Lichtenfels
Gründung

Botschafter für zukunftsfähige Technologie mit Sitz in Lichtenfels

Der Förderverein des Forschungs- und Anwendungszentrums für digitale Zukunftstechnologien wurde aus der Taufe gehoben.
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Groß war der Zuspruch für den Förderverein und entsprechend lang deshalb die Schlange hinter Bürgermeister Andreas Hügerich, als sich die Gäste dem Förderverein offiziell als Mitglieder anschlossen. Foto: Marion Nikol
Groß war der Zuspruch für den Förderverein und entsprechend lang deshalb die Schlange hinter Bürgermeister Andreas Hügerich, als sich die Gäste dem Förderverein offiziell als Mitglieder anschlossen. Foto: Marion Nikol
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Große Chancen für die erfolgreiche Zukunft einer Region ergeben sich nicht aus dem Blauen heraus. Es bedarf Weitsicht, Kreativität, Gespür für den richtigen Zeitpunkt und vor allem Engagement durch Menschen, die gemeinsam etwas voranbringen wollen. Zu diesen Menschen zählen die Initiatoren des Forschungs- und Anwendungszentrums für digitale Zukunftstechnologien (Fadz), allen voran der Unternehmer Frank Herzog sowie Vertreter der Stadt und des Landkreises Lichtenfels und der Hochschule Coburg.

Sie alle hatten am Montagabend großen Grund zu Freude, als im Stadtschloss der Förderverein des Fadz gegründet und damit ein wichtiger Meilenstein für die weitere Entwicklung des prestigeträchtigen Projekts gelegt . Dass das Fadz als Botschafter für zukunftsfähige Technologien eine Strahlkraft in ganz Oberfranken und darüber hinaus besitzt, betonten an diesem Abend auch die geladenen Mandatsträger.

So stellte Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner klar, dass sie sich beim Bund für das Leuchtturmprojekt stark machen und "weitere Türen in Berlin öffnen" werde. Landtagsabgeordneter Jürgen Baumgärtner wiederum sprach "von einem großen Tag für Lichtenfels" und hob dabei auch die Bedeutung des Innovationsdreiecks Coburg-Kronach-Lichtenfels hervor, dessen Stärke vor allem im gemeinsamen Handeln läge.

Mit 60 Mitgliedern gegründet

Ähnlich äußerte sich auch sein Landtagskollege Martin Mittag: "Die Möglichkeit, die sich uns hier und jetzt bietet, ist einmalig und sollte genutzt werden - lassen Sie es uns gemeinsam anpacken." Genau dieser Aufforderung folgten schließlich die geladenen Gäste und bekannten sich per Unterschrift zur Mitgliedschaft im Förderverein, der kurz darauf durch die einstimmige Annahme der Satzung und Beitragsordnung von insgesamt 60 Mitgliedern gegründet wurde.

Zweck des Vereins ist es, die Gründung, die Entwicklung und den Betrieb des Fadz als gemeinsame Forschungs- und Transferstelle regionaler Unternehmen und der Hochschule Coburg zu fördern. Die Unterstützung erfolgt sowohl mit monetären als auch mit ideellen Werten. Im Gegenzug erhalten die Mitglieder Zugang zu einem breiten Unternehmernetzwerk und profitieren von einer vergünstigten Inanspruchnahme von Dienstleistungen und Angeboten des Zentrums. Genauso reibungslos wie die offizielle Gründung lief auch die Wahl der Vorstandsmitglieder ab, die einstimmig gewählt wurden und ab Januar 2020 für eine Legislaturperiode von drei Jahren die laufenden Geschäfte führen sowie für alle Angelegenheiten des Fördervereins verantwortlich sein werden. Als erster Vorsitzender agiert Frank Herzog, Gründer und Gesellschafter von Concept Laser, unterstützt von Eva Bittmann, Geschäftsführerin des Sachverständigenbüros werkstoff & struktur, als Zweite Vorsitzende und Roland Vogel, Vorstand der Sparkasse Coburg-Lichtenfels, als Schatzmeister. Als Beisitzer wurden Birgit Partheymüller, Geschäftsführerin innocept Engineering, André Baumann, Geschäftsführer Verpa Folie Weidhausen, Gisela Raab, Geschäftsführerin Raab Baugesellschaft und Kreishandwerksmeister Mathias Söllner ernannt. MdB Emmi Zeulner und MdL Jürgen Baumgärtner fungieren als natürliche Vorstandsmitglieder, genauso wie Christiane Fritze, Präsidentin der Hochschule Coburg. Bereits im Januar wird das erste Vorstandstreffen stattfinden, um sich zu beraten, zu sortieren und den Weg für das weitere Fortschreiten des Fadz zu ebnen.

Wie wichtig es sei, vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung die richtigen Entscheidungen zu treffen, wurde abschließend nochmals von Frank Herzog betont: "Digitale Technologien bieten enorme Chancen, die wir vorteilhaft für die Region nutzen sollten. Das Fadz wird hierbei Antworten auf komplexe Themen geben, für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sorgen und die Jugend begeistern. Wir können vor allem dann Zukunftsperspektiven für den ländlichen Raum schaffen, wenn wir uns den wichtigen Themen stellen und dabei auch einen Wandel in den Köpfen der Menschen herbeiführen."

Innovation für alle

Aus genau diesen Gründen soll das Fadz auch ein Ort der Innovation für alle sein - vom Schüler bis zum Spitzenforscher, vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum großen Industriekonzern. Bis die Sanierung der Kirschbaummühle als Sitz des Forschungs- und Transferzentrums im Jahr 2023 fertig gestellt sein wird, dürfen sich Interessierte bereits im kommenden Jahr auf eine Reihe spannender Veranstaltungen freuen.

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