmern unter der großen Linde", sagten Dorfbewohner. Grund für die Pflanzung der "Ersatzlinde" war vor Jahren der schlechte Zustand der über 100 Jahre alten Dorflinde. Baumexperten waren damals schon vor Ort und untersuchten diese, berichteten Dorfbewohner. Nach einem kurzen Gedankenaustausch versicherte das Stadtoberhaupt, dass sich die Stadtgärtner ein Bild vor Ort machen werden, um eine vernünftige Lösung zu finden.

Ortsstraße ist Löcherpiste

Hauptanliegen der "Maachiger" war die Straße Am Boden, die sich durch den Ort zieht. So wurden zum einen die zahlreichen Schlaglöcher auf dem Weg zu den Glascontainern angesprochen. Viele Wasserpfützen säumten den Weg dorthin, wurde moniert. Aber auch fehlende und abgesenkte Bordsteine an der Straßeneinmündung Kulm/Boden lassen das Regenwasser nicht in die Kanalisation, sondern in Blumenbeete laufen. Im Kurvenbereich hat sich zusätzlich der Fahrbahnbelag verschoben, was sicherlich die hohen Temperaturen in den Sommermonaten und die schweren Fahrzeugen verschuldet haben.

Für Diskussionsstoff sorgte auch die Geschwindigkeitseinhaltung im Ort. Wie kann man die Autofahrer dazu bringen, das Tempolimit von 50 Stundenkilometer in der Straße Am Boden in Richtung Köttel einzuhalten? "Manchmal denkt man die Autos fliegen Richtung Köttel, so schnell sind manche", so eine Anliegerin.

Verschiedene Vorschläge

Macht eine Versetzung des Ortsschildes, die Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer oder eine abknickende Vorfahrtsstraße Richtung Köttel Sinn? Das alles sind Vorschläge, die die Runde machten. Bürgermeister Hügerich erwog das Anbringen von Geschwindigkeitstafeln am Ortseingang sowie eine Überprüfung einer Geschwindigkeitsreduzierung und Veränderung des Straßenverlaufes durch Behörden.

Wegen der zunehmende Besucherzahl am Felsenlabyrinth regten die Einheimischen eine Beschilderung an. Die bisherigen Hinweisschilder zum Felsengarten seien zu klein und würden einfach übersehen, und Parkplatzschilder seien nicht vorhanden. Beim natürlich angelegten Parkplatz werde man die fehlende Abgrenzung sowie den Eingangsbereich befestigen, so das Stadtoberhaupt nach Besichtigung vor Ort.

An der Bushaltestelle wünschen sich die Schulkinder einen zusätzlichen Windfang. Von Mörtelbrocken, die sich aus den Fugen der Treppenstufen der Sank-Wendelin-Kapelle herauslösen, berichteten Kirchenbesucher. Durch den ganzen Ort ziehen sich beschädigte Wasserrinnsteine. Als eine der Ursachen hierfür könnten zu großen Gerätschaften beim Winterdienst sein, erklärte Stadtbaumeister Gerhard Püls.

"Auf der Verbindungsstraße nach Lahm wird immer wieder Rollsplitt aufgetragen. Das ist doch keine Dauerlösung. Die kleinen Steinchen prasseln gegen den Lack und verursachen somit Schäden am Lack und Unterboden", so Bewohner, die regelmäßig diese Straße befahren. Als Alternative nach Lichtenfels müsste man erst nach Rothmannsthal oder Köttel fahren. "Die Sanierungsarbeiten sollen helfen zu verhindern, dass beispielsweise Wasser in kleine Risse eindringt", erklärte der Stadtbaumeister. Einen fehlenden Übungsplatz am Feuerwehrgerätehaus bemängelte Kommandant Gerald Tremel. Hierfür könnte auch der Platz am Sammelbecken genutzt werden, waren sich die Stadtvertreter einig.

Andreas Hügerich bedankte sich für die rege Teilnahme am Eichiger Bürgergespräch und versprach, weiter intensiv an Lösungen für die aktuellen Probleme zu arbeiten.

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