Bad Staffelstein
Gastronomie

Das sind die Absolventen des Best Western Kurhotels in Bad Staffelstein

Jahre voller Strapazen haben die fünf Auszubildenden des Best Western Kurhotels hinter sich gebracht. Nun haben sie endlich ihren Abschluss geschafft.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die fünf Absolventen des Best Western Kurhotel in Bad Staffelstein und der Leiter Andreas Poth Foto: Dominic Buckreus
Die fünf Absolventen des Best Western Kurhotel in Bad Staffelstein und der Leiter Andreas Poth Foto: Dominic Buckreus
+5 Bilder
13, 14, 15, 17 - Das sind die Jahreszahlen, die Andreas Poth, Leiter des Best Western Kurhotels, zu Beginn seiner Rede aufzählt. Es sind die Jahre, in denen die fünf Auszubildenden, die jetzt ihren Abschluss erreicht haben, zu ihm ins Hotel gekommen sind. Und dennoch absolvierten sie nahezu gleichzeitig ihre Prüfung. Nicht alles verlaufe immer ganz geradlinig, gibt er zu bedenken. "Es ist spannend, dass es manchmal anders kommt, als man es sich vorgenommen hat", sagt Poth.

Ein Blick auf den Lebenslauf der Absolventen bestätigt diesen Eindruck. Manche haben in ihrer Ausbildung so viele Erfahrungen wie möglich gesammelt. Andere entdeckten erst mittendrin ihre wahre Bestimmung. Ähnlich unterschiedlich fallen auch die Pläne für die Zukunft aus. Die einen bleiben dem Hotel zunächst treu, die anderen wollen in die große, weite Welt.


Laura Bauer, 20, Hotelfachfrau aus Unnersdorf

Den Abschluss zur Hotelfachfrau hat Laura Bauer nun in der Tasche. Doch ihr ist das nicht genug. Sie hat sich dazu entschieden, noch eine zweite Ausbildung zu machen, nämlich als Köchin. Damit möchte sie später einmal die Gastwirtschaft "Zum Anker" in Unnersdorf übernehmen, denn diese gehört ihrer Oma. "Es bietet sich einfach an. Ich glaube, selbstständig zu sein ist immer das Beste in der Gastronomie", sagt sie.

Bis es so weit ist, wird es aber noch eine Weile dauern. Zum einen, weil die Ausbildung normalerweise drei Jahre dauert - Laura Bauer möchte sie aber schon in zwei Jahren schaffen. Schließlich hat sie darüber hinaus noch große Pläne; sie will unbedingt ins Ausland gehen, am liebsten nach Peru, Kanada oder Neuseeland.

Besonders schwer war es für sie am Anfang der Ausbildung: "Alles war neu und ich bin auch ein bisschen ein Schussel. Aber mit der Zeit lernt man, wie man mit den Gästen umgeht." Für sie sei das Kurhotel ein guter Ausbildungsbetrieb, in dem man viel lernt.


Lisa Eichner, 22, Restaurantfachfrau aus Kulmbach

Ausschlaggebend sei ihre Mama gewesen, dass sie im Jahr 2015 die Ausbildung zur begonnen hat, erklärt Lisa Eichner: "Sie hat in Kulmbach das Alpha-Café aufgemacht und ich habe es mit ihr zusammen aufgebaut." Dort habe sie erste Serviceluft schnuppern dürfen. Eine Ausbildung dort sei aber nicht vergleichbar mit der im Kurhotel, sagt sie. Deshalb hat sie sich für das Best Western entschieden.

Diesem bleibt sie jedoch nicht erhalten. Sie wird im August in die Schweiz ziehen, um in Zürich im 5-Sterne-Deluxe-Hotel "Dolder Grand" zu arbeiten. "Ich bin an einem Punkt, an dem ich viel gelernt habe, aber noch nicht die Karriereleiter hochklettern, sondern erstmal Erfahrungen sammeln will - und das kann ich am besten im Ausland", erklärt sie.

