Bad Staffelstein
Bilanz

Der große Andrang ist jetzt vorbei

Die Saison am Bad Staffelsteiner Badesee geht zu Ende. Nach wochenlangem Supersommer-Schwimmwetter geht es ruhiger zu.
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In diesen Tagen ist kaum noch etwas los am Bad Staffelsteiner Badesee. Am 16. September ist die Saison vorbei. Fotos: Tobias Kindermann
In diesen Tagen ist kaum noch etwas los am Bad Staffelsteiner Badesee. Am 16. September ist die Saison vorbei. Fotos: Tobias Kindermann
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Seit 2005 betreut die Freizeit-GmbH das Schwimmbad Aqua Riese und den angrenzenden Badesee, doch 2018 wird in besonderer Erinnerung bleiben.

"So einen Sommer wie dieses Jahr hatten wir noch nie", sagt Geschäftsführer Martin Lüders. Kontinuierlich Sommer, wie er betont, denn seit Mai bis Ende August war praktisch durchgehend Badewetter. "Sonst gab es schon mal Phasen von zwei Wochen mit schlechtem Wetter, vor zwei Jahren haben wir zu den Liedern auf Banz sogar einmal Glühwein ausgeschenkt."

Die Saison am Bad Staffelsteiner Badesee läuft offiziell noch eine Woche, doch der große Run ist vorbei. "Jetzt kommen nur noch die ganz Harten", lacht Lüders. Einer davon ist hier gut bekannt: An diesem Tag ist Walter Edelmann aus Coburg der erste Gast - und der erste Schwimmer. "Ich komme bei gutem Wetter eigentlich fast jeden Tag" sagt er. Der 81-Jährige schwimmt am Morgen etwa eine halbe Stunde, dann geht es weiter in den Tag. "Und ich werde die Saison bis zum Schluss nutzen." Das wird der 16. September sein, dann ist auch das Hallenbad wieder offen, das momentan für die kommende Saison vorbereitet wird.

Lüders schätzt, dass in diesem Jahr etwa 30 Prozent mehr Badegäste als im Durchschnitt an den Badesee kamen, zwischen 65 000 und 70 000. Ganz exakt kann man das nicht ermitteln, weil die Gäste vom Campingplatz freien Eintritt haben.

Kein Badeunfall

Was ihn sehr angenehm überraschte: "Wir hatten in dieser Saison keinen Badeunfall." Auch die Wasserqualität war hervorragend: "1,60 Meter Sichttiefe im August sind ein sehr guter Wert." Das Gesundheitsamt schaute zwischen den regelmäßigen monatlichen Kontrollen und Messungen zusätzlich vorbei und hatte ebenfalls nichts zu beanstanden. Doch die Trockenheit sorgte dafür, dass der Wasserstand 30 Zentimeter niedriger war als sonst.

Probleme mit dem Personal gab es nicht, und Personen braucht man etwas mehr, wenn man als einziger See in der Umgebung eine durchgängige Aufsicht von 9 bis 20 Uhr, im August sogar bis 21 Uhr, gewährleistet: "Unsere Aushilfen haben lieber gearbeitet, als das schöne Wetter selbst zum Badengehen zu nutzen", lacht Lüders.

Selbst die Gäste passen ins sonnige Bild: "Auch hier hatten wir nie Probleme. Nach dem Drachenbootrennen etwa am 5. August gingen wir abends über die Wiese. Die hatten die Teilnehmer so sauber hinterlassen, dass wir fast nichts mehr aufräumen mussten."

Eine Saison also wie sie besser nicht sein kann? Fast: Wo man den Sommer eher spürte war an Land: "Es gab mehr Fälle von Kreislaufproblemen und Insektenstichen, die versorgt werden mussten."



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