Bad Staffelstein
Werbung

Das Image kommt in Bewegung

Im Tourismusausschuss wurde ein neuer Film über Bad Staffelstein vorgestellt. Die Stadt setzt erstmals auf diese Art Werbemittel.
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Die Reisebloggerin Christine Neder war im Juli in Bad Staffelstein unterwegs und hat inzwischen Videos und Berichte veröffentlicht. Foto: Kur- und Tourismusservice/Tara Hagemann
Die Reisebloggerin Christine Neder war im Juli in Bad Staffelstein unterwegs und hat inzwischen Videos und Berichte veröffentlicht. Foto: Kur- und Tourismusservice/Tara Hagemann
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Der Trend ist eindeutig: Bad Staffelstein konnte sich über Jahre auf eine unglaublich wirksame Mund-zu-Mund-Propaganda verlassen, wenn es um Werbung für den Urlaubsort ging. Das belegen die Zahlen, die die Stadt über einen Gästefragebogen seit inzwischen zehn Jahren erhebt. Doch die Gewichtungen verschieben sich. Lagen die Werte früher bei fast 70 Prozent, erreichen sie in der aktuellen Auswertung der Umfrage aus dem Zeitraum Juli 2017 bis Juni 2018 bei nur noch 52 Prozent.

Dagegen hat sich der Wert beim Punkt Internet in den vergangenen zehn Jahren von zehn auf 21 Prozent mehr als verdoppelt.

Da passte es, dass in der jüngsten Sitzung des Tourismusausschusses zwei Punkte auf der Tagesordnung standen, die gut zu dem Thema passen: Erstmals wurde in kleiner Runde der neue Imagefilm über die Stadt gezeigt, den Udo Langer aus Burgkunstadt und Markus Häggberg aus Lichtenfels produziert haben. Beide sind in der Region keine Unbekannten. Langer ist auch Musical-Komponist und Musiker, Häggberg Journalist. Sie kennen die Region - "und trotzdem gibt es immer noch Neues zu entdecken", sagte Langer bei der Vorstellung.

Drei Bereiche hatte man für den rund dreiminütigen Film ausgewählt: Kultur, Wellness und Genuss. Verbunden sind sie durch ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das Video zog: "Damit müssen sie rechnen."

Das ist eine Anspielung auf Adam Riese als berühmtesten Sohn der Stadt. Sein Rechenschüler, der Teil des Denkmals in der Bahnhofstraße ist, taucht mit einem Abakus rechnend immer wieder im Film auf.

Der Film soll bald auf der Homepage der Stadt zu sehen sein. Auch Vermieter und touristische Dienstleister werden ihn auf ihren Homepages einbinden können. Dazu kommt eine rund 20-sekündige Kurzversion für Facebook.

Auch sonst begibt man sich zum Werben auf neues Terrain. Mitte Juli war die bekannte Reisebloggerin Christine Neder mit ihrer Fotografin Tara Hagemann zu Gast in Bad Staffelstein. Ihrer Fanpage auf Facebook folgen über 110 000 Personen. Auf Instagram besitzt sie mit über 30 000 Followern eine gute Basis. Zwei Videos produzierte das Team über Stadt und Obermain-Therme, schrieb zwei Berichte mit Bildern (www.lilies-diary.com). "Sie spricht als junge Frau um die 30 ein anderes Publikum an, das uns gar nicht kennt", meinte Anne Maria Schneider, Leiterin des Kur- und Tourismusservice.

Die Adam-Riese-Werbegemeinschaft wird in diesem Jahr keinen Nikolausbasar in Bad Staffelstein ausrichten, gab Vorsitzender Theo Wittmann in der Sitzung bekannt: "Wir sind nicht in der Lage, das zu stemmen, haben wir beschlossen." Stadtrat Andreas Pfarrdrescher (CSU) meinte: "Vielleicht hilft ja ein Jahr Pause, die Bamberger Sandkirchweih hat das auch gebraucht."

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