Die Arbeit mache ihr wahnsinnig Spaß, auch wenn es - etwa an Silvester - stressig werden kann. "Da wächst aber das Team zusammen." Ob sie später mal im Gourmet-Bereich oder in der Bar arbeiten wird, könne sie noch nicht voraussehen.


Kevin Lauerbach, 19, Koch aus Schottenstein

Im Jahr 2014 hat Kevin Lauerbach seine Ausbildung als Koch im Kurhotel begonnen. Diese Anfangszeit ist ihm immer noch in Erinnerung geblieben. "Es gab gewisse Tiefen", sagt er mit einem Schmunzeln. Die Arbeit in einer Restaurantküche sei ungewohnt gewesen. "Man war anfangs noch ein bisschen langsam. Irgendwann hab ich aber den Schalter umgelegt", erzählt er.

Gekocht habe er schon immer gerne. Ob in der Schule im Hauswirtschaftsunterricht oder zu Hause bei den Eltern. Vielleicht liegt es ihm auch im Blut, denn schon die Oma war gelernte Köchin.

Ein Jahr möchte er dem Kurhotel noch treu bleiben. Dann will er nach Österreich oder in die Schweiz. "Ich habe von vielen gehört, dass das eine gute Erfahrung ist. Es wird zwar stressig, aber die Erfahrung zählt", erklärt er. Außerdem möchte er sich noch weiterbilden. Den Meister hat er bereits im Blick und vielleicht kommt noch die Spezialausbildung zum Diätkoch dazu.


Michelle Krügl, 20, Köchin aus Lichtenfels

Die zweite Köchin in den Reihen der Absolventen hat einen kleinen Umweg gemacht. Zunächst kam sie als Azubi zur Fachkraft im Gastgewerbe ins Kurhotel. Doch in der Küche habe es ihr unglaublich viel Spaß gemacht, sagt sie. "Ich habe mich einfach eher in diesem Bereich gesehen." Deshalb hat sie nach einem Jahr gewechselt. Besonders bleiben ihr die Silvesterfeiern in Erinnerung. Sieben-Gänge-Menüs für 200 Leute: "Das war unglaublich spannend", sagt sie.

Im Juli wurde sie mit dem bayerischen Staatspreis für besonders gute Leistungen ausgezeichnet. Ihre letzten Zeugnisse seien immer gut gewesen, zudem achte das Komitte auf den Charakter und das Engagement, erklärt Krügl. "Ich bin schon stolz darauf, dass ich sowas geschafft habe."

In einem Jahr möchte sie sich aber eine neue Herausforderung suchen. Wohin es sie ziehen wird - in die Großstadt, ins Ausland oder doch hier in die Region -, ist ihr noch nicht klar: "Ich muss dann sehen, an welchen Punkt ich in meinem Leben bin", sagt sie.


Angela Klemenz, 18, Hotelfachfrau aus Oberlangheim

Angela Klemenz ist das Nästhäkchen des Quintetts. Kurz nach ihrem 16. Geburtstag hat sie die Ausbildung zur Hotelfachfrau im Best Western Kurhotel begonnen. "Anfangs war es eine große Umstellung", erinnert sie sich. Acht Stunden am Tag arbeiten sei eben gewöhnungsbedürftig gewesen. "Aber man ist da schnell rein gekommen. Es war auch immer jemand da, der geholfen hat."

In ihrer dreijährigen Ausbildung hat ihr die Zeit an der Rezeption besonders Spaß gemacht. Deshalb wird sie auch künftig dort die Gäste betreuen und Reservierungen tätigen. "Es ist einfach sehr abwechslungsreich", erklärt sie. Dazu genießt sie den Kontakt zu den Gästen: "Ich kann mir nicht vorstellen, acht Stunden im Büro zu sitzen und keinen Menschen zu sehen", sagt sie.

Um ihre langfristige Zukunft hat sie sich noch keine großen Gedanken gemacht. "Ich denke, nach der Ausbildung ist es das beste, erstmal zu bleiben, um zu sehen, wie es ist, als Ausgelernte zu arbeiten "
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren