Bad Staffelstein
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Das Salz wird nicht ausgehen

Die Wintersaison hat begonnen und die Streufahrzeuge sind unterwegs. Im Kreisbauhof des Landkreises Lichtenfels hat man für alle Fälle vorgesorgt.
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Minutensache: Die Fahrzeuge können die Aufsätze für den Streueinsatz im Kreisbauhof schnell aufladen. Fotos: Tobias Kindermann
Minutensache: Die Fahrzeuge können die Aufsätze für den Streueinsatz im Kreisbauhof schnell aufladen. Fotos: Tobias Kindermann
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Bislang sieht es noch nicht so aus, als würde bald der Winter mit Schnee Einzug halten. Der erste Einsatz des Kreisbauhofes auf den Straßen liegt zwar schon rund einen Monat zurück, doch danach blieb es vergleichsweise ruhig, sagt Heiko Tremel, Leiter des Kreisbauhofes in Bad Staffelstein. Am 10. November rückte das erste Fahrzeug aus, um vorwiegend auf Brücken zu streuen. "Danach folgten noch vier Einsätze. "Das ist sehr wenig bisher." Rund 50 Tonnen Salz streute der Kreisbauhof in der aktuellen Wintersaison auf den 228 Kilometern Straße, die er betreut.

Neben dem Kreisbauhof sind in den Kommunen die Gemeinden selber mit Streuwagen unterwegs, dazu kommt die Straßenmeisterei des Straßenbauamtes Bamberg, die Bundesstraßen frei hält sowie die Autobahn A 73. Sie unterhält ebenfalls einen Stützpunkt in Bad Staffelstein.

Bedarf schwankt

In der Saison 2018/19 waren es zu diesem Zeitpunkt schon sieben Einsätze gewesen, rechnet Franz Winkler, stellvertretender Leiter des Kreisbauhofs, nach. Mit einem Salzverbrauch von 1152 Tonnen war der vergangene Winter aus dieser Sicht durchschnittlich. Es gab Jahre, in denen sah das ganz anders aus, etwa 2010/11: Damals streuten die Wagen des Kreisbauhofes rund 1900 Tonnen auf die Straßen und es wäre noch mehr geworden, doch das Salz wurde am Ende knapp. "Damals haben wir die Rückwand unseres Salzlagers in Bad Staffelstein sehen können", erinnert sich Franz Winkler.

Das wird einem ab dieser Saison nicht mehr passieren. In Kulmbach hat der Landkreis ein neues Außenlager eingerichtet, das auch andere Kommunen nutzen. Dort lagern 2000 Tonnen Salz für den Landkreis - zusätzlich zu den 800 Tonnen in Bad Staffelstein. An einen so heftigen Winter, dass man ansatzweise solche Mengen hätte brauchen können, kann sich niemand im Bauhof erinnern.

Dafür fällt in diesem Jahr das kleine Außenlager in Burkheim mit 70 Tonnen Lagerkapazität weg. Es wird demnächst erneuert. "Aber das bekommen wir logistisch auch so hin", sagt Tremel. Neue Technik gibt es in den Streuwagen. Das alte, auf MS-Dos basierende System hat ausgedient: "Es stammte noch aus dem Jahr 2000, damals waren wir Vorreiter", sagt Tremel. Jetzt werden Daten wie Räumstrecke, Zeitpunkt, Salzmenge, Pflugeinsatz und Geschwindigkeit automatisch übertragen, wenn die Fahrzeuge auf den Hof rollen. Sonst wurden die Daten über Tage hinweg gespeichert und über einen Datenträger im Büro eingelesen. Diese Erfassung dient dazu, nachweisen zu können, wann in welchem Bereich des Straßennetzes wie geräumt und gestreut wurde.

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