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Lichtenfels
Epidemie

Infektionszahlen in Lichtenfels übersteigen kritischen Wert: Pflegeheim wird hart getroffen

Im Raum Lichtenfels steigen die Infektionszahlen wieder. Schuld ist der Ausbruch in einem Pflegeheim. Dort sind bisher acht Menschen gestorben. Die Lage im Überblick.
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Die Zahl der Infizierten im Landkreis Lichtenfels blieb über längere Zeit relativ konstant - doch innerhalb der letzten Tage stiegen die Zahlen nun wieder stark an. Neben dem Landkreis Coburg gilt Lichtenfels deshalb nun als Hotspot der Corona-Pandemie in Franken. Ursächlich dafür ist laut Landratsamt ein Ausbruch in einem Pfelegheim..

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 25.05.2020, 12.30 Uhr: 8 Tote und zahlreiche Infizierte bei Corona-Ausbruch in Pflegeheim

Um die Corona-Krise in den Griff zu bekommen, richtet die Politik den Blick derzeit auf die Zahl der Neuinfizierten in den letzten sieben Tagen (bezogen auf 100.000 Einwohner). Diese Zahl stieg nun im Kreis Lichtenfels auf über 40 - und erreichte damit einen kritischen Wert. Der Landkreis wird dadurch zum Handeln gezwungen.

Die gestiegene Zahl der Infektionen sei auf einen Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Marktgraitz zurückzuführen. Dort hätte sich laut Andreas Grosch vom Landratsamt Lichtenfels mittlerweile jeder dritte Bewohner angesteckt. Auch neun Mitarbeiter seien positiv getestet worden. Bisher seien acht Todesfälle in dem Heim zu beklagen, in dem insgesamt 62 Menschen lebten. 

Alle positiv getesteten Mitarbeiter und ihre Kontaktpersonen befinden sich laut Grosch in Quarantäne. Auch im Pflegeheim wurden die Erkrankten isoliert. Ein Besuchsverbot wurde verhängt. 

Dass die Lockerung des Besuchsverbots den Ausbruch begünstigt hätte, ist laut Grosch unwahrscheinlich: Den ersten Infektionsfall hätte es bereits zu einem Zeitpunkt gegeben, als das allgemeine Besuchsverbot noch gültig war. Man gehe deshalb davon aus, dass ein symptomfreier Mitarbeiter das Virus in das Pflegeheim gebracht habe.

Über die Maßnahmen im Pflegeheim hinaus seien im Landkreis zunächst keine weiteren Einschränkungen geplant: Da sich der Ausbruch gut lokalisieren ließ, sind weitere Maßnahmen  zunächst nicht vorgesehen. 

Update vom 21.04.2020, 13.30 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf 187

Wie das Landratsamt Lichtenfels am Dienstag (21. April 2020) um 7.30 Uhr vermeldet, sind im Landkreis mittlerweile 187 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein Patient starb im Zusammenhang mit Covid-19. 111 Menschen gelten als genesen. 

Update vom 16.04.2020, 19.15 Uhr: Brauerei stellt Alkohol für Desinfektionsmittel zur Verfügung

Der Landkreis Lichtenfels kann sich über eine Spende der besonderen Art freuen: Die Brauerei Leikeim stellt insgesamt 2000 Liter reinen Alkohol zur Verfügung. Genutzt werden soll dieser zur Herstellung von Handdesinfektionsmitteln. Die Hausapotheke der REGIOMED-Kliniken ist für die Weiterverarbeitung zuständig. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) mit Landrat Christian Meißner als Leiter der Katastrophenschutzbehörde Landratsamt an der Spitze hat diese Hilfsaktion koordiniert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Alten- und Pflegeheime sowie die medizinischen Einrichtungen im Umkreis bestmöglich unterstützen können, damit die Patienten und Angestellten weiterhin versorgt und geschützt werden können“, so der Geschäftsführer des Brauhauses Leikeim, Andreas Leikeim.

