Lichtenfels
Fasching

Buntes und lustiges Gewimmel beim Kindergartenfestzug in Lichtenfels

Zum 24. Mal veranstaltete der Kindergarten seinen Umzug zum Lichtenfelser Marktplatz.
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Der Spaß beim Tanzen stand den Kindern ins Gesicht geschrieben.  Fotos: Markus Häggberg
Der Spaß beim Tanzen stand den Kindern ins Gesicht geschrieben. Fotos: Markus Häggberg
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Als es zu regnen begann, wurde es ungemütlich. Aber davor wurde zwei Stunden lang ordentlich gefeiert. Wie alle jahre säumten beim Faschingseinzug des Franziskus-Kindergartens in die Innenstadt Schaulustige die rund 400 Meter Wegstrecke.

Disco-Kings und -Queens

Noch bevor es um 14 Uhr losging, freuten sich die Kinder am Schützenplatz auf das, was gleich geschehen wird. Manche tanzten, andere nahmen sich bei der Hand. Die, die zu klein zum Begreifen waren, legten fragende und staunende Gesichter auf. Aber auch die wurden bald fröhlich. 60 Kinder wurden zum Mitmachen angemeldet und was sie verband, war die Musik. "Disco, Jive'n' Rock 'n' Roll - der Franziskus-Kindergarten hat den Soul", so das Motto. Und so waren alle da, die kleinen Disco-Kings und Disco-Queens, die Rocker in Ledermontur und mit Plastik-E-Gitarre, zudem eine ganze Reihe an Flower-Power-Kindern, mit Blumenkränzen und mit Betreuern und Eltern, die ebenso Spaß an Verkleidung hatten.

Sogar einen für die Hippie-Zeit typischen VW-Bulli hatte man aufgetrieben - aus Papier, selber angefertigt und mit dem Kennzeichen LIF 1967. Willkommen im "Summer of Love". Dann ging es los und unter Helau-Rufen und Kamellenwurf näherten sich die Kinder unter Klängen der Neuen Deutschen Welle dem Marktplatz. Dort warteten auch schon aufgebaute Spielstationen auf sie.

Zum 24. Mal veranstaltete der Kindergarten seinen Umzug und das Interesse der Lichtenfelser daran ist ungebrochen. Auch Bürgermeister Andreas Hügerich sollte die Zuschauer begrüßend zum Mikrofon greifen. Doch wo waren die Eltern des kleinen Cowboys Jonathan? Just bevor die Frage auftauchte, ob Hügerich das Kind nicht vermitteln könnte, waren die Eltern zur Stelle. Man hatte sich in dem Gewimmel aus den Augen verloren. Gewimmel war es, aber quirlig und lustig.

Blume statt Batman

In einer Darbietung der "Tanzmäuse", bei der Erzieherin Andrea Wagner die Choreografie anleitete, bildeten die Knirpse einen Ring, der sich mal weitete und mal verengte. "By the rivers of Babylon" und "Born to be alive" ließen dabei die 70er aufsteigen und viel Applaus war der Lohn. Immer und immer wieder kam es zu kleinen Tanzeinlagen. Nur ein Kindergesicht blickte dabei manchmal ein wenig ratlos, vielleicht sogar mit einer Spur von Grimm aus der Wäsche. Es gehörte einem vierjährigen Jungen, der so gerne als Batman oder Ninja gegangen wäre, doch sein Erscheinungsbild war eher das einer Blume. Mit allerlei Spielen sollte es weitergehen und ausklingen.

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