Ebensfeld
Sauerstoffgehalt

Ebensfeld: sichtbare Erfolge am Badesee

Seit rund einem Jahr laufen die Umwälzpumpen im Ebensfelder Badesee. Sie sollen verhindern, dass das Gewässer umkippt und die Fische eingehen.
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Das Wasser im Ebensfelder Badesee ist weniger trüb als vor dem Einsatz der Pumpen. Fotos: Tobias Kindermann
Das Wasser im Ebensfelder Badesee ist weniger trüb als vor dem Einsatz der Pumpen. Fotos: Tobias Kindermann
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Die Natur braucht ihre Zeit. Als vor rund einem Jahr zwei Umwälzpumpen im Ebensfelder Badesee eingesetzt wurden, war allen Beteiligten klar, dass es dauern würde, bis sich erste Verbesserungen zeigen. Die beiden Pumpen wurden angeschafft, damit es nicht mehr zu einem großen Fischsterben kommt, wie es 2012 und 2017 der Fall war. Rund zweieinhalb Tonnen verendeten allein 2017, weil der Sauerstoff knapp wurde und der See umkippte.

Das soll sich nicht wiederholen. Die Gemeinde beschloss 2018, für 70 000 Euro zwei Pumpen anzuschaffen. Sie laufen störungsfrei, sagt Gewässerwart Dieter Kirchner. "Und man kann auch erkennen, dass sich etwas getan hat."

Wer an den Rand des Sees tritt, kann das selber sehen: An heißen Tagen, wie sie in der jüngsten Zeit oft vorkamen, gibt sich das Wasser im Badesee sonst stärker getrübt und wirkte nicht sehr frisch. Jetzt ist es das schon etwas anders geworden. Man kann etwas tiefer hineinschauen und es riecht auch frischer.

Der Fortschritt ist zwar nicht riesig, aber spürbar. Es bewegt sich etwas im Gewässer - nicht nur sinnbildlich auf die Arbeit der Pumpen bezogen, die das sauerstoffarme Wasser aus der Tiefe langsam in die Höhe fördern, so dass es dort Sauerstoff aufnehmen kann. Auch die Qualität steigt.

"Als Angler sieht man so etwas gleich", sagt Jannes Böhmer, der einer der drei Nachwuchsangler ist, die regelmäßig Messungen im und am See durchführen. Die Werte seien zu keinem Zeitpunkt bislang kritisch gewesen. "Und sie waren sehr konstant", betont Paul Naumann, der ebenfalls bei den Messungen dabei ist. Dritter Gewässerwart ist Markus Fuß.

Konstante Werte - das heißt nun in Ebensfeld, dass sich die Werte des Wassers an der Oberfläche und in der Tiefe nur noch gering unterscheiden.

Wenn es nach einer längeren Wärmephase zu einem Temperatursturz kommt, sterben Algen ab, sinken zu Boden und entziehen dem Gewässer Sauerstoff. Hier ist der See nun stabiler, weil insgesamt mehr Sauerstoff im See vorhanden ist. Kündigt sich so eine Wetterlage an, werden Werte wie Sauerstoffgehalt, Temperatur und pH-Wert täglich überprüft, ansonsten gibt es einen Wochenrhythmus. Gespeist wird der See von unterirdischen Quellen.

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