Landrat Christian Meißner zeigt sich von der Aktion begeistert: "Das Brauhaus Leikeim setzt damit Zeichen: ein Zeichen der Solidarität und der Hilfsbereitschaft, ein Zeichen, dass der Zusammenhalt in unserer Region groß ist, dass wir gemeinsam stark sind und dass wir gemeinsam mit der Unterstützung von vielen Seiten die Herausforderungen, vor die uns die Covid-19-Pandemie stellt, auch bewältigen können. Desinfektionsmittel werden derzeit dringend benötigt – dass wir sie nun auf diesem Wege selbst herstellen können, erleichtert vieles. Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Spende. Diese Hilfsaktionen aus der heimischen Wirtschaft machen Mut und sind Ansporn zugleich.“

Die gute Zusammenarbeit der Region sei in diesem Zusammenhang besonders wichtig gewesen, bekräftigt Meißner. „Zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Weismain haben den Transport des reinen Alkohols zur Verarbeitungs- und Ausgabestelle übernommen. Von der Firma Johnson Matthey in Redwitz a.d. Rodach wurden dazu die so genannten IBC-Behälter zur Verfügung gestellt. Und der ‚Chefapotheker‘ der REGIOMED-Kliniken, Stefan Schlosser, hat die ordnungsgemäße Mischung der Desinfektionsmittel vorgenommen. Allen gilt mein besonderer Dank, da dadurch der gespendete Alkohol dem benötigten Zweck schnell zugeführt werden konnte“, so der Landrat.

Update vom 14.04.2020, 21.15 Uhr: Update der Fallzahlen

Aktuell liegt die Zahl der Infizierten im Landkreis und der Stadt Lichtenfels bei 160 Menschen. Todesopfer gibt es bislang eines. Auf der Internetseite des Landkreises ist von 72 Geheilten die Rede.

Update vom 07.04.2020, 13.53 Uhr: Schwerpunktpraxis für Corona-Patienten öffnet

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten im Landkreis Lichtenfels ist auf 137 gestiegen. Das meldet das Landratsamt auf der offiziellen Webseite. Ein Mensch ist im Kreis Lichtenfels bereits an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, 46 sind wieder genesen.

Seit dem heutigen Dienstag, 07.04.2020, gibt es im Landkreis Lichtenfels eine sogenannte Schwerpunktpraxis für COVID-19-Erkrankte. Das meldet das Landratsamt Lichtenfels in einer Pressemitteilung. Landrat Christian Meißner und der Versorgungsarzt des Landkreises, Dr. Jürgen Murmann, haben dieses Angebot für die Bürgerinnen und Bürger mit tatkräftiger Unterstützung der Führungsgruppe Katastrophenschutz und von REGIOMED binnen weniger Tage ins Leben gerufen.

Die Überweisung in das Testzentrum kann nur durch den Hausarzt oder über die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 erfolgen. Die Patienten erhalten anschließend von den Mitarbeitern der Schwerpunktpraxis telefonisch einen Termin für die Untersuchung.

Die Schwerpunktpraxis hat täglich – auch über die Osterfeiertage – geöffnet. 

„Wir wollen damit die Arztpraxen von COVID-19-Verdachtsfällen entlasten und auch das Praxispersonal und die Patienten besser schützen. In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und den niedergelassenen Ärzten ist dieses Modell entstanden,“ erläutert Landrat Christian Meißner das Modell der Schwerpunktpraxis.

„Wir wollen hier für all jene Patienten Anlaufstelle sein, die meinen mit COVID-19 infiziert zu sein oder entsprechende Symptome haben (sogenannte Verdachtsfälle). Wichtig ist uns, die Patienten nicht nur zu testen, sondern sie auch zu untersuchen“, so der Versorgungsarzt Dr. Jürgen Murmann. „Wem das Knie schmerzt oder wer einen verstauchten Finger hat, der ist hier falsch. Wir kümmern uns ausschließlich um das Thema Corona-Virus. Aber bitte nur mit einem Termin bzw. einer Überweisung vom Hausarzt oder über die 116 117.“

Appell an mögliche Helfer

Alle Ärzte, die Interesse und den Wunsch haben in der Schwerpunktpraxis mitzuarbeiten, sollen sich bitte bei der Hotline des Landkreises per E-Mail hotline@landkreis-lichtenfels.de oder telefonisch unter 09571/ 18 190 melden.

