Vierzehnheiligen
Jubiläum

Berufsfachschule für Kinderpflege in Vierzehnheiligen: Grundgedanke ist geblieben

Die Berufsfachschule für Kinderpflege in Vierzehnheiligen feierte mit rund 100 Gästen ihr 50-jähriges Bestehen.
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Mit bunten Tüchern standen die 38 Berufsfachschüler für Kinderpflege Spalier für die Gäste der Jubiläumsfeier. Foto: Monika Schütz
Mit bunten Tüchern standen die 38 Berufsfachschüler für Kinderpflege Spalier für die Gäste der Jubiläumsfeier. Foto: Monika Schütz
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Großer Geburtstag - großes Programm: Die Berufsfachsschule für Kinderpflege Vierzehnheiligen ist 50. Die staatlich anerkannte Einrichtung ist einer der aktuell 13 Standorte der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD). In Vierzehnheiligen sowie in Coburg, Ingolstadt, München, Nürnberg und Rosenheim können Frauen und Männer in einer zweijährigen Vollzeitausbildung den Beruf der Kinderpflegerin und des Kinderpflegers erlernen. Nach erfolgreich abgelegter Prüfung wird ihnen dann die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte Kinderpflegerin" oder "Staatlich geprüfter Kinderpfleger" verliehen.

Auch vor genau 50 Jahren hieß die Berufsbezeichnung so. Allerdings war die Ausbildung damals eine ganz andere. In einem Rückblick, der teils lustig-ironisch, aber auch informativ war, trugen einige der Gäste bei den Feierlichkeiten einen gelungen Beitrag zum "runden Geburtstag" der Schule bei. Der wurde nach dem ökumenischen Gottesdienst von Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen und Elmar Koziel im nahe gelegenen Konrad- Saal gefeiert.

Moderatoren-Talente

Gäste aus Politik, Kirche und der Berufsfachschule hatten ihre wahre Freude an der Moderation der Schüler Simone (17 Jahre) und Erik (19). Gekonnt führten die im zweiten Ausbildungsjahr Lernenden die rund 100 Gäste durch das Programm. Weitere Schüler lockerten den Festvormittag am vergangenen Freitag mit Liedern, Show-Einlagen und Videoclips auf.

Bis vor fünf Jahren leitete die Kongregation der Franziskusschwestern diese Bildungseinrichtung. 2014 übernahm sie die GGSD. Ute Kick, Geschäftsführerin dieser gemeinnützigen Gesellschaft, erinnerte kurz an die nicht ganz einfachen Überlegungen zu Beginn: "Ein wirtschaftliches Wagnis war es schon", sagte sie. Schließlich sei die Zahl der Interessenten damals deutlich zurückgegangen gewesen. Eine Schließung der Schule habe sogar zur Debatte gestanden. Nun sei es wieder eine Lernatmosphäre, in der man sich wohlfühle.

Schulleiterin Elvira Berkel resümierte, dass in den letzten 50 Jahren die Werte einem Wandel unterzogen gewesen seien. Die Zeit sei schnelllebiger geworden, Technik und Handy bestimmten zunehmend den Alltag auch in der Schule. "Doch der Mensch und seine Persönlichkeit sind das einzige Konstante!" Die Zusammenarbeit zwischen weltlichen und kirchlichen Mitarbeitern sei sehr gut und harmonisch, der soziale christliche Grundgedanke sei geblieben.

Von Englisch bis Naturpädagogik

Aktuell besuchen 38 junge Frauen und Männer in zwei Klassen die Kinderpflegeschule. Sie werden in Religionspädagogik, Deutsch und Kommunikation, Englisch, Sozialkunde und Berufskunde, Pädagogik und Psychologie, Ökologie und Gesundheit, Rechtskunde, Mathematik und Naturwissenschaft, Praxislehre und Medienerziehung, Werk- und Musikerziehung, Sport, Hauswirtschaft und in der Säuglingsbetreuung unterrichtet. Als Wahlfach bietet der Standort Vierzehnheiligen Natur- und Erlebnispädagogik an.

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