Burgkunstadt
Verabschiedung

Beifall für Burgkunstadter Abitur-"Champions"

77 Abiturienten des Gymnasiums freuten sich über den "Anpfiff für eine erfolgreiche Zukunft".
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Zu den Klängen der Champions-League-Hymne zogen die "Champions" vom Gymnasium Burgkunstadt in die Obermainhalle. Die Besucher der Abiturfeier spendeten reichlich Applaus.  Foto: Stephan Stöckel
Zu den Klängen der Champions-League-Hymne zogen die "Champions" vom Gymnasium Burgkunstadt in die Obermainhalle. Die Besucher der Abiturfeier spendeten reichlich Applaus. Foto: Stephan Stöckel
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Zu den feierlichen Klängen der Champions-League-Hymne zogen die 77 frischgebackenen Abiturienten am Freitagnachmittag in die Obermainhalle ein. Auch bei der feierlichen Verabschiedung der Absolventen wurde ins Fußballvokabular gegriffen: "Ihr seid die Champions. Wir sind heute zusammengekommen, um euch euren Pokal, das Reifezeugnis, zu überreichen. Dieser Festakt krönt den langen Weg der Anstrengung", sagte stellvertretende Schulleiterin Lydia Münch.
Für drei Schülerinnen endete dieser mit der Traumnote 1,0: Ricarda Schmitt, Annika Vogler (beide Altenkunstadt) und Pia Wittman aus Marktgraitz. Und die Abiturienten? Sie sahen ihre jetzige Favoritenrolle als "Anpfiff für eine erfolgreiche Zukunft", wie es Moritz Mertinke in seiner Rede formulierte. "Wir wollen mit dem am Gymnasium trainierten Können auf dem Spielfeld des Lebens triumphieren", versprach der ehemalige Schüler. Seine Mitschülerin Pia Wittmann hob den Mannschaftsgeist innerhalb des Abiturjahrgangs hervor und Carolin Hümmer fand lobende Worte für all jene, "die unsere Spiele vom Spielfeldrand begleitet haben und uns immer mit Rat und Tat zur Seite standen."


Fundament an Wissen

Schulleiter Thomas Meier ließ den Fußball links liegen und wandte sich der Bildung zu, die die jungen Leute neun Jahre lang am Gymnasium genießen durften. Sie hätten sich ein Fundament an Wissen angeeignet, auf deren Grundlage man etwas beurteilen könne. Im digitalen Zeitalter müsse man mehr wissen, so der Pädagoge, als das je zuvor der Fall gewesen sei, um richtiges Wissen von falschem Wissen den sogenannten "Fake-news" unterscheiden zu können. Ganz in diesem Sinne resümierte der Oberstudiendirektor: "Das Gymnasium kommt seiner Verantwortung nach und entlässt heute junge Menschen in eine Gesellschaft, die zur Zeit ganz besonders Menschen braucht, die in der Lage sind, sich dem Zeitgeist kritisch entgegen zu stellen und populistische Meinungsführer entlarven können."
Appetit auf die Heimat machte den Absolventen stellvertretender Landrat Helmut Fischer, der von anspruchsvollen und attraktiven Arbeitsplätzen, einem angenehmen Preis-Leistungs-Niveau und einer herrlichen Landschaft am Obermain und im Jura schwärmte. "Schlagt euch nicht mit Arbeiten herum, an die ihr nicht mehr glauben könnt. Zeigt euch vielmehr eurer Talente würdig", gab Burgkunstadts Dritter Bürgermeister Manfred Hofmann den jungen Leuten mit auf ihren weiteren Lebensweg. Für Elternbeiratsvorsitzenden Mathias Heppner wird die Bewegungsfreiheit von Kindern und Jugendlichen nicht nur durch Bobby Car und Mofa, sondern auch durch ihren schulischen Werdegang erweitert. In diesem Sinne stellte er fest: "Nun haben Sie den bestmöglichen Führerschein für ihr weiteres Leben, die allgemeine Hochschulreife. Die Welt liegt ihnen zu Füßen." Vorsitzender Konrad Herold vom Förderverein freute sich, dass in Zeiten von Tweets, die innerhalb von Sekunden die politische Großwetterlage verändern können, junge Leute mit dem Abitur-Zeugnis "etwas Echtes, etwas Unumstößliches in Händen halten". Einen unterhaltsamen Flug durch das unendliche Bildungssystem unternahm Oberstufenkoordinator Tom Hänel, der sich dabei vom singenden Major Team zum Teacher Tom wandelte. "Wir hamm's geschafft, es ist so unbegreiflich", sangen sich zum Abschluss die Abiturienten in dem umgeschriebenen Hit "Chöre" von Mark Forster die Freude über die bestandene Reifeprüfung aus dem Leib.
Schulbeste Ricarda Schmitt, Annika Vogler (beide Altenkunstadt) und Pia Wittmann aus Marktgraitz (alle 1,0).

Ehrungen Für sein gemeinnütziges Engagement als Klassensprecher, in der SMV und bei der Organisation von Veranstaltungen wurde Moritz Mertinke aus Marktzeuln mit dem Preis des Fördervereins geehrt.

Musik Dafür sorgten Pianistin Nina Werner aus der Klasse 9e, die Big Band der Schule und der Schulchor, begleitet von Abiturient Joseph Pietz am Klavier.

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