Update vom 06.04.2020, 11.10 Uhr: Altes Klinikum in Lichtenfels zur Behandlung von Corona-Patienten

Seit fast zwei Jahren steht das alte Klinikum in Lichtenfels bereits leer. Doch jetzt wird es reaktiviert, um mehr Corona-Patienten behandeln zu können. In dem sogenannten Notkrankenhaus sollen schließlich 90 bis 100 Betten bereitstehen, um Infizierte mit leichteren Symptomen unterbringen zu können. Das einzige Problem scheint aktuell die Personalsituation zu sein. Einen Termin, wann das Behelfskrankenhaus betriebsbereit sein muss, gebe es noch nicht, sagte Robert Wieland, zuständiger Geschäftsführer bei Regiomed und amtierender Krankenhausdirektor in Lichtenfels. Der Klinikverbund Regiomed hatte diese Option bereits seit dem Beginn der Corona-Krise auf dem Schirm. Doch es gab einige Punkte, die die Entscheidung verzögerten.  Laut LGL sind im Raum Lichtenfels derzeit (Stand 5. April 2020) 125 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - eine offizielle Zahl des Landratsamtes Lichtenfels steht am Montagvormittag noch aus. 

Update vom 03.04.2020, 12.45 Uhr: Zahl der infizierten im Landkreis steigt weiter - Appell des Landrats

Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen im Landkreis Lichtenfels ist in den vergangenen Tagen weiter angestiegen. Das teilt das Landratsamt mit. Demnach seien dem Sachgebiet Gesundheit am Landratsamt aktuell 112 Fälle vom Kleinkind bis zum Hochbetagten gemeldet (Stand: 03.04.2020). „Die erfreuliche Nachricht: 28 Personen gelten als genesen“, informierte Landrat Christian Meißner. Nach Angaben der Leitung des Regiomed-Klinikums Lichtenfels wurden dort (Stand Donnerstag) fünf positiv getestete Personen stationär behandelt, drei davon werden beatmet.  

Rund 580 Kontaktpersonen ersten Grades und rund 1200 Kontaktpersonen zweiten Grades sind unter Beobachtung und es besteht ein zum Teil täglicher Austausch mit dem Gesundheitsamt, gegebenenfalls um zeitnah weitere Maßnahmen einleiten zu können.

„Die Gefahr einer Infektion mit dem Corona-Virus ist nicht nur ein Problem der älteren Generation. Die Statistik zeigt: Jeder fünfte Infizierte in unserem Landkreis ist unter 25 Jahren“, machte Landrat Christian Meißner deutlich. Er wendet sich vor diesem Hintergrund mit einem dringenden Aufruf an die „jüngere Generation“: „Bitte nehmt die Ausgangsbeschränkungen und die Vorgaben der Staatsregierung Ernst und bitte vermeidet soziale Kontakte.“

Seit vergangener Woche gibt es zwei Abstrichstellen im Landkreis Lichtenfels. Die Vorgehensweise: Personen, die erkrankt sind und COVID-Symptome zeigen, sollten sich zunächst erst telefonisch an ihren Hausarzt wenden. Bei ihm sind die Symptome genau zu schildern. Der Hausarzt entscheidet dann über die weitere Vorgehensweise und wird die Patienten gegebenenfalls weiter an die Abstrichstelle verweisen, die für im Landkreis niedergelassenen Ärzte eingerichtet wurde.

Hier werden die Proben im Drive-Through-Verfahren genommen – die Patienten müssen das Auto nicht verlassen. Auch hier unterstützt die Feuerwehr und kontrolliert die Zufahrt zur Abstrichstelle: Zugelassen werden nur jene Patienten, die von ihren Ärzten für einen Termin angemeldet sind. Nach Angaben der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) wurden vom Start bis Donnerstagabend an der Abstrichstelle für die niedergelassenen Ärzte 136 Abstriche gemacht. An der Abstrichstelle des Landkreises Lichtenfels wurden bislang rund 460 Tests genommen. Pro Stunde können acht bis zehn Abstriche genommen werden.

Bis das Ergebnis vorliegt, dauert es, je nach Labor, bis zu zwei Tage. Grundsätzlich werden aktuell nur noch medizinisches und pflegerisches Personal abgestrichen (wenn sie Kontaktpersonen ersten Grades sind) und diejenigen, die die Symptome aufweisen nach einer vom Hausarzt erfolgten Differentialdiagnostik. Liegt die Meldung eines positiven Covid-19-Falls vor, ordnet das Sachgebiet Gesundheit Quarantäne an und informiert die Kontaktpersonen.

