Prächting

Bayerischer Innenminister zu Besuch in Prächting

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann besuchte am Montagabend Prächting, das kürzlich vom Kelbach teilweise überflutet war. Er dankte den Feuerwehren und den Helfern des THW für ihren unschätzbar wertvollen, ehrenamtlichen Einsatz. Bei einem Rundgang durchs Dorf machte sich der Minister ein Bild der Situation.
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Andrea Helmuth zeigt Innenminister Joachim Herrmann am Portal ihres Hofs die historischen Hochwassermarken. Ganz so hoch war das Wasser am 31. Mai zum Glück nicht gestiegen, aber die Flutwelle kam erschreckend schnell - und im Hof stand das Wasser immerhin knietief. Fotos: Matthias Einwag
Andrea Helmuth zeigt Innenminister Joachim Herrmann am Portal ihres Hofs die historischen Hochwassermarken. Ganz so hoch war das Wasser am 31. Mai zum Glück nicht gestiegen, aber die Flutwelle kam erschreckend schnell - und im Hof stand das Wasser immerhin knietief. Fotos: Matthias Einwag
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"Er ist idyllisch, wenn er in seinem Bett ist, aber er kann ein reißender Fluss werden", sagte Andrea Hellmuth über den Kelbach. Das kleine Fließgewässer hatte den Hof ihres Anwesens am Ortseingang von Prächting kürzlich unter Wasser gesetzt. In der Nacht zum 31. Mai stand das Wasser im Hof knietief.

Der jüngste Starkregen am Sonntag hat Prächting diesmal weitgehend verschont. Am Sonntag liefen vor allem im Ebensfeld die Keller voll, und auf Staffelsteiner Stadtgebiet waren etliche Lautergrunddörfer betroffen. 78 Einsätze verzeichneten die Feuerwehren deswegen bis Montagabend, teilte Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein mit.

Bei einem Lokaltermin machte sich am Montagabend Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in Prächting ein Bild der Lage. Der Minister landete mit dem Hubschrauber in Prächting, wo sich Abordnungen zahlreicher an den Einsätzen der vergangenen Tage beteiligten Feuerwehren eingefunden hatten. Zusammen mit Landrat Christian Meißner (CSU) dankte den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren und des THW für ihre unschätzbar wertvolle Arbeit, denn ohne deren Einsatz wären die Schäden weitaus größer ausgefallen.

Der Minister rekapitulierte, wie er den Beginn der vergangenen Katastrophentage in Erinnerung hat: "Mit der Meldung aus Lichtenfels an Fronleichnam ging's los" - dann habe es in ganz Bayern und in Deutschland immer mehr zugenommen.

"Es war für uns ein außergewöhnliches Ereignis", sagte Landrat Christian Meißner (CSU), der froh darüber war, dass "alles reibungslos geklappt" hat. Der Kreis biete den Betroffenen eine Soforthilfe an. Er wisse das freiwillige, ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte zu schätzen, das durch nichts zu ersetzen sei. Christian Meißner, über sich selbst: "Der Landrat gibt ein Fass Bier aus!" Minister Herrmann fügte hinzu: "Ein großes Fass!"
Bei einem Gang durch Prächting erläuterten Kreisbrandrat Timm Vogler, Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein und der Prächtinger Feuerwehrkommandant Karl-Heinz Nüsslein dem Minister dann, wie die Situation im Kelbachgrund in der Nacht zum 31. Mai gewesen ist.

Andrea Hellmuth, die in einem Fachwerkhaus direkt neben dem Kelbach wohnt erzählte, wie sie diese Nacht erlebte: "Der Bach war heuer erstmals so voll - wir wohnen jetzt zehn Jahre hier." Dem Minister und dem Landrat zeigte sie die historischen Hochwassermarken an den steinernen Portalpfeilern ihres Anwesens. Dann bat sie die Besucher in den Hof und zeigte, wie hoch das Wasser dort gestanden hat. Auf einem Laptop konnte sich der Minister ein noch deutlicheres Bild machen: Er bekam den Kurzbeitrag der Tagesschau gezeigt, in dem das Anwesen von Andrea Hellmuth eine Hauptrolle spielte.

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