Bad Staffelstein
Feuerwehreinsatz

Alarm in Oberfranken: Großeinsatz nach Brand in Batteriefabrik

Ein Feuerwehr-Großaufgebot rückte am Freitag bei der Firma Moll in Bad Staffelstein an. Glücklicherweise war der Brand in der Absaugungsanlage rasch bemerkt worden.
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Um die Mittagszeit wurde der Alarm in Bad Staffelstein ausgelöst. Die Mitarbeiter der Firma Moll versammelten sich im Außenbereich und warteten den Feuerwehreinsatz ab. Popp
Um die Mittagszeit wurde der Alarm in Bad Staffelstein ausgelöst. Die Mitarbeiter der Firma Moll versammelten sich im Außenbereich und warteten den Feuerwehreinsatz ab. Popp
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Eine große Anzahl Feuerwehreinsatzkräfte rückten am Freitagmittag bei der Akkumulatorenfabrik Moll in Bad Staffelstein (Kreis Lichtenfels) an, nachdem es in einer Filteranlage zu einem Schwelbrand gekommen war. Verletzt wurde niemand. Das teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit.

Gegen 11.45 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Coburg die Mitteilung über das Feuer in der Firma für Kraftfahrzeugbatterien in der Angerstraße ein. Rasch waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Die Angestellten hatten das Gebäude zwischenzeitlich verlassen. Bis zu 150 Einsatzkräfte überprüften in der Folgezeit die Firmenhalle. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es beim Schmelzvorgang in einem geschlossenen System zur Funkenbildung. Diese Funken wurden von der Absauganlage erfasst und entzündeten Material in der Filteranlage. Durch den dortigen Schwelbrand entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von circa 100.000 Euro. Die Polizeiwache Bad Staffelstein hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

Bad Staffelstein: Zahlreiche Einsatzkräfte waren in wenigen Minuten vor Ort

Die Brisanz des Alarms um die Mittagszeit zeigte sich in der Zahl der Einsatzkräfte, die sich innerhalb weniger Minuten in der Angerstraße einfanden: Bei einem Feuer in einer Industrieanlage, in diesem Fall in einer Batteriefabrik, muss eine schlagkräftige Mannschaft vorhanden sein, in der man im Notfall auch einander ablösen kann.

Feuerwehreinsatz in Batteriefabrik Moll

Eine ganze Kolonne von Feuerwehrfahrzeugen samt Drehleiter und rund 150 Feuerwehrleute waren vor Ort. Sogar mit Traktorenanhängern aus Stadtteilen waren Helfer gekommen und warteten in den Nebenstraße ab.

Brand in der Lüftung unter Kontrolle

Schon bald konnte Stadtkommandant Stefan Liebl, der die Einsatzleitung innehatte, eine erste Entwarnung aussprechen: Der Brand in der Lüftung ist unter Kontrolle. Um sicher zu gehen, dass nicht ein Schwelbrand weiterbesteht, wurde die Absauganlage anschließend genauer unter die Lupe genommen.

Bemerkbar gemacht hatte sich der Defekt durch Qualm. Die Filteranlage wird bei Produktionsarbeiten in der Akkumulatorenfabrik zum Absaugen eingesetzt. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es beim Schmelzvorgang in einem geschlossenen System zur Funkenbildung. Diese Funken wurden von der Absaugung erfasst und entzündeten Material in der Filteranlage.

Eine dichte schwarze Rauchwolke war am Freitagmorgen auch über Nürnberg gesichtet worden. Der Rauchpilz über der Sebalder Altstadt löste einen größeren Rettungseinsatz aus.

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