Update vom 30.03.2020, 16.50 Uhr: Landrat gibt ersten Todesfall im Kreis Lichtenfels bekannt

Landrat Christian Meißner hat am Montag (30.03.2020) über den ersten Todesfall infolge des Coronavirus im Landkreis Lichtenfels informiert: „Die traurige Wirklichkeit ist, dass wir seit heute den ersten Todesfall im Landkreis haben“, sagte  Meißner bei der regelmäßig stattfindenden Besprechung der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Montagvormittag.

„Es gibt keinen Anlass die Ausgangsbeschränkungen aufzuheben oder gar die Verbreitung des Virus auf die leichte Schulter zu nehmen“, betonte Meißner. „Den Angehörigen des ersten Corona-Todesfalls im Landkreis spreche ich auf diesem Wege mein Beileid und tiefes Mitgefühl aus.“ Weitere Angaben zu Herkunft und Alter des Verstorbenen wurden zunächst nicht gemacht. 

Laut Landratsamt liegt der Zahl der Coronavirus-Infizierten im Landkreis Lichtenfels derzeit bei 79 (Stand: 30.03.2020, 11.40 Uhr). Mit Blick auf die steigenden Zahlen an Infizierten appelliert Landrat Christian Meißner nochmals eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, sich unbedingt an die Vorgaben der bayerischen Staatsregierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise zu halten. „Nur eine Vermeidung von Infektionen hilft unserem Gesundheitssystem, diese Pandemie bestmöglich zu bewältigen und viel Leid und Schmerz zu vermeiden. Durch die Einhaltung der Schutzmaßnahmen können Leben gerettet werden, vielleicht sogar ihr eigenes“, so der Landrat.   

Update vom 30.03.2020, 14.45 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf 74

Laut dem Landesamt für Gesundheit ist die Zahl der Infizierten im Landkreis Lichtenfels am Sonntag auf 74 gestiegen. Das bedeutet eine Zunahme der Corona-Fälle um 17 im Vergleich zu Vortag.  

Update vom 27.03.2020, 16.15 Uhr: Väter nun doch im Kreißsaal erlaubt

Wer in Coburg oder Lichtenfels in den nächsten Wochen ein Kind bekommt, muss die Geburt nun doch nicht alleine durchstehen. Die Regiomed-Kliniken lassen Väter in den Kreißsaal - allerdings unter Bedingungen.

Nachdem zuletzt bekannt wurde, dass Väter bei Geburten in fränkischen Regiomed-Kliniken, wie in Lichtenfels oder Coburg, nicht in den Kreißsaal dürfen, gibt es nun Neuigkeiten: Wie die Kliniken mitteilen, ist es werdenden Vätern weiterhin erlaubt, bei der Geburt ihres Kindes dabei zu sein.

Voraussetzung dafür sind allerdings "umfangreiche Hygienemaßnahmen" und das Tragen einer Schutzmontur: "Das ist möglich, wenn der Vater symptomfrei ist und in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer infizierten Person hatte."

Update vom 26.03.2020, 10.50 Uhr: Keine Väter im Kreißsaal

Wer in Lichtenfels in den nächsten Wochen ein Kind bekommt, muss die Geburt alleine durchstehen. Die Regiomed-Kliniken lassen Väter nicht mehr in den Kreißsaal.

Update vom 23.03.2020, 13.30 Uhr: So verfahren wir mit Aktualisierungen

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen aktualisieren wir die Fallzahlen nicht mehr mehrmals am Tag. Daher kann es vorkommen, dass die letzten Zahlen von Angaben an anderer Stelle abweichen. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier in unserer Frankenkarte.

Im Landkreis Lichtenfels sind derzeit 20 Infizierte gemeldet.

Sollte es besondere Entwicklungen geben wie etwa Maßnahmen, die speziell den Landkreis betreffen oder andere Informationen, die über das Vermelden von Fallzahlen hinausgehen, aktualisieren wir den Artikel. 

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 18.03.2020, 14.20 Uhr: Coronavirus in Lichtenfels

Alle Informationen zur Lage in Franken und dem Rest Deutschlands gibt es im Ticker von inFranken.de

Die inFranken.de-Redaktion aktualisiert diesen Artikel nicht täglich. Sobald es Neuigkeiten zum Coronavirus gibt, erfahren Sie es hier oder im News-Ticker.

