Lichtenfels
Frostsicher

Die frostigen Nächte beginnen: Pflanzen für den Winter vorbereiten

Gerade war noch Sommer, jetzt ist schon Herbst und dann kommt der Winter, die Zeit vergeht wie im Flug. Manche Pflanzen müssen ins warme geholt werden, andere überleben den Winter in der Kälte.
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Die Kürbis ernte soll dieses Jahr sehr gut ausfallen.Symbolbild: Christoph Schmidt/dpa
Die Kürbis ernte soll dieses Jahr sehr gut ausfallen.Symbolbild: Christoph Schmidt/dpa

Wildes stutzen der Gartenpflanzen

In den Gärten wird zurzeit einfach drauf los geschnitten. Das lässt jedes Wissen über die Gesetzmäßigkeit des Triebwachstums vermissen. Man muss dabei auch bedenken, dass die Wunden an den Gehölzen bis zum Frühjahr offen und damit ungeschützt bleiben. Der Baum oder Strauch kann in der Ruhezeit des Wachstums seine Wunde nicht mehr selber gegen Pilzkrankheiten abschotten. Außerdem bilden sich Risse durch Eintrocknung an den Schnittstellen, in die Pilzsporen einwandern können Ein Rückschnitt bei Sträuchern oder Bäumen sollte deshalb ab Anfang Oktober auf keinen Fall mehr erfolgen. Er erhöht jetzt zudem enorm die Empfindlichkeit gegen Kälte, da die schützenden Mineralien mit dem aufsteigenden Saft im Spätwinter im Restholz und Knospen zu sehr verwässert werden. Hier muss gewartet werden bis zum ausgehenden Winter. Das Schneiden im Herbst hat sich so langsam immer mehr eingebürgert. Milde Winter haben hier wahrscheinlich eine Leichtfertigkeit mit sich gebracht, die sich bei größerer Kälte aber sehr rächen kann. Zudem führt alles Schneiden in den oberen Bereichen der Gehölze zu einem Wachstum mit sehr vielen jungen Trieben. Es bilden sich dann sogenannte Besen. Ganz schlimm ist aber das Rundschneiden der Sträucher, die damit bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt werden und auch kaum mehr im Frühling blühen können, da die im Spätsommer angelegten Blüten weggeschnitten werden. Übertriebenes Sauberkeitsdenken sorgt dann auch in den Gärten für einen beängstigen Artenschwund.

Optimales Herbstwetter für Bauern

Die Bauern konnten in der letzten Zeit wunderbar ackern und ihr Wintergetreide ansäen. Der Boden ist jetzt oben leicht angefeuchtet, so dass er nicht mehr staubt und trotzdem gut zu befahren ist. Die Natur sieht nach dem voraus gegangenem Sturmtief gleich viel freundlicher aus und hat wieder etwas Farbe bekommen, wo einige Tage vorher noch Felder und Wiesen in einem einheitlichen Grau erschienen. Das stimmt den Naturfreund nach dem außergewöhnlichen trockenen Sommer ein wenig zuversichtlich. Die Eichen hängen heuer besonders voll mit Früchten. Der Boden unter diesen Bäumen ist teilweise mit Eicheln schon fast vollkommen bedeckt. Es wird immer gesagt, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass ein strenger Winter folgt. Auch andere Baumarten wie Ahorn und Eschen haben auffallend viele Samenstände vorzuweisen.

Pflanzen die leichten Frost überleben

Feigen und Olivenbäume vertragen leichte Fröste ohne Schäden. Auch der beliebte Agapanthus kann wenige Minusgrade noch überstehen. Besteht Frostgefahr, hilft kurzzeitig auch ein altes übergeworfenes Betttuch Frost abzuhalten. Sind stärkere Fröste angesagt oder sind Nachtfröste über einen längeren Zeitraum zu erwarten sollte man die Pflanzen einräumen. Am besten, man stellt die Pflanzen bei Regenwetter bereits jetzt geschützt ans Haus oder in eine Laube, damit die Erde im Kübel nicht zu nass wird und dann die Wurzeln zu faulen beginnen.

Gartentipps für den Winter

Pflanzen die keinen Frost vertragen

Vor einem großen Frost sollten unbedingt Zucchini in und Kürbisse eingeräumt werden. Sie vertragen keine Minusgrade. Zucchini lassen sich in kühlen und trockenen Räumen einige Zeit lagern. Sie können auch gleich in Scheiben geschnitten und Eingefroren werden. Unreife Tomaten werden gerne an auf den Küchenschrank gelegt, damit sie dort nachreifen können. Kürbisse lieben ebenfalls einen kühlen und trockenen Keller oder einen nichtbewohnten, unbeheizten und frostfreien Raum. Das gleiche gilt für die Nüsse. Feuchte Keller aber sind für die aufgezählten Früchte ungeeignet.

In diesem Jahr ist die Kürbisernte besonders gut ausgefallen. Die Lagerung der Früchte hat in einem trockenen und kühlen Keller zu erfolgen. Kürbisse fördern die Verdauung und neutralisieren Gift- und Gärstoffe im Darm. Außerdem kann man mit Kürbisspeisen erhöhte Cholesterinwerte senken. Bei Nieren- und Prostataleiden ist es sinnvoll, viel Kürbis zu essen. Mit dem Genuss dieser Frucht werden auch die Nerven gestärkt werden. Man nimmt zu dem leicht ab, da 100 Gramm Kürbis nur 25 Kalorien liefern.



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