Bad Staffelstein
Struktur

Dreiklang der Stille in Stadtmitte

Rund um das Rathaus verteilen sich drei leer stehende Gebäude. Die Häufung ist auffällig, aber ein Ende der Situation ist bei allen dreien absehbar.
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Das Gebäude der ehemaligen Hypo-Vereinsbank wird bald den Besitzer wechseln. Die Stadt hat Interesse, das Haus zu übernehmen.
Das Gebäude der ehemaligen Hypo-Vereinsbank wird bald den Besitzer wechseln. Die Stadt hat Interesse, das Haus zu übernehmen.

Die Häufung ist auffällig: Rund um das Bad Staffelsteiner Rathaus gruppieren sich drei große, leer stehende Immobilien: das Gebäude der ehemaligen Hypo-Vereinsbank an der Rückseite des Rathauses, das Bärengelände an der Vorderseite in Richtung Lichtenfelser Straße und der Gasthof "Adam Riese" schräg gegenüber an der Ampel. Das fällt nicht nur Einheimischen auf, sondern auch Touristen. Der Kur- und Tourismusservice befragt über den Gästefragebogen Reisende über ihre Eindrücke der Stadt: 231 Bögen kamen zwischen Juli 2018 und Juni 2019 zusammen, 60 mehr als im Vorjahreszeitraum. Ganz oben steht das Fehlen weiterer fränkischer Gasthöfe in der Stadt, auf Platz 3 folgen Leerstände. Michael Böhm hat als Quartiersmanager das Thema besonders im Blick: "Der Eindruck täuscht oft. An vielen Stellen tut sich bereits etwas." Leer bedeutet also nicht gleich leer. Die Stadt hat das Bären-Areal gekauft und arbeitet an einem Nutzungskonzept, das auch eine gastronomische Komponente besitzt. "Auch der Gasthof ,Adam Riese' hat einen neuen Besitzer", sagt Böhm. Eine weitere gastronomische Nutzung sei wahrscheinlich, der neue Eigentümer mache sich bereits Gedanken über ein Nutzungskonzept.

Auch die ehemalische Hypo-Vereinsbank wird absehbar nicht mehr leer stehen. Die Stadt ist gerade dabei, die Immobilie zu übernehmen.

Als vor wenigen Tagen die Straße an der Rückseite des Rathauses gesperrt war, wurde ein alter Öltank demontiert - eine wichtige Voraussetzung für einen Verkauf. Was hier Neues entstehen wird, ist intern in der Stadtverwaltung noch in der Diskussion.

Für etwa zwei Drittel der leerstehenden Gebäude im Bereich der Kernstadt sei bereits eine andere Nutzung in Sicht - oder sie würden bereits genutzt, ohne dass das von außen direkt erkennbar sei, überschlägt Böhm.

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