Update vom 17.03.2020: Fünf Corona-Fälle im Landkreis Lichtenfels

Im Landkreis Lichtenfels sind aktuell fünf Corona-Virus-Fälle bestätigt. Dies wurde dem Sachgebiet Gesundheit am Landratsamt Lichtenfels am Dienstagmittag (17. März 2020) gemeldet.

Der erste Fall, der im Lichtenfelser Klinikum Lichtenfels stationär behandelt worden ist, geht am Dienstag in die häusliche Quarantäne. Die vier Neu-Infizierten befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, wie aus einer Pressemitteilung des Landkreises hervorgeht.

Update vom 15.03.2020. 17 Uhr: Keine neuen Fälle im Kreis Lichtenfels

Während bayernweit Überlegungen zu weiteren Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus angestellt werden, gibt es zumindest aus dem Landkreis Lichtenfels gute Nachrichten: Nachdem am Freitag ein Fall von Covid-19 bestätigt wurden, kam zumindest an diesem Wochenende kein neuer Fall hinzu.

 

Meldung vom 13.03.2020: Erster Corona-Fall in Lichtenfels

Seit heute hat auch der Landkreis Lichtenfels einen ersten bestätigten Corona-Virus-Fall. Dies wurde dem Sachgebiet Gesundheit am Landratsamt Lichtenfels am Freitagvormittag gemeldet. Der Patient ist im Klinikum Lichtenfels in Isolation und alle erforderlichen Maßnahmen wurden ergriffen.

 

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"Es ist eine bis dato nicht gekannte Ausnahme-Situation, die wir derzeit nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland und Europa erleben. Mein Dank gilt schon heute meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landkreisverwaltung sowie den Blaulichtorganisationen für ihre unermüdliche Arbeit. Wir sind auch am Wochenende im Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger", betonte Landrat Christian Meißner. "Der Krisenstab, der bereits seit fast zwei Wochen zusammenkommt, trifft sich jüngst täglich mehrfach, um die Situation aktuell zu bewerten und um geeignete Maßnahmen zu ergreifen."

Landratsamt bietet Hotline an

Für besorgte Bürgerinnen und Bürger bietet das Landratsamt Lichtenfels eine Telefon-Hotline unter der Rufnummer 0 95 71 / 18 - 190 an. Die Landkreisverwaltung bittet: "Bevor Sie anrufen, raten wir Bürgerinnen und Bürgern dazu, sich auf unserer Homepage www.lkr-lif.de vorab zu informieren. Dadurch können vielleicht einige Fragen bereits beantwortet werden."

Die Hotline ist auch an diesem Wochenende erreichbar:

Heute, Freitag, 13.03.2020: bis 20 Uhr

Morgen, Samstag, 14.03.2020: 08:00 bis 18:00 Uhr

Wahlsonntag, Sonntag, 15.03.2020: 08.00 bis 18:00 Uhr.

Der Landkreis Lichtenfels sagt alle seine Veranstaltungen ab

Veranstaltungen des Landkreises Lichtenfels, der Umweltstation Weismain, der VHS und der Kommunalen Jugendarbeit werden bis einschließlich 19. April 2020 abgesagt.

Schließung der kreiseigenen Sporthallen

Aufgrund der aktuellen Schulschließungen sind auch die Obermainhalle Burgkunstadt, die Sporthalle am Meranier-Gymnasium Lichtenfels und die Turnhalle an der Berufsschule Lichtenfels vom 16. März bis zum 19. April 2020 für den Vereinsbetrieb geschlossen.

Keine Auswirkungen auf den ÖPNV - Die Busse fahren weiter!

Unabhängig vom Schulausfall in den nächsten Wochen werden bis auf weiteres die öffentlichen Buslinien im Landkreis Lichtenfels fahrplanmäßig durchgeführt. Dabei handelt sich um die vom Landkreis beauftragen Linien der Firmen Deuber Reisen GmbH (1231 bis 1234 und 1241) und Omnibusverkehr Franken GmbH (1251 bis 1254 und 1212), die eigenwirtschaftlich betriebenen Linien (Stadtverkehr Lichtenfels, Firma Omnibus Schuster, Firma Götz-Reisen GmbH) und die vom Landkreis beauftragten freigestellten Schülerverkehre. Auch der Rufbusverkehr wird planmäßig bedient.