Lichtenfels

Der Korbmarkt-Countdown läuft

Rund ums Rathaus hat der Aufbau für die Großveranstaltung begonnen. Die Arbeiter des Bauhofes haben längst Routine darin - trotzdem gibt es immer wieder Herausforderungen. Heuer zum Beispiel durch die Schirmherren.
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Emsiges Treiben herrscht am Lichtenfelser Marktplatz, wo die Vorbereitungen für den Korbmarkt auf Hochtouren laufen. Foto: Ramona Popp
Emsiges Treiben herrscht am Lichtenfelser Marktplatz, wo die Vorbereitungen für den Korbmarkt auf Hochtouren laufen. Foto: Ramona Popp
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Das Podium am Marktplatz muss bis Donnerstagabend stehen, denn am Freitagmorgen kommen die Gärtner, die den Blumenschmuck anbringen wollen. Das ist nur einer von vielen Terminen, die für Alois Neuhöfer in dieser Woche fix sind. Neuhöfer ist Betriebsleiter des städtischen Bauhofes und gemeinsam mit seinem Stellvertreter sowie zwei Vorarbeitern nimmt er die Einteilung der Arbeitskräfte für den Korbmarkt-Aufbau vor. Natürlich verfügen er und seine Kollegen hierbei über Routine, denn es ist der 35. Korbmarkt heuer und Neuhöfer ist seit 1991 beim Bauhof.

"Heute sind 14 Mann auf dem Marktplatz", antwortete er am Montag auf Nachfrage ohne groß zu überlegen. Am Dienstag werden es 20 sein und am Mittwoch 30. Neuhöfer weiß genau, wann wieviele Schreiner die Pavillons auf dem Marktplatz aufbauen oder Elektriker die Stände anschließen und welche Mitarbeiter schließlich für die Reinigung am Samstag zuständig sind. "Es ist ein sehr ausgeklügelter Plan", sagt er. Das "Röckchen" für die das Rathaus umgebenden Stände soll dem historischen Gebäude bis heute Mittag angelegt sein. Gestern legten die Arbeiter damit los.

1400 Glühbirnen

700 laufende Meter Lichterkette anzubringen, erfordert ebenfalls viel Umsicht. Pro Meter sind zwei Glühlampen reinzudrehen, macht insgesamt 1400 Stück. Tatsächlich müssen aber einige hundert mehr in die Fassungen geschraubt werden, da unter den in Eimern gelagerten Birnen immer wieder auch kaputte sind.

Die blau-gelben Elek tranten stehen schon länger an verschiedenen Punkten in der Innenstadt. Es sind 26 an der Zahl, und sie bergen nicht nur Strom- , sondern auch Wasser- und Abwasseranschlüsse.

Doch nicht nur die Arbeit will gemacht sein, auch Vorschriften müssen eingehalten werden - was viel Zeit bindet, die in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird. So müssen beispielsweise die Systemtrenner-Ventile an den Wasseranschlüssen einmal im Jahr gewartet werden. Damit wird gewährleistet, dass reines und gebrauchtes Wasser strikt getrennt bleiben. "Diese Kontrolle machen wir schon im August", berichtet Neuhöfer.

Aktuell macht sich der Betriebsleiter Gedanken darüber, wie man die Sicherheitsvorschriften am Hauptpodium mit einer guten Sicht auf Waltraud und Mariechen vereinbaren kann. Denn: Die beiden Komödianten Heißmann und Rassau, die ja die Schirmherrschaft über den Korbmarkt übernommen haben, treten in diesen Rollen meistens im Sitzen auf. Sie würden dann von dem vorgeschriebenen Geländer - das bisherige ist braun und aus Holz - zumindest teilweise verdeckt. Ob es eine bessere Lösung gibt, daran wird noch getüftelt.

Auch Helena I. hat viel zu tun

Einen genauen Plan von den kommenden Tagen hat sich auch Helena Scherer gemacht. Die amtierende Korbstadtkönigin wird am Samstag ihr geflochtenes Krönchen an ihre Nachfolgerin abgeben müssen. "Die Aufregung steigt", räumt sie ein, und dass sie der Gedanke an das Ende der zweijährigen Amtszeit nach all den schönen Erlebnissen schon ein bisschen traurig mache. Bis heute Abend will sie ihre Rede fertig haben, um sich dann den weiteren Punkten auf der Liste zu widmen, die sie sich gemacht hat, um ja nichts zu vergessen.

Viel Aufwand steckte bereits in den Vorbereitungen für das geplante Königinnentreffen am Samstag. Helena will eine gute Gastgeberin sein.

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