Ebensfeld
Bilanz

Die Wehr verzeichnete 80 Einsätze

Die FFW Ebensfeld blickte auf das Jahr 2019 zurück. Die Feuerwehr musste doppelt so oft ausrücken wie sonst.
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Zur Ausrüstung der Ebensfelder Wehr zählt nun auch das Stabilisierungssystem "Stab-Fast" zum Abstützen auf der Seite oder dem Dach liegender Fahrzeuge nach Verkehrsunfällen.  Foto: weber-rescue.com
Zur Ausrüstung der Ebensfelder Wehr zählt nun auch das Stabilisierungssystem "Stab-Fast" zum Abstützen auf der Seite oder dem Dach liegender Fahrzeuge nach Verkehrsunfällen. Foto: weber-rescue.com
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Kellerbrand, Personenrettung aus einem Aufzug, Befreiung einer eingeklemmten Person nach einem Verkehrsunfall - die Ebensfelder Feuerwehr hatte 2019 alle Hände voll zu tun. Und das spiegelt sich auch in Zahlen wider, wie bei der Jahreshauptversammlung der Wehr im Feuerwehrhaus deutlich wurde.

80 Einsätze mit insgesamt 1200 Einsatzstunden verzeichnete die Wehr im vergangenen Jahr. Zwischen 2014 und 2018 bewegte sich die Einsatzzahl noch zwischen 35 und 55. Vorsitzender Markus Hellmuth bescheinigte den Aktiven "stets volles Engagement". In seinem Rückblick erinnerte er auch an Veranstaltungen, an denen man teilgenommen habe, etwa die Spritzeneinweihung der Dittersbrunner Wehr, das 125-Jahr-Jubiläum der Kümmersreuther oder die CSU-Tagung in Kloster Banz, bei der die Vertreter der Ebensfelder Wehr bewusst auch Punkte ansprachen, wo es noch Probleme und Verbesserungspotenzial gebe.

Für die künftige Arbeit der Ebensfelder Wehr wichtige Aspekte sprach auch Kommandant Georg Gäbelein an. So informierte er über den aktuellen Sachstand zur Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs LF 20. Die Auslieferung erfolge frühestens Ende Februar. Die feierliche Segnung des Fahrzeugs soll stattfinden im Rahmen des geplanten Tags der offenen Tür am Samstag, 18. April. Als wichtige getätigte Investition erwähnte Gäbelein ferner ein Stabilisierungssystem, das es den Einsatzkräften bei Einsätzen im Rahmen von Verkehrsunfällen erleichtert, ein auf der Seite oder dem Dach liegendes Fahrzeug abzustützen. Herzlich eingeladen seien alle Interessierten, so Gäbelein weiter, zum sechsten Landkreisinformationstag am Freitag, 20. März. Die an die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen gerichtete Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kreisfeuerwehrverband wird heuer von der Ebensfelder Wehr ausgerichtet.

Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) lobte das hohe Engagement: "Selbst wenn es noch einmal so viele Einsätze gewesen wären - ich bin mir sicher, dass wir uns auch dann auf die Ebensfelder Feuerwehr hätten verlassen können."

Als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes wohnte Sebastian Dorsch der Jahresversammlung bei, der am 1. Dezember vergangenen Jahres zum Kreisbrandmeister berufen worden war und den als Kommandanten der benachbarten Wehr in Unterneuses in Ebensfeld jeder kennt.

Besondere Bedeutung in einer Wehr kommt natürlich der Nachwuchsarbeit zu. In seinem Bericht für die Jugendwehr mit derzeit zehn Jugendlichen blickte Felix Saal zurück auf Übungen, einen Themenabend zum Aspekt "Unfallverhütung" oder die Vorbereitung des dann im November stattgefundenen Wissenstests. Der "Werbeauftritt" in der Schule habe sich gelohnt, bilanzierte Melanie Zahner für die Kinderfeuerwehr, in Ebensfeld als "Wuselwehr" tituliert. Betrug die Zahl der Jungen und Mädchen vor einem Jahr gerade einmal fünf, kann ein erfreulicher Anstieg auf derzeit zwölf Kinder mitgeteilt werden. Es werde aber noch ein männlicher Betreuer für die "Wuselwehr" benötigt, hieß es weiter.

Neu aufgenommen in die Jugendwehr wurde Josephine Hornung, in die Erwachsenenwehr Michaele Böhmer, Bernd Albert und Marcel Schardt. Letztgenannter wird auch als Gerätewart fungieren, nicht nur für die Ebensfelder Wehr, sondern im gesamten Gemeindegebiet.

Den Höhepunkt hatte man sich bei der Ebensfelder Feuerwehr bewusst für das Ende aufgehoben. Langjährige Aktive der Wehr erfuhren Anerkennung: für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft Tobias Walter und Markus Zillig, für 25 Jahre Martin Hirschlein, für 30 Jahre Stephan Klinke. Gar schon vier Jahrzehnte aktiv ist Karlheinz Ferle, der 1997 bis 2009 auch das Amt des Ersten Kommandanten ausübte.

Mit dem Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren muss Manfred Krebs aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

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