Laden...
Lichtenfels
Bauausschuss

Durchgangsverkehr der Lichtenfelser Fußgängerzone stoppen

Pfosten oder PÜD? Der unerlaubt Verkehrsfluss durch die Fußgängerzone soll eingedämmt werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Vor dem Unteren Tor könnte der Marktplatz mit abnehmbaren Pfosten gesperrt werden. Foto: Andreas Welz
Vor dem Unteren Tor könnte der Marktplatz mit abnehmbaren Pfosten gesperrt werden. Foto: Andreas Welz
Die Fußgängerzone Marktplatz als Durchgangsstraße? Damit soll jetzt Schluss sein. Darauf einigte sich der Bauausschuss bei seiner Sitzung am Dienstag. Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) warnte verantwortungslose Autofahrer: "Wir wollen es erst mal im Guten versuchen, aber dann werden härtete Maßnahmen ergriffen."
Auf Antrag von Bündnis 90/Die Grünen soll die "widerrechtliche Nutzung der Fußgängerzone begrenzt werden". Von einer Verkehrsschau am 4. Juli berichtete Günther Lorenz vom Bauamt. Eine Absperrung mittels Pfosten im Bereich Unteres Tor wäre grundsätzlich denkbar. Seitens der Feuerwehr bestünden keine Bedenken, da die Pfosten bei Bedarf entfernt werden könnten. Probleme aus einer festen Absperrung würden sich für den notwendigen Lieferverkehr ergeben. Dieser könnte dann nur noch vom Marktplatz aus zufahren und müsste in diese Richtung auch wieder zurück. Im Bereich Säumarkt müsste dann zum Beispiel gewendet werden. Eine andere Lösung wäre die kommunale Verkehrsüberwachung, die aber nur für den ruhenden Verkehr zuständig sei, schlug Lorenz vor. Sie könnte lediglich die betreffenden Fahrzeuge notieren und anschließend der Polizei melden. Dies soll nun zunächst versuchsweise erfolgen, waren sich alle Ausschussmitglieder einig.
Soweit sich hierdurch keine Verbesserung der Situation ergeben sollte, wäre die Möglichkeit der Sperrung durch Pfosten zu klären, die vor dem Unteren Tor aufgestellt werden könnten. Weiterhin soll die Beschilderung vor dem Unteren Tor geändert werden, so die Versetzung der Radwegweiser und der Straßennamensschilder.



Mathias Söllner (Grüne), der auch an der Begehung teilnahm, will mit den Anliegern über die Aufstellung von neuen Fahrradständern sprechen. Mit der Deutschen Telekom soll wegen eines Abbaus oder einer Änderung der Telefonzelle gesprochen werden. Helmar Zipp (SPD) machte darauf aufmerksam, dass Radfahrer nur im Schritttempo den Marktplatz passieren dürften. Christian Bauer (Junge Bürger) regte das Anbringen von Markierungen und das Aufstellen zusätzlicher Schilder an. Frank Rubner (CSU) hatte beobachtet, dass besonders in den Abendstunden der Durchgangsverkehr zunimmt. Er stellte fest, dass auch in anderen verkehrsberuhigten Zonen Fahrzeuge widerrechtlich parken. Siegbert Koch (Grüne) machte deutlich, dass Ausnahmen gemacht werden sollten, zum Beispiel Taxis, die ältere und behinderte Menschen zur Apotheke fahren oder die Versorgungsfahrzeuge für die Einzelhändler. Bürgermeister Hügerich gab zu bedenken, dass einige Autofahrer eine Zufahrtsberechtigung hätten. Er appellierte an die Einsicht und Vernunft der Autofahrer, unterstrich aber: "Jeden Tag wird kontrolliert."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren